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Bönigen

Bönigen am Brienzersee: Dorf- und Bahngeschichte, Lütschinemündung, Uferwege, Museum Alte Pinte, Schule und Tagesschulmodule 2026/27.

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Gebäude am Ufer von Bönigen vor dem Brienzersee und den Bergflanken
Bönigen am Brienzersee, Mai 2014. Foto: JoachimKohler-HB · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Bönigen liegt dort, wo die Lütschine in den Brienzersee mündet. Historischer Dorfkern, Uferwege und die Alte Pinte verbinden Siedlungsgeschichte mit einem heutigen Ferien- und Wohnort. Die Schule übernimmt auch Aufgaben im Zusammenhang mit Iseltwald.

Bönigen auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Interlaken-Oberhasli
Bevölkerung2’771 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Gemeindefläche15.08 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026
LageAn der Lütschinemündung am Südwestende des Brienzersees
BFS-Nummer572
Offizielle WebsiteGemeinde Bönigen

Dorf, Ufer und Lütschine

Bönigen gehört zum Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli. Das Dorf liegt am Fuss des Grats zwischen Schyniger Platte und Rotenfluh. Die ältere Siedlung entstand auf dem vor Hochwasser besser geschützten Schuttkegel des Hauetenbachs. Die Verbauung der Lütschine und die Absenkung des Seespiegels ermöglichten spätere Erweiterungen.

Das Titelbild vom Mai 2014 zeigt Gebäude am Brienzersee vor den Bergflanken. Bönigen liegt am Brienzersee; der Thunersee ist ein anderer See westlich von Interlaken.

Reichsdorf, Kloster und Gemeinde

1261 ist Bönigen als Dorf «villa Boningen» erwähnt. Nach dem Historischen Lexikon gelangte es mit Alpen an das Kloster Interlaken und nach dessen Aufhebung 1528 unter bernische Verwaltung.

Die Gemeindechronik unterscheidet davon die frühere Nennung eines Wernherus de Boningen im Jahr 1239. Sie beschreibt die Entwicklung von Einwohner- und Burgergemeinde, die über lange Zeit eng verbunden waren.

Vom Endbahnhof zum Seeort

1874 wurde Bönigen Endstation der Bödelibahn. Die Verbindung nach Interlaken wurde 1969 aufgehoben; der Bahnhof später abgebrochen. Die zwischen 1906 und 1908 errichtete Quaianlage wurde im weiteren 20. Jahrhundert verlängert.

Hotelbauten, Holzverarbeitung und Bahnwerkstätten prägten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Geschichte der Bahn erklärt Teile des Orts, ohne einen heutigen Personenbahnhof in Bönigen vorauszusetzen. Für die Anreise gelten Bus- und saisonale Schiffsverbindungen.

Die Mündung als eigener Landschaftsraum

Lütschine zwischen bewachsenen Ufern mit Blick auf ihre Mündung in den Brienzersee
Lütschinemündung in den Brienzersee bei Bönigen, Juni 2024. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Aufnahme vom Juni 2024 blickt durch das bewachsene Ufer der Lütschine auf den Brienzersee. Fluss, See und Bergkulisse treffen hier unmittelbar aufeinander. Das Motiv ergänzt die bebaute Seefront um einen anderen Teil des Orts.

Ein Gang auf öffentlichen Uferwegen wird nach den örtlichen Zugängen geplant. Flussmündung, Strömung und Hafenbereiche sind von ausgewiesenen Badeplätzen zu unterscheiden.

Uferweg und Aktivitäten am Wasser

Baumbestandener Weg am Brienzersee in Bönigen mit Laub und Blick auf das Wasser
Uferweg am Brienzersee in Bönigen, Oktober 2022. Foto: Leonhard Lenz · CC0 1.0. Verkleinert und komprimiert.

Das Foto vom Oktober 2022 zeigt einen baumbestandenen Weg am Brienzersee. Die Tourismusorganisation Bönigen-Iseltwald stellt Spaziergänge am Wasser, Kajak, SUP, Boots- und Bergangebote vor.

Für eine Aktivität werden Anbieter, Saison und Wetter passend gewählt. Ein kurzer Spaziergang am Ufer und eine längere Wanderung in die Berge unterscheiden sich in Umfang und Anforderungen. Die gemeinsame touristische Region besteht aus zwei eigenständigen Gemeinden.

Dorfmuseum Alte Pinte

Die Alte Pinte an der Interlakenstrasse 2 ist ein Ort für Ausstellungen, Sammlungen und Veranstaltungen. Die Gemeindechronik datiert die Eröffnung des Dorfmuseums auf 1985.

2026 behandelt die Sonderausstellung «Lebenslinien – Worte & Farben» unter anderem die Lehrerin Anna Schutter-Boller und den Künstler und Designer Jan Schutter. Damit führt das Museum von der allgemeinen Dorfgeschichte zu örtlichen Lebensläufen.

Die Saisoninformation nennt den 25. Oktober 2026 als letzten Öffnungstag und freien Eintritt. Für den Besuch werden die dort genannten konkreten Besuchstage verwendet; Führungen und Sonderöffnungen können angefragt werden.

Schule Bönigen und Iseltwald

Die Schulorganisation unterscheidet den Standort Bönigen, Bönigen Zyklus 3 und Iseltwald. Die Oberstufenübersicht führt altersgemischte Klassen der siebten bis neunten Jahrgangsstufe.

Standort, Unterricht und persönliche Zuteilung werden mit der Schule geklärt. Die Schul- und Gemeindebibliothek ergänzt die Bildungsangebote.

Mittag und Donnerstag bis 18 Uhr

Die Tagesschule Bönigen befindet sich an der Harderstrasse 3. Für 2026/27 nennt sie Montag und Dienstag von 11.50 bis 13.30 Uhr sowie Donnerstag von 11.50 bis 18 Uhr.

Am Standort Iseltwald wird an Montag, Dienstag und Donnerstag ein Mittagstisch von 11.50 bis 13.30 Uhr geführt. Schülerinnen und Schüler des Zyklus 3 können an den genannten Tagen mit Voranmeldung über das Coupon-Angebot ein Mittagessen beziehen. Module richten sich nach dem Bedarf; nachträgliche Platzfragen werden direkt geklärt.

Dorfgeschichte und See verbinden

Als redaktioneller Vorschlag lassen sich Dorfkern und Alte Pinte mit einem Uferspaziergang verbinden. Für eine Schifffahrt oder ein Wassersportangebot wird zusätzlich das aktuelle Programm geprüft. Die Anreise wird anhand der genauen Haltestelle und der gewählten Etappe geplant.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.