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Cormoret

Cormoret im Berner Jura: historische Höfe, Quellbereich La Dou und Brunnen, frühe Strassenbeleuchtung, Mont-Crosin und der heutige Schulverband.

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Älteres Bauernhaus in Cormoret mit weisser Fassade, steinernem Portal und hohem Dach
Bauernhaus im Dorf Cormoret, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Cormoret verbindet ein altes Bauerndorf an der Suze mit den Jurahöhen des Mont-Crosin. Steinbrunnen und grosse Hofgebäude erinnern an die ländliche Vergangenheit. Wasserkraft, Uhrenindustrie und die frühe elektrische Strassenbeleuchtung erzählen eine zweite Geschichte dieses kleinen Orts im Berner Jura.

Cormoret auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Jura bernois
Bevölkerung504 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Gemeindefläche13.48 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026
LageDorf im Tal der Suze; Gemeindegebiet bis Mont-Crosin
BFS-Nummer432
Offizielle WebsiteGemeinde Cormoret

Höfe und Wasser im Dorf

Cormoret gehört zum französischsprachigen Verwaltungskreis Jura bernois. Das amtliche Gemeindegebiet misst 13.48 km². Die Gemeinde nennt auf ihrer Porträtseite 13.43 km²; der Steckbrief verwendet den aktuellen BFS-Gebietsstand.

Die Aufnahme von September 2018 zeigt ein älteres Hofgebäude mit mächtigem Dach und steinernem Eingang. Trotz eines Brandes von 1795 sind im Dorf zahlreiche historische Bauernhäuser erhalten. Das Historische Lexikon beschreibt daneben frühere Wasserkraftanlagen, die später industriell genutzt wurden.

Langer steinerner Brunnentrog vor einer Stützmauer im Dorf Cormoret
Steinbrunnen in Cormoret, Januar 2023. Foto: Arkelin · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Der lange steinerne Brunnentrog ist ein weiteres Motiv im Dorf. Die Jahreszahl im Commons-Dateinamen wird nicht ohne zusätzliche Baugeschichte als gesichertes Alter übernommen. Das Foto dokumentiert den Brunnen im Januar 2023.

Quellwasser und frühere Energieversorgung

Fliessendes Wasser zwischen bemoosten Felsen und Bäumen bei La Dou in Cormoret
Quellbereich La Dou in Cormoret, Januar 2023. Foto: Arkelin · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Aufnahme aus dem Quellbereich La Dou zeigt fliessendes Wasser zwischen bemoosten Felsen. Sie macht die wasserreiche Umgebung anschaulich; eine öffentliche Besichtigungsanlage oder ein gesicherter Zugang wird daraus nicht abgeleitet.

1885 erhielt Cormoret elektrische Strassenbeleuchtung. Das Historische Lexikon bezeichnet das damalige Netz als das erste öffentliche elektrische Beleuchtungsnetz der Schweiz. Diese historische Aussage ist von der heutigen Stromversorgung und vom Windpark auf den Jurahöhen zu unterscheiden.

Mont-Crosin gehört zur Gemeinde

Die Gemeinde führt Cormoret Dorf und Mont-Crosin auch in ihren aktuellen Entsorgungsunterlagen als getrennte örtliche Bereiche. Wer auf der Höhe unterwegs ist, befindet sich in einer anderen Landschaft als unten bei der Suze: Weiden, Wald und Energieanlagen prägen das Bild.

Juvent betreibt den Windpark Mont-Crosin mit insgesamt 16 Anlagen. Der Betreiber beschreibt ihn als grössten Windpark der Schweiz. Diese Zahl betrifft den gesamten Park und wird nicht als Anzahl ausschliesslich auf Cormoreter Boden ausgegeben.

Als redaktioneller Vorschlag bietet sich an, einen Dorfbesuch mit einem gesondert geplanten Ausflug auf die Höhe zu verbinden. Die Gemeindegrenze, Zufahrt und erlaubten Wege sind dabei auf einer aktuellen Karte zu prüfen. Es wird keine unbelegte Gehzeit vom Bahnhof zum Windpark angegeben.

Erguël, Uhren und Bahnhof

Der Ortsname Cormoret ist 1178 belegt. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Herrschaft Erguël des Fürstbistums Basel. Die historische Verbindung mit Courtelary zeigt sich auch in der gemeinsamen Pfarrei.

Die Uhrenindustrie ergänzte im 19. Jahrhundert Landwirtschaft und Wasserkraftgewerbe. Laut Historischem Lexikon schloss die letzte Uhrenfabrik 1983. Der Bahnhof entstand 1890; dieses Datum wird nicht mit der früheren Eröffnung der Bahnlinie durch das Tal verwechselt.

Schulverband und Provisorien 2026–2028

Cormoret gehört mit Courtelary und Villeret zum Schulverband CoViCou. Die Renovation des Schulhauses Courtelary verändert seit dem Schulbeginn im August 2026 die Standorte. Nach dem kommunalen Bericht vom 21. August 2026 wird der Textilunterricht im Schulhaus Cormoret erteilt.

Die Sekundarschule ist während der Arbeiten östlich des Courtelaryer Schulhauses in Containern untergebracht. Weitere Primarklassen lernen in Räumen von Courtelary und Villeret. Für die Zuteilung eines einzelnen Kindes sind die aktuellen Informationen des Verbands massgeblich; die Provisorien sind bis Juli 2028 vorgesehen.

Gemeindedienste und heutige Zahlen

Die Verwaltung befindet sich an der Vieille Route 1. Die Gemeindeseite veröffentlicht Dienstleistungen, Formulare und aktuelle Mitteilungen. Für Mont-Crosin und das Dorf gibt es eigene Abfallkalender; Termine sind daraus zu entnehmen.

BFS STATPOP zählt 504 Personen am 31. Dezember 2025. Das kommunale Register nennt 499 zum selben Datum. Der Unterschied bleibt dokumentiert, statt die Reihen zu vermischen. Die Karte markiert das Dorf Cormoret im Tal, nicht den Pass Mont-Crosin.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.