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Genthod

Genthod am Léman: Dorfkern, Landsitze und die Ortsteile Malagny und Creux-de-Genthod. Mit Foto, Karte, Gemeindedaten und Quellen.

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Gemeindehaus und reformierte Kirche von Genthod
Gemeindehaus und reformierte Kirche von Genthod. Aufnahme 2001. Roland Zumbühl · CC BY-SA 3.0.

Genthod liegt am rechten Ufer des Genfersees zwischen Bellevue und Versoix. Der historische Dorfkern befindet sich etwas oberhalb des Wassers, während Creux-de-Genthod die unmittelbare Verbindung zum See herstellt. Alte Landsitze, Parks und jüngere Wohngebiete prägen das Gemeindegebiet. Die Nähe zur Bahn macht den Ort gut erreichbar, doch die Uferzugänge und der Dorfkern liegen an unterschiedlichen Seiten wichtiger Verkehrsachsen.

Genthod auf einen Blick

KantonGenf (GE)
SpracheFranzösisch
GemeindetypPolitische Gemeinde
BFS-Nummer6622
Wohnbevölkerung2’900 (30. Juni 2026; kantonale Statistik)
Fläche ohne See2,87 km²
WebsiteGenthod

Ein Dorf mit mehreren Landschaftsräumen

Neben dem Hauptort gehören Malagny und Creux-de-Genthod zum örtlichen Gefüge. Die Hauptstrasse des Dorfes hat einen historischen Charakter bewahrt; ringsum liegen Wohnhäuser, grössere Anwesen und verbliebene landwirtschaftliche Flächen. Genthod ist heute überwiegend eine Wohngemeinde, besitzt aber auch Gewerbe und eigene Arbeitsplätze. Diese Mischung unterscheidet den Ort von einem reinen Ausflugsziel am See.

Die Route de Suisse und die Eisenbahn verlaufen zwischen Teilen des Dorfgebiets und dem Ufer. Für Fusswege sind daher die vorgesehenen Verbindungen und Übergänge entscheidend. Eine Orientierung anhand der Karte hilft, den Zugang zum Creux-de-Genthod, zu den Bains du Saugy oder zum Dorf passend zu wählen. Nicht jede Strasse mit Seeblick führt zugleich an ein öffentlich zugängliches Ufer.

Grössere Karte öffnen · © OpenStreetMap-Mitwirkende

Creux-de-Genthod und die Bains du Saugy

Der Creux-de-Genthod bildet mit seiner Bucht, den Bootsanlagen und dem Blick über den See einen besonders anschaulichen Teil der Gemeinde. Hier treffen Freizeit am Wasser und die lange Nutzung des Ufers zusammen. Ein Aufenthalt lässt sich gut mit einem Spaziergang im Dorf verbinden, wobei zwischen dem tieferen Seeufer und den höher gelegenen Bereichen ein Anstieg liegt.

Die Bains du Saugy sind ein weiterer öffentlicher Zugang zum See. Für beide Uferorte gelten die örtlichen Nutzungsregeln und die aktuellen Hinweise zum Badebetrieb. Als eigene Ausflugsidee bietet sich die Kombination eines Uferaufenthalts mit dem Parc Lullin an. Sie verbindet Wasser und Grünraum, ohne vorauszusetzen, dass die gesamte private Uferlinie durchgehend begehbar ist.

Genfer Exklave und historische Landsitze

Im Mittelalter gehörte Genthod zum Einflussbereich des Genfer Bischofs und zum Mandement von Peney. Später lag das reformierte Dorf zeitweise als Genfer Exklave im katholisch geprägten Pays de Gex. Konfessionelle und territoriale Konflikte wurden durch Verträge schrittweise geregelt. 1816 wurde Genthod als Gemeinde in den neu geordneten Genfer Zusammenhang eingebunden.

Seit dem 18. Jahrhundert entstanden Landsitze wohlhabender Genfer Familien, darunter das Gut Saugy. Sie machten den Ort zu einem Rückzugsraum in der Nähe der Stadt. Die heutige reformierte Kirche stammt von 1869. Alte Anwesen und die Kirche lassen die Geschichte im Ortsbild erkennen, während die erhaltenen Freiräume erklären, weshalb Genthod trotz seiner Stadtnähe einen vergleichsweise offenen Charakter besitzt.

Kultur und Uhrmacherei

Das Espace Culturel Genthod trägt ein eigenes Veranstaltungsprogramm. Dazu kommen Konzerte im Temple und Angebote der Bibliothek. Der aktuelle Gemeindekalender zeigt beispielsweise Musik, Bühnenprogramme und Veranstaltungen für Kinder. Diese Einrichtungen richten sich an die Wohnbevölkerung und ziehen zugleich Besucher aus der Umgebung an. Für einen Abendbesuch lohnt es sich, Veranstaltungsort und Rückfahrt gemeinsam zu planen.

Mit Franck Muller ist ausserdem eine Uhrenmanufaktur in Genthod ansässig. Das Unternehmen gehört zu den bekannten wirtschaftlichen Besonderheiten der Gemeinde und ergänzt das Bild von Wohnort und ehemaliger Sommerfrische. Ein industrieller beziehungsweise handwerklicher Arbeitsort ist jedoch nicht automatisch ein öffentliches Museum. Für einen allgemeinen Besuch bieten sich die öffentlichen Kulturorte und die Aussenräume des Dorfes an.

Schule, Betreuung und Sport im Nahbereich

Schule, Mairie, Gemeinderäume und weitere Einrichtungen konzentrieren sich im Dorfkern oder in seiner Nähe. Die Gemeinde stellt Informationen zur frühen Kindheit, zum Schulrestaurant und zur ausserschulischen Betreuung bereit. Damit bildet das Dorf auch für Familien einen praktischen Mittelpunkt. Bei der Organisation des Alltags helfen die zuständigen Stellen, Unterricht und ergänzende Betreuung passend miteinander zu verbinden.

Der Parc Lullin ergänzt diese Einrichtungen als Grünraum in Dorfnähe. Der Tennis-Club bietet eine weitere Möglichkeit für regelmässige Freizeitaktivitäten; Kurse und Angebote werden über den Verein veröffentlicht. Das kommunale Vereinsverzeichnis erschliesst zusätzliche sportliche und kulturelle Aktivitäten. So liegen mehrere Anlässe für Begegnungen nahe beieinander, obwohl die Wohngebiete der Gemeinde über ein grösseres Gebiet verteilt sind.

Anreise mit dem Léman Express

Der Bahnhof Genthod-Bellevue liegt auf dem Gebiet von Genthod und wird von den Léman-Express-Linien L1 bis L4 bedient. Verbindungen bestehen Richtung Coppet sowie über Genf in weitere Teile des regionalen Netzes. Auch Creux-de-Genthod besitzt eine Bahnhaltestelle. Welcher Halt günstiger ist, hängt davon ab, ob das Ziel im Dorf, am Ufer oder bei einer bestimmten Einrichtung liegt.

Am Bahnhof Genthod-Bellevue bestehen ergänzende Bus- und Mobilitätsangebote. Die Bahnanbindung ermöglicht Ausflüge, bei denen Hin- und Rückweg über verschiedene Haltestellen führen. Die genauen Verbindungen sind im aktuellen Fahrplan zu prüfen. Für kommunale Dienstleistungen, Bauvorhaben und Veranstaltungen bietet die Gemeindewebsite einen gemeinsamen Einstieg; das Gemeindeblatt ergänzt die Informationen zum laufenden Leben vor Ort.

Quellen und weiterführende Informationen

Quellen geprüft am 7. Oktober 2026. Die kantonale Wohnbevölkerung umfasst Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz im Kanton; sie entspricht nicht der engeren BFS-Definition der ständigen Wohnbevölkerung.