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Benzenschwil

Benzenschwil am Lindenberg: früher selbstständiges Dorf mit Südbahnstation, seit 2012 Teil von Merenschwand.

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Gebäude mit Ziegeldach in der grünen Umgebung von Benzenschwil
Ortsansicht in Benzenschwil, Aufnahme vom Oktober 2009. Foto: DidiWeidmann · CC BY-SA 3.0.

Benzenschwil liegt am östlichen Fuss des Lindenbergs im oberen Freiamt. Das langgezogene Dorf gehört seit 2012 zu Merenschwand. Landwirtschaft, die Südbahn und eine im Schulhaus untergebrachte Kapelle geben dem Ort eigene Bezugspunkte innerhalb der heutigen Gemeinde.

Benzenschwil auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Muri
Heutige GemeindeMerenschwand
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
ZugehörigkeitSeit 2012 Gemeindeteil von Merenschwand
LageÖstlicher Fuss des Lindenbergs
Historischer Name1189 «Penziswile»

Zwischen Lindenberg und Freiamt

Die bäuerliche Siedlung erstreckt sich am Hangfuss des Lindenbergs. Das Titelbild von 2009 zeigt ein Gebäude zwischen Bäumen und landwirtschaftlichen Flächen; es dokumentiert ein älteres Ortsbild und wird nicht als heutige Bestandsaufnahme aller Einrichtungen verstanden. Die Landschaft unterscheidet Benzenschwil von den Siedlungen unmittelbar in der Reussebene.

Von Luzern zum Aargau

Im Mittelalter besassen die Herren von Hünenberg und die Klöster Muri und Frauenthal Güter in Benzenschwil. Als Teil des Amtes Merenschwand kam es 1394 unter Luzerner Hoheit. Das Amt behielt eine vergleichsweise eigenständige Verwaltung mit einem einheimischen Untervogt. Dieser historische Luzerner Zusammenhang endete erst im Umbruch um 1800.

1803 wurde das Gebiet dem neuen Kanton Aargau zugeteilt. Benzenschwil löste sich 1813 politisch von Merenschwand und blieb bis Ende 2011 eine eigene Gemeinde. Der Zusammenschluss von 2012 führte die beiden Orte wieder unter einer gemeinsamen Verwaltung zusammen. Die heutige Gemeindeseite nennt Benzenschwil ausdrücklich als Ortsteil.

Brände, Heimarbeit und Bahn

Zwei schwere Brände zerstörten 1799 und 1803 jeweils zahlreiche Haushaltungen. Später ergänzte die Herstellung von Strohsternen im Verlagssystem die Landwirtschaft; diese Heimindustrie hielt sich bis 1985. Trotz einer Station an der 1881 eröffneten Südbahn blieben die örtlichen Erwerbsmöglichkeiten begrenzt. Auswärtige Arbeit gehörte deshalb früh zur Entwicklung des Dorfes.

Bahnsteig und Stationsschild Benzenschwil
Bahnstation Benzenschwil an der Südbahn, Aufnahme vom April 2015. Foto: NAC · CC BY-SA 4.0.

Das Stationsfoto von 2015 zeigt den Bahnsteig mit seinem Ortsnamen. Es erinnert an die lange Verbindung des Dorfes mit der Eisenbahn. Aktuelle Abfahrten und Verbindungen sind im Fahrplan zu prüfen; die historische Aufnahme belegt keine heutige Zugfolge.

Kapelle, Schule und Betreuung

Seit 1972 besteht eine in das Schulhaus integrierte Kapelle. Kirchlich gehört Benzenschwil zu Merenschwand. Die heutige Gemeinde führt Kindergarten, Primar-, Real- und Sekundarschule im gemeinsamen Schulangebot auf. Für Kinderbetreuung verweist sie unter anderem auf Pekiland und die Kita Bäredörfli in Merenschwand.

Diese Angebote und die kommunalen Dienstleistungen beschreibt der Gemeindeartikel Merenschwand im Zusammenhang. Benzenschwil ergänzt ihn um die Hanglage, die frühere Eigenständigkeit und die örtliche Verbindung zur Südbahn.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.