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Erlach

Erlach am Bielersee: Altstadt, Schloss und Schulheim, Kirche St. Ulrich, Heidenweg, Jolimont, Primarschule, Oberstufe und Kinderhaus.

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Altstadtgasse von Erlach mit historischen Häusern und Blick zum Bielersee
Altstadt von Erlach mit Blick zum Bielersee, April 2017. Foto: JoachimKohler-HB · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Erlach verbindet einen mittelalterlichen Stadtkern mit dem Bielersee und dem Heidenweg. Über der Altstadt steht das Schloss; darunter folgen Markt und Vorstadt. Das Städtchen ist Ausgangspunkt zur St. Petersinsel und besitzt zugleich einen eigenständigen Schul- und Wohnalltag.

Erlach auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Seeland
Bevölkerung1’393 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Gemeindefläche3.55 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026
LageAm Bielersee, am östlichen Ausläufer des Jolimonts
BFS-Nummer492
Offizielle WebsiteGemeinde Erlach

Altstadt, Markt und Vorstadt

Die Bebauung staffelt sich am Ausläufer des Jolimonts: oben das Schloss und die Altstadt, darunter der Markt, weiter in der Ebene die Vorstadt. Der frühere Sunkort ist der Bereich bei der Kirche. Zur Gemeinde gehört ausserdem eine Waldexklave am Jolimont.

Der französische Name lautet Cerlier. Mittelalterliche Belege nennen Erilacho 1185 und Cellie 1274. Stadtrechte, Rebbau, Fischerei und die Lage am See prägten Erlach; die beiden Juragewässerkorrektionen veränderten später die Uferlandschaft.

Das Titelbild vom April 2017 blickt durch eine Altstadtgasse zum Bielersee. Es zeigt, wie nahe der historische Stadtraum und das Wasser beieinanderliegen, ohne das gesamte Gemeindegebiet abzubilden.

Schloss und heutiges Schulheim

Schloss Erlach mit Turm und heller Fassade vor blühendem Blauregen
Schloss Erlach, April 2017. Foto: JoachimKohler-HB · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Das Schloss besitzt einen mittelalterlichen Kern. Sein westlicher Hauptturm erhielt seine heutige Gestalt um 1500. Bis 1848 war die Anlage Amtssitz; seit 1874 dient sie einem Schulheim. Das Foto von April 2017 zeigt Turm und Schlossfassade.

Das kantonale Schulheim Schloss Erlach unterrichtet und betreut heute Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf. Wohngruppen, eine besondere Volksschule und ergänzende Betreuungsformen gehören zum Angebot. Die historische Anlage ist damit ein Arbeits- und Lebensort; für Besuche sind die Vorgaben der Einrichtung zu beachten.

Rathaus und Stadttor

Das Rathaus steht zwischen Altstadt und Markt. Nach der kommunalen Geschichte ist hier das einzige erhaltene Stadttor integriert. Der Gebäudekern stammt aus dem 14. Jahrhundert; 1982 wurde das Rathaus restauriert.

Die Gemeinde beschreibt die heutigen Räume auch als mietbare Räume für Anlässe. Nutzung und Zugang richten sich nach der jeweiligen Buchung. Von aussen lässt sich das Zusammenspiel von Tor, Markt und ansteigender Altstadt bei einem Ortsrundgang nachvollziehen.

Kirche St. Ulrich und der ältere Siedlungsbereich

St. Ulrich ist 1185 schriftlich belegt. Der Bau wurde über Jahrhunderte verändert. Die Gemeindegeschichte nennt eine Erweiterung des Schiffs von 1678 bis 1680 und Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die 1954 wiederentdeckt wurden.

Der Weg zur Kirche führt in einen anderen Teil des Städtchens als der Anstieg zum Schloss. Für einen Innenbesuch und Gottesdienste sind die Hinweise der Kirche massgebend. Die Lage macht den früheren Sunkort als eigenen historischen Siedlungsbereich verständlich.

Heidenweg und St. Petersinsel

Blick durch ein Schlossfenster über Erlacher Dächer zum Bielersee und zur langgezogenen Halbinsel
Blick vom Erlacher Schloss durch ein Fenster zum Bielersee und zur St. Petersinsel, April 2017. Foto: JoachimKohler-HB · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Aufnahme vom Schloss aus zeigt durch einen Fensterrahmen über die Dächer hinweg den Bielersee und die langgezogene Halbinsel. Erlach ist der Ausgangspunkt für den Landweg über den Heidenweg. Die historische St. Petersinsel mit dem ehemaligen Kloster liegt im Gebiet der heutigen Gemeinde Twann-Tüscherz.

Die kommunale Ausflugsseite beschreibt die Verbindung zu Fuss und saisonale Schiffsverbindungen. Sie weist derzeit darauf hin, dass der Beobachtungsturm aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt ist. Er wird hier deshalb nicht als zugänglicher Aussichtspunkt empfohlen.

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern erläutert die Geschichte und die archäologischen Spuren beim ehemaligen Kloster. Das geschützte Ufer- und Riedgebiet ist ein empfindlicher Lebensraum. Für einen Ausflug gelten die markierten Wege und örtlichen Hinweise.

Jolimont: eine Landschaft mehrerer Gemeinden

Die Gemeinde stellt eine Wanderung über den Jolimont vor, die Gampelen, Gals, Tschugg und Erlach verbindet. Der Lehrpfad geht auf ein Projekt von 1993 zurück. Die Tüfelsburdi ist ein regionales Ausflugsziel auf dem Höhenzug und liegt in Gals.

Ein Ausflug ab Erlach kann damit über Gemeindegrenzen führen. Für die genaue Route, Wegzustand und Rückfahrt werden aktuelle Karten und Fahrpläne verwendet. Eine örtliche Tourismusliste sagt für sich allein nichts über die politische Zugehörigkeit eines Ziels aus.

Basisstufe und Primarschule

Die Informationsbroschüre für 2026/27 nennt die Basisstufen Rot, Gelb und Orange sowie die dritte bis sechste Klasse. Altersdurchmischtes Lernen im zweiten Zyklus, Lernzeit und Schulsozialarbeit sind weitere Themen der Broschüre.

Die Oberstufe Erlach wird gemeinsam mit Gals, Lüscherz, Tschugg und Vinelz organisiert. Persönliche Schulzuweisungen, Transport und aktuelle Stundenpläne bestätigt die Schule.

Kinderhaus: Kita, Tagi und Ferieninseln

Der Verein Kinderhaus Erlach führt Kita, Tagi und Ferieninseln. Die Gemeinde nennt als Standort Im Städtchen 23. Das Angebot verbindet Betreuung vor dem Schuleintritt mit schulergänzender Betreuung und ausgewählten Ferienangeboten.

Plätze, Altersgruppen und aktuelle Ferienöffnungen sind beim Kinderhaus zu klären. Eine Ferieninsel bedeutet keine durchgehende Betreuung während sämtlicher Schulferien.

Bevölkerungszahlen und Anreise

Das Einwohnerregister der Gemeinde zählt 1’406 Personen am 31. Dezember 2025. BFS STATPOP nennt 1’393 ständig wohnhafte Personen. Der Steckbrief verwendet die BFS-Reihe, damit die Angaben mit anderen Gemeinden vergleichbar bleiben.

Als redaktioneller Besuchsvorschlag lässt sich ein Gang durch Altstadt und Markt mit dem Seeufer verbinden. Schloss, Kirche und Heidenweg liegen in unterschiedlichen Richtungen und verdienen eigene Zeit. Für Bus und Schiff gelten die heutigen Verbindungen und saisonalen Betriebszeiten.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.