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Arruffens

Arruffens in Romont: Bahnhof seit 1862, Kapelle Sainte-Anne und der Wandel eines ehemaligen Bauerndorfs zum städtischen Quartier.

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Bahnanlagen von Romont im Gebiet Arruffens und Häuser unterhalb des Stadthügels
Der Bahnhof von Romont am 24. März 2012. Foto: Terfili · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Arruffens liegt am südwestlichen Fuss des Stadthügels von Romont. Hier veränderte der Bau des Bahnhofs einen früheren landwirtschaftlichen Ort grundlegend. Neben Bahn und neueren Quartierbauten erinnert die kleine Kapelle Sainte-Anne an die ältere Siedlung. Arruffens gehört seit 1868 zur Stadt Romont.

Steckbrief

OrtArruffens
Heutige GemeindeRomont (FR)
Kanton und BezirkFreiburg · District de la Glâne
OrtsspracheFranzösisch

Der Bahnhof entstand ausserhalb der damaligen Stadtgemeinde

1862 wurde der Bahnhof von Romont auf dem Gebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Arruffens gebaut. Hier traf die Verbindung Freiburg–Lausanne auf die Strecke nach Bulle. Der Bahnanschluss gab dem Ort eine neue Bedeutung.

Sechs Jahre später folgte die Eingemeindung nach Romont. Aus dem Bauerndorf entwickelte sich ein Quartier mit Industrie und Wohnbauten. Die räumliche Trennung zwischen der Altstadt auf dem Hügel und dem Verkehrsraum darunter bleibt für das Verständnis von Romont wichtig.

Auch der aktuelle Nahverkehr führt den Namen weiter: Der TPF-Fahrplan 2026 nennt die Haltestelle Esplanade Arruffens. Die abgebildete Bahnansicht stammt von 2012 und dokumentiert den damaligen Zustand.

Die Kapelle Sainte-Anne und ihr verkürzter Bau

Jean Moret gründete 1676 eine Stiftung für eine Kapelle in Arruffens. Nach der Pfarrchronik wollte er damit für die Rettung seines Sohnes danken. Der Bau entstand 1682 und wurde 1683 geweiht.

Die Kapelle wurde zu einem Wallfahrtsort. Zu ihrer Geschichte gehörte der frühere Glaube, tot geborene Kinder könnten für einen Augenblick zum Leben zurückkehren, um getauft zu werden. Die kirchlichen Behörden gingen im 18. Jahrhundert wiederholt gegen diese Praxis vor.

1879 wurde das Kirchenschiff abgebrochen. Der erhaltene Chor erhielt 1950 einen steinernen Vorbau nach Plänen von Fernand Dumas. Eine spätere Restaurierung wurde 2002 abgeschlossen.

Seit 2025 im Eigentum der Pfarrei

Die Vereinigung der Freunde der Kapelle übertrug das Gebäude am 1. Januar 2025 der katholischen Pfarrei Romont. Diese übernimmt seither die Verantwortung für seine Erhaltung.

Rund um das Fest der heiligen Anna im Juli wird eine jährliche Messe gefeiert. Die Pfarreiseite ist die richtige Anlaufstelle für aktuelle Angaben. Eine tägliche touristische Öffnung ist damit nicht belegt.

Verbindungen zu Billens und zur Stadt

Der Name Arrufens ist 1341 belegt. Bis 1346 gehörte der Ort zur Herrschaft Billens; auch kirchlich blieb er bis zur Eingemeindung von 1868 mit Billens verbunden.

Unser redaktioneller Vorschlag ist, bei einem Besuch Romonts auch den Bereich am Fuss des Stadthügels einzubeziehen. Die Kapelle und das Bahnhofumfeld zeigen zwei sehr verschiedene Phasen der Entwicklung. Der regionale Glasfensterweg nimmt Sainte-Anne ebenfalls als Zwischenstation auf.

Karte

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Weitere Orte und Hintergründe: Romont (FR) · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.