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Büblikon

Büblikon in Wohlenschwil: früheres Amt, Königsfelden und archäologische Spuren an der Reuss bei Mellingen.

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Fussgängerbrücke über die Reuss bei Büblikon
Reussbrücke bei Büblikon zwischen Wohlenschwil und Mellingen, Aufnahme vom August 2016. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0.

Büblikon gehört seit 1906 zu Wohlenschwil. Das Dorf liegt am Fuss der Endmoräne des Reussgletschers bei Mellingen. Römische Funde an der Reuss und die frühere Gerichtsherrschaft des Klosters Königsfelden geben dem Ort eine eigenständige Geschichte.

Büblikon auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Baden
Heutige GemeindeWohlenschwil
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
ZugehörigkeitSeit 1906 Teil von Wohlenschwil
LandschaftFuss der Endmoräne bei Mellingen
Historischer BezugAmt Büblikon und Kloster Königsfelden

Frühe Spuren an der Reuss

Das HLS nennt Pfähle aus der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts, die zu einer römischen Brücke oder Schifflände gehörten. Die genaue Deutung bleibt offen. Alemannische Gräber aus dem siebten Jahrhundert belegen eine weitere frühe Besiedlungsphase.

Auch zur ersten schriftlichen Nennung weichen die Quellen ab: Das HLS nennt 924 «Buoblinchon», die heutige Gemeindeseite 1250. Beide Angaben werden hier als unterschiedliche Quellenbefunde behandelt und nicht zu einem vermeintlichen Gründungsjahr verdichtet.

Das Amt Büblikon

Durch den Erwerb verschiedener Rechte wurde das Kloster Königsfelden 1348 Gerichtsherr und einflussreicher Grundherr. Das Amt Büblikon umfasste Büblikon, Wohlenschwil, Mägenwil und den Hof Eckwil. Diese Orte waren in der Pfarrei Wohlenschwil zusammengefasst.

Von 1415 bis 1798 gehörte das Amt zur gemeinsamen Herrschaft der Freien Ämter. Nach der Reformation nahm der reformierte Berner Hofmeister als Rechtsnachfolger Königsfeldens grundherrliche und niedergerichtliche Aufgaben in einem katholisch gebliebenen Amt wahr. Diese konfessionell unterschiedliche Verwaltung ist ein besonderer Teil der Ortsgeschichte.

Moräne und Flussübergang

Die Endmoräne bildet den landschaftlichen Rahmen der Siedlung. Die Gemeindebeschreibung erläutert das langgezogene Siedlungsband von Wohlenschwil und Büblikon entlang dieses Geländerückens.

Das Foto zeigt die Reussbrücke bei Büblikon zwischen Wohlenschwil und Mellingen. Sie ist ein heutiger Bezug zum Flussraum; sie darf nicht mit dem archäologischen Befund des römischen Übergangs gleichgesetzt werden.

Heute Teil von Wohlenschwil

1906 vereinigten sich die beiden früheren Gemeinden. Schulen und öffentliche Dienstleistungen gehören heute zum gemeinsamen Rahmen. Die Schule Mellingen-Wohlenschwil informiert über Unterricht und Standorte.

Der Gemeindeartikel Wohlenschwil beschreibt die gemeinsame Gemeinde und ihre Kulturangebote. Büblikon ergänzt ihn um die frühe Reussgeschichte, das ehemalige Amt und die Stellung am Moränenfuss.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.