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Cortébert

Cortébert an der Suze: ältere Bauernhäuser, Geschichte von Cortébert Watch, Dorfschule und Les Prés-de-Cortébert mit der eigenen Bergschule.

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Cortébert im Tal vor bewaldetem Jurahang, im Vordergrund Wiesen
Cortébert mit Talboden und Jurahang, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Cortébert liegt im Tal der Suze unterhalb bewaldeter Jurahänge. Alte Hofgebäude und die Geschichte der Uhrenmarke Cortébert stehen für zwei Entwicklungsphasen des Dorfs. Oben auf den Weiden liegt Les Prés-de-Cortébert mit einer eigenen Bergschule – ein wichtiger Ortsteil derselben politischen Gemeinde.

Cortébert auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Jura bernois
Bevölkerung675 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Gemeindefläche14.75 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026
LageBergschule Les Prés-de-Cortébert auf 1’140 m ü. M.
BFS-Nummer433
Offizielle WebsiteGemeinde Cortébert

Dorf an der Suze und Höfe auf der Höhe

Die französischsprachige Gemeinde gehört zum Verwaltungskreis Jura bernois. Das Titelbild von September 2018 zeigt den Siedlungsstreifen im Tal, Wiesen und den bewaldeten Gegenhang. Das politische Gebiet umfasst 14.75 km² und reicht weit über den Dorfkern hinaus.

Zu den historischen Hofstandorten auf den Höhen zählen La Bise und Mont Envers. Die Gemeindechronik nennt für sie 1686 beziehungsweise 1722. Les Prés-de-Cortébert ist als eigener örtlicher Bereich zu unterscheiden; seine postalische Adresse Courtelary macht ihn nicht zu einem Ortsteil der politischen Gemeinde Courtelary.

Steinerne Zeugnisse im alten Dorf

Älteres Bauernhaus mit weisser Giebelfassade, steinernem Tor und Fensterläden
Auf Commons als Bauernhaus von 1677 bezeichnetes Gebäude in Cortébert, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Der ältere Dorfkern besitzt Höfe mit steinernen Portalen und grossen Dächern. Die Chronik nennt datierte Eingänge aus dem 17. Jahrhundert. Das hier gezeigte Haus wird auf Commons als Bauernhaus von 1677 bezeichnet; die Aufnahme stammt aus September 2018.

Als redaktioneller Vorschlag lässt sich ein Rundgang auf öffentlichen Strassen durch den älteren Kern mit einem Blick zum Talboden verbinden. Private Höfe sind keine allgemein zugänglichen Museumsbauten. Das Bild zeigt die äussere Architektur, nicht eine zugesicherte Innenbesichtigung.

Cortébert Watch und die Veränderung des Dorfs

Die Uhrenmanufaktur Raiguel Juillard & Cie eröffnete 1865 und wurde später als Cortébert Watch bekannt. Sie veränderte Arbeit und Bebauung des bis dahin überwiegend landwirtschaftlich und handwerklich geprägten Orts.

Neue Wohnhäuser, Schule und Bahnstation begleiteten den Aufschwung. Seit 1874 war das Dorf an die Bahnlinie angeschlossen. Die Krisen der Uhrenbranche führten schliesslich 1962 zur Schliessung von Cortébert Watch. Der historische Markenname ist damit kein Nachweis für eine heute hier produzierende Fabrik.

Die kommunale Geschichte beschreibt die spätere Umnutzung des Fabrikgebäudes zu Wohnungen und die Entwicklung eines Gewerbegebiets westlich des Dorfs. Den aktuellen Bestand einzelner Betriebe veröffentlicht die Gemeinde; aus der Chronik werden keine heutigen Öffnungszeiten oder Arbeitsplätze abgeleitet.

Eine frühe Namensnennung und verlorene Archive

1178 erscheint der Ort als «Cortaibert». Er gehörte zur Herrschaft Erguël im Fürstbistum Basel und kirchlich zu Corgémont. Seit 1815 gehört das Gebiet zum Kanton Bern.

1959 zerstörte ein Brand das grosse Schulhaus von 1872 und die darin aufbewahrten Gemeindeakten. Dieser Verlust erklärt, weshalb die ältere Ortsgeschichte auf weitere überlieferte Dokumente angewiesen ist. Die Gemeindechronik stellt Landwirtschaft und Industriegeschichte zusammen.

Eine kleine Dorfschule

Langer heller Schul- und Verwaltungsbau in Cortébert mit befestigtem Vorplatz
Schul- und Verwaltungsgebäude in Cortébert, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die heutige Primarschule Cortébert beschreibt eine Kindergartenklasse für 1H und 2H sowie zwei altersgemischte Klassen für 3H–5H und 6H–8H. Das Schulgebäude wurde 2010 erweitert und renoviert. Die Aufnahme von 2018 zeigt den Gebäudekomplex von aussen.

Für die Sekundarstufe verweist die Gemeinde auf die Ecole secondaire du Bas-Vallon in Corgémont. Die konkrete Einteilung ist bei der Schule abzuklären. Unterricht im Dorf und Unterricht auf der Höhe sind verschiedene Angebote.

Les Prés-de-Cortébert

Die Bergschule liegt nach kommunaler Angabe auf 1’140 Metern auf den Weiden der Burgergemeinde Cortébert. Eine gemeinsame Klasse vereint dort die Jahre 3H bis 11H. Damit umfasst sie Primarstufe und Sekundarstufe I.

Ein Verband mehrerer Gemeinden trägt die Schule. Die Standortseite enthält die zuständigen Kontakte. Ihre Liste nennt teils frühere Gemeindenamen wie Diesse; diese werden hier nicht als aktuelles Gemeindeverzeichnis übernommen.

Betreuung und Dorfleben

Die Gemeinde beschreibt eine Ecole à journée continue mit Mittags- und Nachmittagsmodulen. Die veröffentlichte Modultabelle trägt jedoch den Stand 2024/25. Verfügbare Tage, Plätze und Anmeldung für 2026/27 müssen deshalb direkt beim Angebot geprüft werden.

Die Gemeinde nennt Landwirtschaft, Käserei und örtliche Dienstleistungen als Teile des Dorfalltags. Ihre aktuelle Website ist der Einstieg für Kontakte und Mitteilungen. Der Bahnhof dient als Zugang zum Tal; für Abfahrten und Anschlüsse gilt der aktuelle Fahrplan. BFS STATPOP zählt 675 Personen am 31. Dezember 2025.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.