Cheyres
Cheyres am Neuenburgersee: Weinberge, alter Dorfkern mit Vogteischloss, Sandstrand und drei Häfen unterhalb der Bahnlinie.
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Zwischen dem steilen Rebhang und dem Neuenburgersee zieht sich Cheyres als langes Dorfband hin. Oberhalb der Bahnlinie liegen die älteren Häuser, die Kirche und das Vogteischloss; zum See hin folgen Hafen- und Freizeitflächen. Cheyres bildet seit 2017 zusammen mit Châbles die Gemeinde Cheyres-Châbles.
Steckbrief
| Ort | Cheyres |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Cheyres-Châbles |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · District de la Broye |
| Ortssprache | Französisch |
Der alte Kern unter den Reben
Der historische Siedlungskern erstreckt sich über fast 700 Meter. Im mittleren Teil führen zwei kompakte Häuserreihen zur Kirche und zum Schloss. Zusammengebaute Höfe des 18. und 19. Jahrhunderts sowie Tor- und Fensterfassungen aus Muschelsandstein bestimmen das Strassenbild.
Der kantonale Ortsbildbericht stuft Cheyres als Ort von regionaler Bedeutung ein. Er unterscheidet den alten Kern von den späteren Wohn- und Ferienhausgebieten. Das Foto vom Chemin Neuf zeigt den Zusammenhang von Reben, Dorf und See im Jahr 2006.
Vogteischloss und Saint-Nicolas
Das heutige Vogteischloss wurde 1773–1774 von Johann Popleter errichtet. Seine Hauptfassade besitzt einen Mittelrisalit mit dem Freiburger Staatswappen im Giebel. Nach dem Ende der Vogteizeit diente der Bau zeitweise als Pfarrhaus; heute ist er in Privatbesitz.
Die Kirche Saint-Nicolas trägt die Jahreszahl 1749. Ihr Architekt war der Augustinerprior Nebridius Zyra. Kirche, Schloss, Brunnen und Linde gehören zu den markanten Punkten des Dorfkerns.
Ein redaktioneller Vorschlag ist, diese Bauten beim Spaziergang entlang der öffentlichen Dorfstrasse zu betrachten. Das Schloss ist kein regulär zugängliches Museum.
Sand, Wiese und Freizeit am Wasser
Die Strandinformation der Tourismusorganisation nennt Sandstrand, schattige Wiese und einen schwimmenden Steg. Dazu kommen Spielplatz, Beachvolleyball und Picknickmöglichkeiten. Vom Bahnhof führt die Route du Port ans Wasser.
Der grosse Hafen und die kleineren Häfen Pointus und Safari liegen alle in Cheyres. Die Gemeindeseite zu den Häfen enthält die aktuellen Angaben für Bootsfahrende und zur Platzvergabe. Der Uferbereich liegt unmittelbar an den Naturflächen der Grande Cariçaie; markierte Wege und örtliche Abgrenzungen geben die zugänglichen Bereiche vor.
Weinort und Verkehrsknoten am See
Cheyres ist 1230 als Cheres belegt. Die kleine Herrschaft umfasste zeitweise auch Bollion und Seiry. Freiburg erwarb sie 1704 und machte Cheyres zum Sitz einer Vogtei.
Um 1850 spielte der Weinbau eine grosse Rolle. Später kamen Getreidebau, Obstbau und weitere landwirtschaftliche Nutzungen hinzu. Die 1877 eröffnete Bahnverbindung und die touristische Entwicklung seit den 1960er-Jahren veränderten den Ort erneut.
Gemeinde- und Schulalltag
Die Gemeindeverwaltung sitzt an der Rue de la Gare 12. Die Primarschule verteilt sich auf drei Gebäude in Cheyres und Châbles; den Schülertransport organisiert die Gemeinde.
Die schulergänzende Betreuung nutzt mehrere Räume in Cheyres, darunter den Pavillon beim Schulhaus und die Annexe L’Etourneau an der Rue de la Gare. Aktuelle Zuteilungen und Anmeldungen sind über die Gemeindeseite erreichbar.
Karte
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Weitere Orte und Hintergründe: Cheyres-Châbles · Kanton Freiburg.
Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.