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Cormérod

Cormérod: römisches Theseus-Mosaik, Saint-Antoine-l’Ermite und die bäuerliche Geschichte eines Dorfs von Misery-Courtion.

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Cormérod ist durch ein römisches Mosaik bekannt, das Theseus und den Minotaurus im Labyrinth zeigt. Es stammt aus einem bedeutenden Gutshof. Neben dieser antiken Geschichte stehen die Kapelle Saint-Antoine-l’Ermite und eine lange bäuerliche Nutzung. Seit 1997 gehört das Dorf zu Misery-Courtion.

Steckbrief

OrtCormérod
Heutige GemeindeMisery-Courtion
Kanton und BezirkFreiburg · Bezirk See / District du Lac
OrtsspracheFranzösisch

Theseus im Labyrinth

Das Mosaik wird in die erste Hälfte des 3. Jahrhunderts datiert. Es gehört zu den Funden eines römischen Gutshofs im Ortsraum. Die abgebildete Darstellung stammt aus einer Publikation von 1922 und ist ausdrücklich eine historische Reproduktion des Mosaiks, keine aktuelle Aufnahme einer frei zugänglichen Fundstelle.

Der archäologische Befund belegt die antike Nutzung. Eine heutige Ausstellung oder Öffnungszeit im Dorf ergibt sich daraus nicht; der Besuch des Fundorts wird nicht als eingerichtetes Museumsangebot angekündigt.

Historische Labyrinthabbildung des römischen Mosaiks von Cormérod mit Theseus und Minotaurus
Historische Reproduktion des Mosaiks von Cormérod in W. H. Matthews, Mazes and Labyrinths (1922), Abbildung 36. Keine aktuelle Aufnahme. Bildnachweis: Internet Archive Book Images; W. H. Matthews, Buchausgabe 1922 · Keine bekannten Urheberrechtsbeschränkungen (Flickr Commons). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Cormoral und Saint-Antoine-l’Ermite

1142 erscheint der Name Cormoral; die ältere deutsche Form lautet Kormerat. Im 13. Jahrhundert übertrugen die Herren von Englisberg Güter an Hauterive, weitere gelangten an das Freiburger Spital. Der Ort wurde schrittweise in die Alte Landschaft Freiburg eingebunden.

Spätestens seit der Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte Cormérod zur Pfarrei Courtion. Saint-Antoine-l’Ermite entstand Mitte des 17. Jahrhunderts. Eine Kapelle im Dorf bedeutete damit keinen eigenen Pfarrsitz.

Käse, Schule und gemeinsame Gemeinde

1830 entstand eine Käsereigenossenschaft, 1873 das Schulgebäude. Viehhaltung und Futterbau prägten die Erwerbsgrundlage. Diese historischen Einrichtungen werden nicht ohne aktuellen Beleg als heute tätige Betriebe oder Schulklassen geführt.

1997 fusionierten Cormérod, Cournillens, Courtion und Misery. Der heutige Schulstandort liegt in Courtion; die Verwaltung der Gesamtgemeinde befindet sich in Misery.

Karte

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Weitere Orte und Hintergründe: Misery-Courtion · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.