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Bolligen

Bolligen nordöstlich von Bern: Kirchhügel, Habstetten und Ferenberg, Bantiger, Gemeindeteilung von 1983, Schulen und Anreise mit der S7.

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Blick über blühende Obstbäume und Felder auf Bolligen mit Kirche und den Gebäuden von Bern im Hintergrund
Bolligen mit der Kirche in der Ortsmitte; Blick Richtung Bern im April 2021. Foto: Hadi · CC0 1.0. Verkleinert und komprimiert.

In Bolligen liegen S-Bahn und Aussichtshügel nahe beieinander. Das Dorf ist an das Worblental und Bern angebunden; die Gemeinde reicht aber weit in eine Landschaft mit Wäldern, Weilern und dem Bantiger hinein. Von erhöhten Standorten erkennt man den Übergang zwischen der dichter bebauten Agglomeration und den offenen Hängen.

Zum Gemeindegebiet gehören Habstetten, Ferenberg, Flugbrunnen, Geristein und Bantigen. Diese Orte sind Teil von Bolligen, besitzen aber ihre eigenen Dorf- und Landschaftsbilder. Der historische Kern um Kirche, Pfarrhaus und Pfrundscheune bildet einen anderen Bezugspunkt als der Bahnanschluss im Tal.

Bolligen auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Bern-Mittelland
Bevölkerung6'348 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Fläche16,57 km²
Höhenlage des Gemeindegebiets528 bis 947 m ü. M.
BFS-Nummer352
OrtsteileBolligen, Habstetten, Ferenberg, Flugbrunnen, Geristein und Bantigen
BahnRBS-Linie S7 nach Bern
Offizielle WebsiteGemeinde Bolligen

Zwischen Worblental und Bantiger

Bolligen liegt nordöstlich von Bern. Der Höhenzug Lutzere bildet eine Wasserscheide zwischen Aare und Emme. Wälder wie der Grauholzwald und der Geristeiwald sowie kleinere Bäche gliedern das Gebiet. Der Bantiger mit seinem Sendeturm ist das weithin sichtbare Wahrzeichen dieser Landschaft.

Bantiger mit Sendeturm hinter den Häusern von Ittigen, davor Strasse und Baumäste
Bantiger mit Sendeturm; Ansicht aus der Umgebung von Ittigen, 2012. Foto: Ginkgo2g · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Das Foto zeigt den Bantiger aus der Umgebung von Ittigen. Es veranschaulicht, wie der Berg über den benachbarten Siedlungen aufragt. Spaziergänge können sich auf einen einzelnen Dorfteil beschränken; für eine längere Wanderung bieten sich die höher gelegenen Orte und Waldwege an. Die Gemeinde nennt die Aussichtsplattform am Sendeturm als Ausflugsziel. Deren Zugänglichkeit sollte vor einem gezielten Besuch geprüft werden.

Warum Bolligen heute kleiner ist als früher

Bolligen wird 1180 im Zusammenhang mit der Stiftung eines Spitals bei Buchsee erwähnt. Die damalige Kirche war dem heiligen Nikolaus geweiht. Ihr heutiges Erscheinungsbild entstand durch spätere Veränderungen; eine wichtige Umgestaltung erfolgte 1792 bis 1797. Der Kirchenstandort erklärt, weshalb das grössere Kirchspiel den Namen Bolligen trug.

Historisch umfasste dieses Gemeinwesen auch Ittigen und Ostermundigen. Seine Unterteilungen wurden als «Viertel» bezeichnet, ohne stets genau vier gleich grosse Teile zu meinen. Verschiedene Dorf-, Schul- und andere Unterabteilungen machten die Organisation über längere Zeit komplex.

1978 entschieden sich die Stimmberechtigten für die Aufteilung in selbständige Gemeinden. Am 1. Januar 1983 wurde sie vollzogen: Seither sind Bolligen, Ittigen und Ostermundigen eigenständige Einwohnergemeinden. Für historische Angaben ist deshalb entscheidend, ob sie sich auf das frühere grosse Bolligen oder auf das heutige Gebiet beziehen.

Dorfkern, Markt und Kultur

Um die Kirche bleibt der ältere Dorfkern erkennbar. Das Pfarrhaus stammt nach dem Gemeindeporträt aus dem Jahr 1581. Im heutigen Alltag übernimmt der Dorfmärit eine andere Rolle: Hier liegen Einkaufsmöglichkeiten und der Mittwochsmarkt. Das Reberhaus dient als Kultur- und Freizeitzentrum.

Die verschiedenen Dorfteile machen es sinnvoll, einen Besuch nach dem eigenen Interesse zu planen. Ein Weg durch den Ortskern zeigt die älteren Gebäude, während eine Runde in Habstetten oder Ferenberg stärker die Übergänge zur Kulturlandschaft betont. Öffnungszeiten von Kulturangeboten, Hallenbad und Gastronomie ergeben sich aus den jeweiligen aktuellen Programmen.

Lutertal, Ferenberg und Oberstufenzentrum Eisengasse

Die öffentliche Primarschule verteilt sich auf Lutertal und Ferenberg. Die Kindergärten liegen an mehreren Standorten. Das Oberstufenzentrum Eisengasse unterrichtet Jugendliche der 7. bis 9. Klassen aus Bolligen, Stettlen und Vechigen. Es ist als Talentförderschule anerkannt und bietet ein flexibilisiertes neuntes Schuljahr.

Schulhaus Lutertal in Bolligen mit flachen Dächern, überdachtem Eingangsbereich und befestigtem Vorplatz
Schulhaus Lutertal in Bolligen, fotografiert 2023. Foto: Uschoen · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Schulergänzende Betreuung und Ferienbetreuung gehören zum örtlichen Angebot. Für eine Anmeldung sollten Familien die aktuellen Unterlagen der Schulen verwenden: Standort, gewünschte Module und Ferienangebote können sich von Schuljahr zu Schuljahr unterscheiden. Die Schulwebsite führt Primarschule, Oberstufe und Betreuung gemeinsam auf und bietet damit einen praktischen Einstieg.

Mit der Bahn ins Tal, zu Fuss in die Dorfteile

Die S7 des Regionalverkehrs Bern-Solothurn verbindet Bolligen mit Bern. Busse ergänzen die Erschliessung der Gemeinde und ihrer Umgebung. Für Ausflüge sollte das Ziel möglichst genau gewählt werden: Der Bahnhof Bolligen, der Kirchhügel und Ferenberg sind verschiedene Ausgangspunkte. Aktuelle Anschlüsse gehören vor der Fahrt in den Fahrplan, besonders bei einer Rückkehr aus einem höher gelegenen Dorfteil.

Die Karte markiert Bolligen. Sie hilft, die Lage nordöstlich der Stadt Bern einzuordnen; für Wanderungen ersetzt sie keine detaillierte Wegplanung.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 1. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.