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# Binningen
- URL: https://www.schweiz.wiki/binningen/
- Published: 2026-10-01T21:09:24.000Z
- Updated: 2026-10-02T06:43:58.000Z
- Description: Schloss, Winkelhakenkirche und Naturinsel: Binningen liegt direkt neben Basel und hat eine eigenständige Geschichte. Entdecke Orte, Alltag und Landschaft.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Basel-Landschaft, #Import 2026-10-02 08:56

Binningen schliesst unmittelbar an Basel an und gehört trotzdem zum Kanton Basel-Landschaft. Die Gemeinde liegt am Birsig und zieht sich über die Hänge auf beiden Seiten des Tals. Zwischen Schlosspark, dicht bebauten Quartieren, dem Margarethenhügel und der Herzogenmatt zeigt sie ganz unterschiedliche Gesichter.

Wer Binningen verstehen will, sollte deshalb nicht nur nach einem einzigen Dorfplatz suchen. Mehrere ältere Siedlungskerne sind miteinander und mit der Stadt zusammengewachsen. Das Schloss, die ungewöhnliche Margarethenkirche, ein ausgesprochen vielseitiges Ortsmuseum und die Grünräume erzählen jeweils einen anderen Teil dieser Entwicklung.

## Binningen auf einen Blick

| Kanton und Bezirk           | Basel-Landschaft, Bezirk Arlesheim                         |
| --------------------------- | ---------------------------------------------------------- |
| Lage                        | Unteres Leimental, direkt an Basel                         |
| Einwohner                   | 16'276, Stand 30\. Juni 2026                               |
| Fläche                      | 4,46 km²                                                   |
| Postleitzahl                | 4102                                                       |
| Erste urkundliche Erwähnung | 1004                                                       |
| Gemeindeverwaltung          | Curt Goetz-Strasse 1                                       |
| Gemeindewebsite             | [binningen.ch](https://www.binningen.ch/?ref=schweiz.wiki) |

## Ein Ort zwischen Birsigtal, Bruderholz und Basel

Der Birsig gibt dem unteren Leimental seine Richtung vor. In Binningen läuft der Talraum auf Basel zu; die Strassen und Wohngebiete schliessen ohne grosse Unterbrechung an die Stadt an. Wer die Kantonsgrenze überquert, bemerkt im bebauten Gebiet oft keinen deutlichen Wechsel im Ortsbild.

Innerhalb der Gemeinde sind die Höhenunterschiede dagegen spürbar. Vom Talboden steigen die Quartiere an den Hängen an. Auf der Bruderholzseite eröffnen sich andere Perspektiven als entlang der Hauptstrasse. Auf der westlichen Seite führen Wege zu weiteren Wohngebieten und zu den Landschaftsräumen Richtung Allschwiler Wald.

Diese Lage erklärt, warum Binningen sowohl städtisch als auch grün wirken kann. Der Verkehr und die Versorgung konzentrieren sich auf bestimmte Achsen, während man wenig später in einem ruhigen Wohnquartier oder am Rand einer Wiese steht. Die Nähe zur Stadt und die Topografie sind zusammen entscheidend für den Charakter des Ortes.

![Wiese am Hang mit weitem Blick auf Binningen und Basel](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/binningen-aussicht.jpg)

Blick vom grünen Hang auf Binningen und den Basler Siedlungsraum, ältere Aufnahme. Foto: [Daendy](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Binningen2.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki).

## Schloss Binningen: ein ehemaliges Wasserschloss im Park

Das Schloss ist das bekannteste historische Gebäude Binningens. Es entstand im 13\. Jahrhundert als Weiherhaus und wird 1299 urkundlich erwähnt. Die Gemeinde nennt 1293 als wahrscheinliches Baujahr. Anders als der Begriff Schloss vermuten lassen könnte, waren mit dem Besitz keine herrschaftlichen Rechte über das Dorf verbunden.

Brände, Wiederaufbau und zahlreiche Eigentümerwechsel veränderten das Gebäude. Nach einer Brandstiftung 1409 wurde es 1414 und 1415 wiederhergestellt. Spätere Umbauten gaben ihm weitere Formen und Ausstattungen. Der heutige Bau ist deshalb das Ergebnis mehrerer Epochen, keine unverändert erhaltene mittelalterliche Burg.

Seit 1960 gehört das Schloss der Einwohnergemeinde. Es wird gastronomisch genutzt und steht in einem Park, der ihm auch im dicht bebauten Umfeld Raum lässt. Für einen ersten Besuch ist der Blick von aussen besonders geeignet: Türme, Fassaden und die Lage im Grün lassen sich ohne einen gebuchten Anlass erfassen.

Die Innenräume gehören zum Restaurant- und Veranstaltungsbetrieb. Wer sie kennenlernen möchte, orientiert sich an dessen Angebot. Das Schloss ist also zugleich Baudenkmal und genutzter Ort. Es lässt sich gut als Ausgangspunkt für einen Rundgang wählen, bevor man zu den höher gelegenen Teilen Binningens weitergeht.

## St. Margarethen: eine Kirche mit einem Knick

Die Kirche St. Margarethen steht am nordwestlichen Ende des Bruderholzes. Ihr heutiger Bau entstand 1673 auf den Fundamenten eines älteren Gotteshauses. Das Besondere erkennt man am Grundriss: Zwei unterschiedlich grosse Kirchenschiffe treffen beinahe rechtwinklig aufeinander. Man spricht deshalb von einer Winkelhakenkirche.

Diese Form ist in der Schweiz selten; ein weiterer bekannter Bau dieses Typs steht in Wintersingen. In St. Margarethen wurden die beiden Schiffe zunächst unterschiedlich nach Geschlechtern und später nach Herkunft genutzt: eines für die Gläubigen aus Bottmingen, das andere für diejenigen aus Binningen. Die Architektur bewahrt damit eine Spur der gemeinsamen kirchlichen Geschichte beider Gemeinden.

Von aussen wirkt die Kirche zurückhaltender, als man es von einem freistehenden Sakralbau erwarten würde. Sie ist mit den Gebäuden des früheren Landguts verbunden. Dachreiter und Uhr machen ihre Funktion sichtbar. Der Hügel mit Kirche, angrenzenden Grünflächen und Friedhof ist ein eigener historischer Ort am Übergang zwischen Stadt und Leimental.

## Der Blick über die Stadt und in den Himmel

Zur Umgebung von St. Margarethen gehört die Sternwarte an der Venusstrasse. Der Astronomische Verein Basel wurde 1928 gegründet, im selben Jahr wie die astronomisch-meteorologische Anstalt der Universität Basel und der grosse Kuppelbau auf dem Gelände.

Damit besitzt der Hügel neben seiner kirchlichen auch eine wissenschaftliche Geschichte. Der Verein vermittelt Astronomie und bietet Möglichkeiten für öffentliche Beobachtungen sowie Führungen. Ein Besuch richtet sich nach dem veröffentlichten Programm und den Bedingungen am Himmel. Die jeweils geltenden Angaben stehen auf [astronomie-basel.ch](https://astronomie-basel.ch/?ref=schweiz.wiki).

Für einen Tagesausflug muss man beides nicht zwingend verbinden. Der Spaziergang zum Margarethenhügel funktioniert als eigenes Ziel; eine Beobachtung in der Sternwarte ist ein zusätzlicher, gezielt geplanter Besuch. So erhält derselbe Ort je nach Tageszeit eine ganz andere Perspektive.

## Ortsmuseum: Zahnarztpraxis, Druckerei und Fasnachtslarven

Das Ortsmuseum am Holeerain 20 befindet sich in einem ehemaligen Primarschulhaus. Es wurde 1987 eröffnet und verteilt seine Sammlung auf vier Stockwerke. Hinter der unauffälligen Fassade steckt weit mehr als eine Reihe alter Ortsansichten.

![Fassade des Ortsmuseums Binningen am Holeerain](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/binningen-ortsmuseum.jpg)

Das Ortsmuseum im ehemaligen Schulhaus, April 2018\. Foto: [Laloom](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ortsmuseum%5FBinningen,%5FBaselland.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/?ref=schweiz.wiki).

Zu den ausgestellten Lebens- und Arbeitswelten gehören eine Zahnarztpraxis um 1930, eine Druckerei aus der Zeit um 1920 und Teile der früheren Iris-Stecknadelfabrik. Ein Dorfladen macht ältere Formen des Einkaufens anschaulich. Die Künstlerlarven aus der Sammlung Ruth Eidenbenz-Tschudin führen zur Fasnacht und zur regionalen Gestaltungskultur.

Daneben widmet sich das Museum Persönlichkeiten, Natur und Ortsgeschichte. Gerade die unterschiedlichen Werkstätten und Einrichtungen machen den Besuch interessant: Sie zeigen, wie sich Berufe und alltägliche Abläufe verändert haben. Die Öffnungstage und Führungen veröffentlicht das Museum selbst auf seiner Website. Für den Rundgang sollte man gezielt einen solchen Termin auswählen.

## Herzogenmatt: eine Naturinsel in der Agglomeration

Die Herzogenmatt ist ein Naturschutzgebiet auf der westlichen Seite Binningens. Eine 1979 gegründete Stiftung schuf gemeinsam mit einem Förderverein, der Gemeinde und weiteren Beteiligten die Grundlage für das Gebiet. 1999 wurde es in das Inventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen.

Weiher, Ufervegetation und angrenzende Lebensräume bieten Amphibien und vielen weiteren Tieren Platz. Die Landschaft bleibt nicht allein dadurch erhalten, dass man sie unberührt lässt. Freiwillige übernehmen regelmässig Pflegearbeiten, damit Wasserflächen und unterschiedliche Strukturen bestehen bleiben.

Für Besucher ist die Herzogenmatt ein Ort zum langsamen Beobachten. Eine 2026 vorgestellte Aussichtsplattform erweitert den Blick auf einen der Weiher. Je nach Jahreszeit zeigen sich andere Tiere und Pflanzen; wer einen Moment stehen bleibt, entdeckt oft mehr als beim schnellen Durchqueren. Informationen zum Gebiet und zu freiwilligen Einsätzen stehen auf [herzogenmatt.ch](https://www.herzogenmatt.ch/?ref=schweiz.wiki).

Die Wege ermöglichen Naturbeobachtung in unmittelbarer Nähe dichter Wohngebiete. Das ist die besondere Qualität dieses Orts: Man muss nicht in ein abgelegenes Tal fahren, um ökologisch wertvolle Lebensräume kennenzulernen. Die Weiher selbst bleiben den Tieren überlassen.

## Wie Binningen mit der Stadt zusammenwuchs

Binningen wird 1004 erstmals schriftlich genannt. Archäologische Funde reichen wesentlich weiter zurück. Bekannt wurde insbesondere ein spätbronzezeitliches Frauengrab mit reichen Beigaben; nach seinen charakteristischen Gewandnadeln wurde der archäologische Typ der Binningernadeln benannt.

Die Stadt Basel erwarb Binningen 1534 zunächst als Pfand und 1585 endgültig vom Basler Bischof. Bis zur Trennung von Bottmingen 1837 bildeten die beiden Orte eine gemeinsame politische Einheit. Der Anschluss an den neuen Kanton Basel-Landschaft erfolgte 1833.

Ackerbau, Reben und das Ziegler- und Hafnergewerbe prägten das frühere Dorf. Im 19\. Jahrhundert zogen viele Menschen zu, die in Basel arbeiteten. Die Birsigtalbahn von 1887 und die spätere Tramerschliessung verstärkten diese Orientierung. Ältere Siedlungskerne, darunter das Gebiet beim Schloss, das Holee und Neubad, wuchsen zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weitere Hang- und Gartenbauflächen überbaut.

## Wohnen, Schulen und Gemeindealltag

Binningen ist heute eine eigenständige Wohngemeinde mit einem engen Verhältnis zu Basel. Die Quartiere unterscheiden sich deutlich: Lage am Hang oder im Tal, Nähe zu einer Tramhaltestelle, ruhige Nebenstrasse oder zentrale Versorgungsachse ergeben verschiedene Alltagssituationen.

Kindergärten und Primarschulstandorte verteilen sich über das Gemeindegebiet. Hinzu kommen die Sekundarschule und gemeinsame Angebote wie die Musikschule Binningen-Bottmingen. Sportanlagen, Vereine und kulturelle Einrichtungen ergänzen die städtischen Möglichkeiten direkt nebenan. Die Gemeindewebsite bündelt die örtlichen Zuständigkeiten und Angebote.

Das Verhältnis zur Nachbarstadt lässt sich daher nicht auf eine reine Schlafgemeinde reduzieren. Viele Menschen pendeln, zugleich schaffen Museum, Schlosspark, Fasnacht, Schulen und Vereine eigene Treffpunkte und Traditionen. Gerade diese Verbindung erklärt, weshalb die politische Eigenständigkeit im Alltag weiterhin Bedeutung hat.

## Binningen besuchen

Aus Basel erreicht man Binningen mit Tram und Bus. Innerhalb der Gemeinde lohnt sich ein genauer Blick auf das Ziel: Schloss, Museum, Margarethenhügel und Herzogenmatt liegen nicht alle am selben Punkt. Für einen ersten Besuch lässt sich der Schlosspark mit einem Aufstieg zur Margarethenkirche verbinden; das Museum oder die Herzogenmatt ergeben jeweils eine weitere Etappe.

[Grössere Karte von Binningen öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.533333&mlon=7.566667&ref=schweiz.wiki#map=14/47.533333/7.566667)

## Angebote aus dem Baselbiet

Dienstleistungen und Inserate aus Basel-Landschaft findest du auch auf schweiz.work.

## Häufige Fragen zu Binningen

### Ist Binningen ein Quartier von Basel?

Nein. Binningen ist eine eigenständige Baselbieter Gemeinde. Die Bebauung geht allerdings direkt in jene von Basel über.

### Kann man Schloss Binningen besuchen?

Das Schloss liegt in einem Park und lässt sich von aussen ansehen. Die Innenräume werden als Restaurant und für Anlässe genutzt.

### Was ist an St. Margarethen besonders?

Die Kirche besitzt zwei fast rechtwinklig angeordnete Schiffe. Dieser Winkelhakengrundriss ist in der Schweiz selten.

### Wo kann man in Binningen Natur erleben?

Die Herzogenmatt mit ihren Weihern ist ein besonders lohnendes Ziel. Weitere Wege und Grünräume liegen an den Hängen und am Übergang zum Bruderholz.

Quellen und weiterführende Informationen
- [Historisches Lexikon der Schweiz: Binningen](https://hls-dhs-dss.ch/articles/001193?ref=schweiz.wiki)
- [Gemeinde Binningen: Schloss](https://www.binningen.ch/de/gemeinde/portraet/kulturdenkmaeler/kulturdenkmaeler/binninger-schloss.html/33?ref=schweiz.wiki)
- [Kirchgemeinde: St. Margarethen](https://www.kgbb.ch/informationen/standorte/st-margarethenkirche/?ref=schweiz.wiki)
- [Ortsmuseum Binningen](https://www.ortsmuseum-binningen.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Astronomischer Verein Basel](https://astronomie-basel.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Naturschutzgebiet Herzogenmatt](https://www.herzogenmatt.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Gemeinde Binningen: Herzogenmatt](https://www.binningen.ch/de/leben/freizeit-kultur-und-sport/naturschutzgebiet-herzogenmatt.html/749?ref=schweiz.wiki)
- [Statistik Basel-Landschaft](https://zahlenfenster.bl.ch/web%5Fportal/1%5F1%5F1?ref=schweiz.wiki)