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# Collonge-Bellerive
- URL: https://www.schweiz.wiki/collonge-bellerive-ge/
- Published: 2026-10-07T12:54:25.000Z
- Updated: 2026-10-07T12:54:25.000Z
- Description: Collonge-Bellerive am Léman: Collonge, Vésenaz, Saint-Maurice und die Pfahlbaufundstellen. Mit Foto, Karte, Geschichte und Gemeindedaten.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Genf, #Import 2026-10-07 11:57

Collonge-Bellerive verbindet am linken Ufer des Genfersees mehrere sehr unterschiedliche Orte. In Vésenaz konzentrieren sich Geschäfte und Verkehrsverbindungen, Collonge bewahrt einen dörflichen Kern, und Saint-Maurice liegt zwischen Feldern und Reben oberhalb des Wassers. Dazu kommen die Savonnière als Badeplatz und die geschützte Uferlandschaft der Pointe à la Bise. Die Gemeinde erschliesst sich deshalb am besten als Zusammenspiel von See, Dörfern und offenem Hinterland.

## Collonge-Bellerive auf einen Blick

| Kanton          | Genf (GE)                                                                 |
| --------------- | ------------------------------------------------------------------------- |
| Sprache         | Französisch                                                               |
| Gemeindetyp     | Politische Gemeinde                                                       |
| BFS-Nummer      | 6616                                                                      |
| Wohnbevölkerung | 8’642 (30\. Juni 2026; kantonale Statistik)                               |
| Fläche ohne See | 6,12 km²                                                                  |
| Website         | [Collonge-Bellerive](https://www.collonge-bellerive.ch/?ref=schweiz.wiki) |

## Zwischen Vésenaz und den Höhen von Saint-Maurice

Die Gemeinde liegt nordöstlich der Stadt Genf an den Verbindungen Richtung Hermance und Thonon. Neben Collonge, Vésenaz und Saint-Maurice gehören weitere Siedlungsbereiche wie Bellerive, La Capite und La Repentance zum örtlichen Gefüge. Der Gemeindename bezeichnet somit mehr als ein einzelnes Dorf. Je nachdem, ob man zum See, zu einem Geschäft oder zu einer Veranstaltung unterwegs ist, liegt das Ziel in einem anderen Teil des Gemeindegebiets.

Zur Wohnlandschaft mit Gärten und Villen kommen landwirtschaftliche Flächen sowie Arbeitsplätze im Gebiet La Pallanterie. Diese Mischung erklärt den Wechsel zwischen stärker bebauten Strassen und offenen Abschnitten. Für einen ersten Überblick lohnt sich der Blick auf die Karte: Die Uferlinie, die Verbindung über Vésenaz und die höher gelegenen Weiler bilden die wichtigsten Orientierungspunkte.

[Grössere Karte öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.252876&mlon=6.202641&ref=schweiz.wiki#map=14/46.252876/6.202641) · © [OpenStreetMap-Mitwirkende](https://www.openstreetmap.org/copyright?ref=schweiz.wiki)

## Naturbeobachtung an der Pointe à la Bise

An der Pointe à la Bise liegt eines der wenigen erhaltenen naturnahen Ufer des Petit Lac. Die von Pro Natura betreute Reserve schützt insbesondere einen bedeutenden Schilfgürtel. Im Naturzentrum lässt sich nachvollziehen, wie Röhricht, Teiche und flaches Seewasser zusammenwirken. Ein Lehrpfad und ein Beobachtungsturm ermöglichen Einblicke in die Tierwelt, ohne die empfindlichen Lebensräume betreten zu müssen.

Das Zentrum bietet Führungen, Schulangebote und Ferienaktivitäten an. Für einen individuellen Besuch gelten saisonale Öffnungszeiten; der Zugang ist deshalb vorab auf der Betreiberseite zu prüfen. Wer vor allem baden möchte, wählt die dafür vorgesehenen öffentlichen Strandbereiche, etwa die Savonnière. Naturschutzgebiet und Badeplatz erfüllen unterschiedliche Aufgaben und lassen sich als getrennte Ziele eines Aufenthalts einplanen.

## Spuren am Seegrund und ein ehemaliges Zollschloss

Die Besiedlungsgeschichte reicht weit vor die schriftliche Erwähnung von Collonge im Jahr 1153 zurück. Bei Bellerive wurden prähistorische Ufersiedlungen nachgewiesen. Der spätbronzezeitliche Fundplatz Bellerive I gehört zu den Schweizer Bestandteilen des UNESCO-Welterbes der prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen. Die Bedeutung liegt in den archäologischen Überresten im See; es handelt sich nicht um ein frei begehbares Pfahlbaudorf.

Das Château de Bellerive entstand 1668 bis 1672 und diente bis 1792 als Salzlager und Zollstation. Damit erinnert es an die frühere wirtschaftliche und politische Rolle des Seeufers. Die Dörfer wurden 1792 zu einer Gemeinde vereinigt; 1816 gelangten sie zum Kanton Genf. Für den heutigen Blick auf die Geschichte sind auch der Kern von Collonge und die Kirche Saint-Léger wichtige Anhaltspunkte.

## Musik in der Ferme Saint-Maurice

Die Ferme Saint-Maurice ist eng mit dem Bellerive Festival verbunden. Das 1985 gegründete Festival findet seit 1999 an diesem Ort oberhalb des Sees statt. Die Verbindung von Musik, einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen und der Landschaft zwischen Reben und Wasser gibt dem Anlass einen eigenen Charakter. Konzerttermine und Eintritt richten sich nach dem jeweiligen Festivalprogramm.

Ein weiterer kultureller Anlaufpunkt ist das Zentrum L’épicentre, dessen Saisonprogramm die Gemeinde direkt verlinkt. Dadurch stehen neben dem sommerlichen Festival auch Veranstaltungen im laufenden Jahr zur Auswahl. Als eigene Ausflugsidee lassen sich ein Aufenthalt am See und ein Konzertbesuch verbinden; die Wahl des Uferabschnitts und der Rückfahrt sollte sich nach dem tatsächlichen Veranstaltungsort richten.

## Kinder, Vereine und der örtliche Alltag

Für Familien bündelt die Gemeinde Informationen zu Schulen, Krippen, Kindergärten und ausserschulischer Betreuung. Die Schulstandorte und Angebote sind über verschiedene Ortsteile verteilt. Bei einem Zuzug ist deshalb die konkrete Wohnadresse der sinnvollste Ausgangspunkt für Fragen zu Einschulung, Betreuung und täglichem Weg. Die Gemeindeverwaltung stellt die zuständigen Kontakte sowie praktische Unterlagen bereit.

Sportvereine, Jugendangebote und Quartiervereinigungen ergänzen das öffentliche Leben. Auf der Gemeindewebsite sind sie nach Tätigkeitsfeldern erschlossen. Das hilft sowohl bei der Suche nach einem regelmässigen Hobby als auch bei der Kontaktaufnahme im neuen Wohnumfeld. Die lokale Versorgung und das Gewerbe in Vésenaz bilden daneben einen wichtigen Gegenpol zu den ruhigeren Wohnlagen und landwirtschaftlichen Bereichen.

## Anreise passend zum Ortsteil planen

Die Buslinien verbinden Collonge-Bellerive mit der Genfer Innenstadt und den benachbarten Gemeinden. Die Linie 38 ermöglicht den Anschluss an den Léman Express in Chêne-Bourg. Für das Naturzentrum nennt Pro Natura die Haltestellen La Bise und Pointe à la Bise. Ein Ziel wie Vésenaz-Village ist dagegen für Besorgungen im Zentrum des Ortsteils geeigneter.

Am nahen Hafen von Corsier besteht zudem eine Schiffsverbindung nach Bellevue. Dieser Anleger liegt in der Nachbargemeinde und sollte bei der Planung entsprechend berücksichtigt werden. Fahrpläne und saisonale Angebote veröffentlicht die Gemeinde über die Verkehrsunternehmen. Wer mehrere Teilorte besuchen möchte, kann Busfahrten mit kürzeren Fusswegen kombinieren und so Seeufer, Dorfkerne und Kulturlandschaft nacheinander kennenlernen.

Quellen und weiterführende Informationen
- [Offizielle Gemeindewebsite](https://www.collonge-bellerive.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon der Schweiz](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002898/?ref=schweiz.wiki)
- [OCSTAT – Gemeindeporträt](https://statistique.ge.ch/communes/apercu.asp?commune=16&ref=schweiz.wiki)
- [OCSTAT – Wohnbevölkerung am 30\. Juni 2026](https://statistique.ge.ch/tel/domaines/01/01%5F01/T%5F01%5F01%5F5%5F01%5F2026.xlsx?ref=schweiz.wiki)
- [Naturzentrum Pointe à la Bise](https://www.pronatura-ge.ch/fr/centre-nature-pointe-a-la-bise?ref=schweiz.wiki)
- [Bellerive Festival – Geschichte und Veranstaltungsort](https://bellerive-festival.ch/a-propos.html?ref=schweiz.wiki)
- [Gemeinde – öffentliche Verkehrsmittel](https://www.collonge-bellerive.ch/transportspublics?ref=schweiz.wiki)
- [L’épicentre – Kulturprogramm](https://www.epicentre.ch/?ref=schweiz.wiki)

Quellen geprüft am 7\. Oktober 2026\. Die kantonale Wohnbevölkerung umfasst Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz im Kanton; sie entspricht nicht der engeren BFS-Definition der ständigen Wohnbevölkerung.