Corgémont
Corgémont im Berner Jura: Doyen Morel und Werner Renfer, Kirche Saint-Valier, Suze, Schulen des Bas-Vallon, Kita und schulergänzende Betreuung.
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Corgémont liegt an der Suze im französischsprachigen Berner Jura. Im alten Dorf stehen die Höfe quer zur Talrichtung; an der Hauptstrasse erinnert eine Bronzebüste an den Doyen Morel. Die Kirche Saint-Valier und das Geburtshaus des Dichters Werner Renfer machen den Ort zu einem lohnenden Halt zwischen Biel und Saint-Imier.
Corgémont auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Jura bernois |
|---|---|
| Bevölkerung | 1’801 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 17.67 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026 |
| Lage | Dorf 663 m ü. M. |
| BFS-Nummer | 431 |
| Offizielle Website | Gemeinde Corgémont |
Ein Dorf zwischen Talboden und Jurahängen
Die politische Gemeinde gehört zum Verwaltungskreis Jura bernois. Die Suze, auf Deutsch Schüss, durchfliesst den Talboden. Die Gemeinde nennt für das Dorf 663 Meter über Meer; das gesamte Gemeindegebiet umfasst auch Landwirtschaftsflächen und bewaldete Hänge.
Südlich der Bahnlinie liegt der ältere Siedlungskern. Seine Höfe sind gleichgerichtet und bilden eine Siedlung quer zur Talachse. Demgegenüber zeigt das Titelbild die Häuserzeile an der heutigen Hauptstrasse. Diese beiden Ansichten erzählen unterschiedliche Seiten der Dorfentwicklung.
Doyen Morel und Werner Renfer
Die Maison Morel am Rand der Bahnlinie wurde 1728 erbaut. Das stattliche Haus war Wohnsitz des Pfarrers Charles-Ferdinand Morel, der von 1772 bis 1848 lebte. Seine Arbeit verband Seelsorge mit Landwirtschaft und sozialen Anliegen.

An ihn erinnert die 1865 von Raphaël Christen geschaffene Bronzebüste. Gleich daneben liegt das Geburtshaus Werner Renfers. Der Schriftsteller lebte von 1898 bis 1936; eine Gedenkinschrift weist auf seine Verbindung zu Corgémont hin. Das Haus selbst stammt aus 1813. Die kommunale Übersicht der Sehenswürdigkeiten hilft beim Einordnen dieser Gebäude.
Saint-Valier über dem Dorf
Die reformierte Kirche Saint-Valier erhielt 1766 ihre heutige Gestalt am Standort eines älteren Gotteshauses. Ihr schlanker Turm und das helle Kirchenschiff sind auf der Aufnahme von September 2018 gut erkennbar.

Die Gemeinde hebt auch die Glasfenster mit biblischen Motiven hervor. Für den Zugang zum Innenraum sind Gottesdienste oder die zuständige Kirchgemeinde massgeblich. Die Dorfhäuser und die Morel-Büste lassen sich dagegen von öffentlichen Strassen betrachten.
Vom Erguël zur Industrie im Tal
1178 ist der Name «Coriamont» belegt. Das Dorf gehörte zur Herrschaft Erguël des Fürstbistums Basel; seit 1815 gehört es zum Kanton Bern. Die frühe Namensnennung bezeichnet keine belegte Gründung.
Handwerk und später Uhrenherstellung ergänzten die Landwirtschaft. Die Wasserkraft der Suze spielte bei der Industrialisierung eine Rolle. Die 1874 eröffnete Bahn verstärkte die Verbindung mit den übrigen Orten des Tals. Das Historische Lexikon ordnet diesen Wandel ein; seine früheren Bevölkerungszahlen werden nicht als heutige Statistik verwendet.
Arc-en-Ciel und Bas-Vallon
Das Schulhaus Arc-en-Ciel an der Rue des Collèges 12 ist der Standort für Kindergarten und Primarschule, die Jahre 1H bis 8H. Die Sekundarschule des Bas-Vallon an der Rue des Collèges 5 unterrichtet 9H bis 11H und nimmt Kinder aus mehreren Gemeinden des unteren Tals auf.
Die kommunale Schulübersicht führt die zuständigen Kontakte. Die älteren Ortsnamen Péry und La Heutte auf dieser Seite werden nicht als zwei heutige politische Gemeinden ausgegeben.
Kita und schulergänzende Betreuung
Die Maison de l’enfance «Les Ecureuils» betreut Kinder ab dem Ende des Mutterschaftsurlaubs bis zum Eintritt in 1H. Für Schulkinder besteht die Ecole à journée continue mit freiwilligen, kostenpflichtigen Modulen ausserhalb des Unterrichts.
Die EJC-Seite enthält aktuelle Unterlagen, aber auch eine Modultabelle mit der Überschrift 2025/26. Die tatsächlich verfügbaren Betreuungstage für 2026/27 sind deshalb direkt abzuklären.
Kultur und Alltag im Tal
Die Gemeinde übernimmt für in Corgémont wohnhafte Kinder das Jahresabonnement des Bibliobus. Auf ihrer Kulturseite verweist sie ausserdem auf die Zusammenarbeit mit Sonceboz, die jurassische Volkshochschule und regionale Musikangebote. Veranstaltungstermine stehen im jeweiligen Programm.
Als redaktioneller Vorschlag lässt sich ein Dorfbesuch vom Bahnhof aus mit Kirche, Morel-Büste und der älteren Siedlung südlich der Gleise verbinden. Der aktuelle Fahrplan ist für die Anreise entscheidend. BFS STATPOP zählt 1’801 Personen am 31. Dezember 2025; das kommunale Register nennt 1’800 zum gleichen Datum.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- Gemeinde: aktuelle Information auf Französisch
- Dictionnaire historique de la Suisse: Ortsgeschichte auf Französisch
- Gemeinde: Ortsgeschichte
- Gemeinde: Einwohnerstatistik
- Gemeinde: Kindergarten und Primarschule
- Gemeinde: Maison de l’enfance Les Ecureuils
- Gemeinde: Kultur
- Gemeinde: Gebiet und Kennzahlen
- Gemeinde: örtliche Sehenswürdigkeiten
- Gemeinde: Ecole secondaire du Bas-Vallon
- Gemeinde: schulergänzende Betreuung
- Kanton Bern/BFS: Bevölkerungsbilanz 2010–2025, STATPOP 2025
- BFS: Gemeindeflächen zum Gebietsstand 1. Januar 2026