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Büttikon

Büttikon über dem Bünztal: ländlicher Dorfkern, St. Nikolaus-Kapelle, Koch-Haus und eine kleine Schule mit Mehrjahrgangsklassen.

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Büttikon vor einem bewaldeten Höhenzug mit Feldern im Vordergrund
Büttikon und seine Umgebung, März 2010. Foto: Voyager · CC BY-SA 3.0.

Büttikon liegt auf einer Anhöhe am Rand des Bünztals, zwischen Ausläufern des Lindenbergs. Die kleine Gemeinde im Bezirk Bremgarten hat ihren ländlichen Dorfkern bewahrt und sich zugleich als Wohnort entwickelt. Zu ihren markanten Gebäuden gehören die St. Nikolaus-Kapelle und das Koch-Haus; die Schule und örtliche Vereine tragen zum heutigen Dorfleben bei.

Büttikon auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Bremgarten
Bevölkerung1’140 am 30. Juni 2026
Ständige Wohnbevölkerung gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik
LageRund 500 m ü. M., am Rand des Bünztals
Postleitzahl5619
GemeindeverwaltungBollstrasse 100
Offizielle Websitebuettikon.ch
BFS-Nr.4064

Über dem Bünztal

Die Gemeinde beschreibt Büttikon als Dorf auf einer sonnigen Anhöhe mit Blick ins Bünztal. Landwirtschaftliche Flächen und Wald bilden die Umgebung des Siedlungsgebiets. Der Standort liegt abseits der grossen Durchgangsachsen, bleibt aber über die Region mit den Verkehrsnetzen verbunden.

Für einen ersten Besuch lässt sich der Dorfkern mit einem Spaziergang an seinen Rand verbinden. Das ist eine eigene Orientierungsidee ohne vorgegebene Länge. Wer weiter in Richtung Lindenberg oder Bünztal unterwegs sein möchte, sollte Wegverlauf und Höhenunterschiede auf einer aktuellen Karte prüfen. Der Ortsname Büttikon bezeichnet hier die Aargauer Gemeinde; Buttikon im Kanton Schwyz ist ein anderer Ort.

Kapelle und Koch-Haus im Ortsbild

Die St. Nikolaus-Kapelle stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Eine Kapelle ist schon für 1366/67 überliefert. Die heutige Anlage steht damit in einer älteren religiösen Tradition des Dorfes. Der Kapellenverein Büttikon, gegründet 1949, kümmert sich um ihren Unterhalt.

Der Verein nennt neben Gottesdiensten auch Trauungen, Konzerte und Lesungen als Nutzungsmöglichkeiten. Für einen Anlass wird direkt mit ihm Kontakt aufgenommen. Sein Jahresprogramm gibt Auskunft über die Veranstaltungen; daraus folgt keine täglich garantierte Öffnung des Innenraums.

Eingangsseite der St. Nikolaus-Kapelle in Büttikon
St. Nikolaus-Kapelle in Büttikon, Februar 2010. Foto: Lutz Fischer-Lamprecht · CC BY-SA 4.0.

Das Koch-Haus fällt durch sein grosses Dach und die hölzerne Giebelfassade auf. Es ist ein anschauliches Motiv des Dorfkerns. Die Aufnahme zeigt ein Gebäude im Ort, ohne einen frei zugänglichen Museumsbetrieb oder eine bestimmte heutige Nutzung zu behaupten. Zusammen mit der Kapelle macht es sichtbar, dass der historische Baubestand neben den neueren Wohngebieten erhalten ist.

Koch-Haus mit grossem Ziegeldach und hölzerner Giebelfassade
Koch-Haus in Büttikon, März 2010. Foto: Voyager · CC BY-SA 3.0.

Ein Dorfname und ein Rittergeschlecht

Das Historische Lexikon der Schweiz führt für Büttikon die Nennung «Putinchova» von 924 an. Die Gemeinde nennt auf ihrer Geschichtsseite eine frühere Datierung von 893. Für die Einordnung genügt hier der gesicherte mittelalterliche Zusammenhang: Nach dem Ort benannte sich ein Dienstleutegeschlecht, dessen Zweige später auch andernorts Besitz und Burgen hatten.

Die örtliche Stammburg ist verschwunden. Andere mit der Familie verbundene Burgen liegen ausserhalb Büttikons und sollten nicht als Sehenswürdigkeiten im Dorf dargestellt werden. Um 1260 gehörte Büttikon zum habsburgischen Amt Lenzburg. Nach 1415 wurde es dem Amt Villmergen in den Freien Ämtern zugeteilt; 1798 bis 1803 gehörte es zum kurzlebigen Kanton Baden.

Landwirtschaft war lange die wichtigste Erwerbsgrundlage. Hinzu kamen unter anderem eine Ziegelei und im 18. Jahrhundert die Strohflechterei. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts setzte eine stärkere Bautätigkeit ein. Der Wandel zum Wohnort hat den ländlichen Rahmen verändert, ohne ihn vollständig zu verdrängen.

Hinterbach zwischen Bäumen und Wiesen in Büttikon
Hinterbach in Büttikon, Aufnahme von 2023. Foto: Arkelin · CC BY-SA 4.0.

Eine kleine Schule im Grünen

Die Schule Büttikon führt Kindergarten und Primarschule. Ihr aktuelles Porträt beschreibt drei Kindergartenabteilungen, eine erste Klasse und vier Mehrjahrgangsklassen. Der jahrgangsübergreifende Unterricht ist damit ein konkreter Bestandteil des Schulalltags.

Für die Oberstufe verweist die Schulwebsite auf die Schule Wohlen. Familien sollten den Übertritt und den zuständigen Standort mit der Schulleitung klären. Die kommunalen Bildungsangebote sind so in das regionale Schulnetz eingebunden, während die jüngeren Kinder ihre Dorfschule vor Ort haben.

Betreuung mit klaren Wochentagen

Die Tagesstrukturen Büttikon betreuen Kinder ab Kindergarten bis zum Ende der Primarschule im Schulhaus Boll. Der Mittagstisch findet am Montag, Dienstag und Donnerstag statt. Nachmittagsbetreuung wird am Montag und Dienstag angeboten.

Während Schulferien, schulfreien Tagen und örtlichen Feiertagen besteht dieses Angebot in Büttikon nicht. Für Ferienbetreuung verweist die Gemeinde auf die Tagesstrukturen Wohlen. Anmeldungen sind für ein Semester verbindlich. Eine Familie sollte deshalb mit den tatsächlich verfügbaren Modulen planen; ein durchgehendes Angebot an allen fünf Schultagen wäre hier eine falsche Annahme.

Vereine und gemeinsames Dorfleben

In der kommunalen Vereinsliste finden sich unter anderem DorfLäbe5619, der Turnverein, der Kapellenverein und die Marktfreunde Büttikon-Uezwil. Letztere machen die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenze hinweg sichtbar. Für aktuelle Anlässe und Kontakte ist die Gemeindewebsite der passende Ausgangspunkt.

Bei der Anreise sollten die Verbindung zur gewünschten Haltestelle und die Rückfahrt im aktuellen Fahrplan geprüft werden. Die Karte ordnet Büttikon zwischen Bünztal, Wohlen und Lindenberg ein.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 1. Oktober 2026. Bevölkerungsstand: 30. Juni 2026, kantonale ständige Wohnbevölkerung. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.