Friedlisberg
Friedlisberg am Mutschellen: Kapelle, Schulhaus, Dorfbrand und historische Gehöftsiedlung oberhalb Rudolfstettens.
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Friedlisberg liegt am nordöstlichen Hang des Mutschellens, oberhalb von Rudolfstetten. Die Gehöfte gruppieren sich an mehreren Wegen. Kapelle, Schulhaus und historische Luftaufnahmen erzählen von einem kleinen Dorf, dessen Entwicklung sich vom tiefer gelegenen Rudolfstetten unterscheidet.
Friedlisberg auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Bremgarten |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Rudolfstetten-Friedlisberg |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Erste Nennung | 1321 «Friedlisperg» |
| Kapelle | Neubau 1934 durch Adolf Gaudy |
| Historischer Einschnitt | Dorfbrand 1868 |
Gehöfte am Mutschellenhang
Das HLS beschreibt Friedlisberg als dreistrahlige Gehöftsiedlung. 1321 begegnet der Name «Friedlisperg». 1415 kam der Ort zur Grafschaft Baden; die Vogtei lag ab 1438 bei Bremgarten. Die Hanglage und die Anordnung der Höfe geben dem Ort ein anderes räumliches Profil als dem Dorf Rudolfstetten im Taleinschnitt.
Die Luftbilder von 1947 und 1959 zeigen Häuser, Obstbäume und Felder um den damaligen Siedlungskern. Sie dokumentieren einen früheren Zustand vor den späteren Wohnbauten und der stärkeren Ausrichtung auf den Zürcher Wirtschaftsraum.

Die Kapelle und ihre Vorgänger
Die Kapelle wird um 1370 erwähnt. Ein Brand führte 1431 zu ihrem Wiederaufbau; 1507 nennt die Gemeindechronik eine Kapellenweihe. Die ältere Kapelle war Jakobus dem Älteren geweiht und bis ins 19. Jahrhundert ein Wallfahrtsort.
1934 entstand nach Plänen von Adolf Gaudy der heutige Neubau mit Josephspatrozinium. Der Bau ist somit jünger als die über Jahrhunderte belegte religiöse Nutzung dieses Standorts. Für Gottesdienste und Zugang gelten die Angaben der zuständigen Pfarrei.
Schulhaus und Dorfbrand
1824 wurde auf dem Friedlisberg ein Schulhaus gebaut. Beim grossen Dorfbrand am Dreifaltigkeitstag 1868 blieb es nach der Gemeindechronik dank seines Ziegeldachs unversehrt, während fast das gesamte Dorf abbrannte. Das Gebäude besitzt dadurch einen besonderen Platz in der lokalen Erinnerung.
Die Chronik verzeichnet eine Schulhaussanierung 1991. Schulgeschichte, Brand und Wiederaufbau sind eigenständige Friedlisberger Themen und nicht mit den Entwicklungen entlang der Bahn in Rudolfstetten gleichzusetzen.
Teil einer gemeinsamen Gemeinde
Das HLS datiert die Vereinigung der Ortsbürgergemeinden auf 1966. Die Gemeindechronik nennt 1967 für den vollständigen Zusammenschluss der zuvor getrennten Verwaltungen. Diese Angaben betreffen die Zusammenführung innerhalb des gemeinsamen Gemeinwesens.
1969 erhielt Friedlisberg eine neue Wasserleitung mit Anschluss an das Gruppenwassernetz Berikon. Der Gemeindeartikel Rudolfstetten-Friedlisberg erläutert die heutigen gemeinsamen Einrichtungen und Verkehrsverbindungen.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.