Elfingen
Elfingen im Böztal: Dorf in der Juramulde, ehemaliger Fronhof und früheres kirchliches Zentrum.
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Elfingen liegt in einer Mulde des Tafeljuras etwas abseits der grossen Bözbergstrasse. Das kleine Dorf war einst kirchlicher und grundherrschaftlicher Mittelpunkt seiner Umgebung. Heute gehört es zur Gemeinde Böztal und bewahrt einen Dorfkern zwischen Feldern, Obstbäumen und bewaldeten Hügeln.
Elfingen auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Laufenburg |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Böztal |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Gemeindezugehörigkeit | Seit 1. Januar 2022 Böztal |
| Historische Nennung | 1245 «Eolfingen» |
| Historische Rolle | Fronhof und früherer Pfarreiort |
Ein Dorf in der Juramulde
Elfingen unterscheidet sich räumlich von den Dörfern an der Durchgangsstrasse. Es liegt in einer Mulde des Tafeljuras und ist von Kulturland und Hügeln umgeben. Wohnhäuser und frühere Wirtschaftsgebäude bilden einen eigenen Dorfkern. Das Titelbild zeigt einen Strassenraum im Februar 2009.
Seit 2022 ist Elfingen eines der vier Dörfer von Böztal. Bözen, Effingen und Hornussen gehören zur selben Gemeinde. Die gemeinsame Verwaltung befindet sich in Hornussen; Ortsname, Strassennamen und Postleitzahlen blieben durch den Zusammenschluss erhalten.
Der Fronhof und die alte Pfarrei
Elfingen war ein Fronhof des Klosters Murbach und später der Habsburger. Der Ort bildete damit ein Verwaltungszentrum seiner Umgebung.
Auch kirchlich war Elfingen ein Zentrum. Die romanische, dem heiligen Leodegar geweihte Pfarrkirche wurde im 16. Jahrhundert abgetragen. Der Pfarreimittelpunkt verlagerte sich nach Bözen. Die frühere Kirchgemeinde umfasste mehrere Nachbarorte; diese historische Ausdehnung ist nicht mit den heutigen Gemeindegrenzen gleichzusetzen.
Das Pfarrhaus stand noch bis 1824 in Elfingen. Erst danach lag auch dieser Teil des kirchlichen Zentrums in Bözen. Eine historische Pfarrkirche kann man im heutigen Elfinger Dorfkern deshalb nicht mehr besichtigen.
Von der früheren Gemeinde zur gemeinsamen Verwaltung
Das Bild des früheren Gemeindehauses dokumentiert die eigenständige Gemeindezeit. Für heutige kommunale Anliegen ist Böztal zuständig. Die Fusion trat am 1. Januar 2022 in Kraft und brachte die neue Gemeinde zum Bezirk Laufenburg.

Die erste schriftliche Nennung von 1245 ist kein Gründungsdatum. Alemannische Gräber belegen eine ältere Besiedlung.
Landwirtschaft und Landschaft
Viehzucht, Acker-, Obst- und Rebbau prägten den Erwerb. Ab dem 18. Jahrhundert kam Baumwollverarbeitung in Heimarbeit dazu. Zwischen 1932 und 1947 wurden die landwirtschaftlichen Flächen durch eine Güterregulierung neu geordnet.
Das Landschaftsbild zwischen Elfingen und Bözen zeigt die offene bäuerliche Umgebung. Als redaktioneller Vorschlag lässt sich der Dorfbesuch mit einem Weg auf den ausgeschilderten Routen verbinden. Landwirtschaftliche Flächen sind bewirtschafteter Lebens- und Arbeitsraum.

Schule und Anreise
Eine Schule in Elfingen ist spätestens seit 1720 belegt. Heute besuchen die Kinder den Kindergarten in Bözen; auch der Primarschulstandort Bözen unterrichtet die Elfinger Kinder. Schulorganisation und Anmeldung laufen über die Schulen Böztal.
Für die Anreise ist Elfingen das konkrete Dorfziel. Die Gemeinde Böztal umfasst mehrere räumlich getrennte Orte. Verbindungen und passende Haltestellen lassen sich im aktuellen Fahrplan prüfen.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.