Göslikon
Göslikon: Maria Himmelfahrt, Rochuskapelle und die Landschaft bei Höll und Rüüssmatt.
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Göslikon ist der historische Dorfteil mit dem Kirchenbezirk von Fischbach-Göslikon. Maria Himmelfahrt, Rochuskapelle und Pfarrhaus bilden hier einen eigenen baulichen Zusammenhang. Im tiefer gelegenen Reussraum ergänzen Höll und Rüüssmatt das Ortsbild um eine landschaftliche Perspektive.
Göslikon auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Bremgarten |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Fischbach-Göslikon |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Heutige Gemeinde | Fischbach-Göslikon |
| Historische Nennung | 1159 «Cohelinchon» |
| Prägende Orte | Kirchenbezirk Maria Himmelfahrt und Rochuskapelle |
Der historische Kirchenbezirk
Göslikon und Fischbach sind heute zusammengewachsen. Im Göslikoner Dorfbereich liegt der kirchliche Mittelpunkt. Die Kirche Maria Himmelfahrt und die benachbarte Rochuskapelle sind eigenständige Bauten eines gemeinsamen Ensembles.
Der Ort ist 1159 als «Cohelinchon» und 1179 als «Cozlincholn» belegt. Mit Fischbach besteht seit 1798 eine gemeinsame politische Gemeinde. Die Ortsbürgerorganisationen wurden erst 1997 zusammengeführt.
Maria Himmelfahrt und ihre Bauphasen
Die erste Kirche wurde im 11. Jahrhundert geweiht. Für den heutigen Bau nennt die Pfarreiquelle die Errichtung 1671/72. Der neue Bau wurde 1676 geweiht. Diese Daten bezeichnen unterschiedliche Schritte derselben Baugeschichte.
1743 ersetzte ein grösserer Glockenturm den älteren Dachreiter. Zwischen 1757 und 1760 wurde der Innenraum im Rokokostil ausgeschmückt. Die Fresken stammen von Franz Anton Rebsamen aus Sigmaringen. Das äussere Erscheinungsbild und die Ausstattung gehören damit zu verschiedenen Epochen.
Die Rochuskapelle
Die Beschreibung der Rochuskapelle hält ihre ursprüngliche Entstehung für ungewiss. Vermutet wird ein Bau zusammen mit der Kirche 1671/72. Sicherer dokumentiert sind die Verlängerung um zwei Meter 1709 und die Weihe zur Messkapelle 1731.
Das oft genannte Jahr 1709 bezeichnet nach dieser Quelle somit eine Erweiterung. Der heilige Rochus wurde traditionell als Fürbitter gegen die Pest angerufen. Die Patronatsgeschichte ist von einer heutigen medizinischen Wirkung zu unterscheiden.
Höll und Rüüssmatt bei der Reuss
Unterhalb der Dorfbereiche zeigt die Aufnahme aus Höll und Rüüssmatt Wiesen und Gehölze. Dieser Landschaftsraum steht in einem anderen Zusammenhang als der erhöhte Kirchenbezirk. Mehrere Reusskorrektionen veränderten die Umgebung im 19. und 20. Jahrhundert.

Als redaktioneller Vorschlag lässt sich der Besuch des Kirchenbereichs mit einem Weg in die weitere Landschaft verbinden. Für den konkreten Verlauf und allfällige Einschränkungen gelten die örtlichen Wege und Schutzinformationen.
Gemeindealltag und Orientierung
Die Schulübersicht von Fischbach-Göslikon nennt die heutigen gemeinsamen Zuständigkeiten. Auch Gemeindedienste laufen über die gemeinsame Verwaltung. Ein eigener alter Dorfname bedeutet hier keine eigene heutige politische Gemeinde.
Für die Anreise ist das konkrete Ziel im Kirchenbezirk oder an der Reuss zu wählen. Haltestelle und Rückfahrt lassen sich im aktuellen Fahrplan bestimmen. Die Karte orientiert sich am Göslikoner Ortsteil.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.