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Grangettes

Grangettes am Gibloux: Saint-Maurice mit historischem Feldkreuz und Glasfenstern, die verschwundene Burg sowie der Schulkreis GranMaCha.

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Kirche Saint-Maurice in Grangettes
Kirche Saint-Maurice in Grangettes, aufgenommen am 10. August 2013. Foto: Christophe95 · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Grangettes liegt an der Südwestflanke des Gibloux über der Neirigue. Die Kirche Saint-Maurice, ihre älteren Kunstwerke und Glasfenster sowie die landwirtschaftliche Umgebung geben dem kleinen Dorf einen eigenständigen Charakter. Von einer einstigen Burg ist dagegen nichts mehr erhalten.

Die französischsprachige Gemeinde gehört zum Bezirk Glâne des Kantons Freiburg. Die örtliche Bezeichnung Grangettes-près-Romont hilft bei der Unterscheidung von gleichnamigen Orten; im amtlichen Gemeindeverzeichnis lautet der Name Grangettes.

Grangettes auf einen Blick

Kanton und BezirkFreiburg (FR), Glâne
BFS-Nr.2079
Bevölkerung214 am 31. Dezember 2025; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik
SpracheFranzösisch
Erstnennung1147–1154 als de Grangetes
VerwaltungRoute Centre-Village 5, 1686 Grangettes-près-Romont
WebsiteOffizielle Gemeindewebsite

Saint-Maurice: Brand, Wiederaufbau und neue Glasfenster

Die Kirche Saint-Maurice ist seit 1430 belegt. Nach einem Brand 1770 wurde sie 1773 wiederaufgebaut und 1983 restauriert. Der Bau mit seinem schlanken Turm steht am Rand der dörflichen Bebauung und öffnet sich zur Wiesenlandschaft.

Zu den besonderen Kunstwerken gehört ein Feldkreuz aus dem 16. Jahrhundert mit zwei unterschiedlichen Darstellungen: auf einer Seite der Kalvarienberg, auf der anderen Maria mit dem Kind, von einem Engel gekrönt. Vier Glasfenster von Anselmo Francesconi aus dem Jahr 1984 ergänzen diese ältere Ausstattung. Die Verbindung von verschiedenen Entstehungszeiten macht die Kirche zu mehr als einem blossen Orientierungspunkt.

Grangettes bildete 1626 gemeinsam mit Le Châtelard eine Pfarrei; zuvor war es kirchlich von Vuisternens abhängig. Ein Besuch des Innenraums richtet sich nach der kirchlichen Nutzung und tatsächlicher Öffnung. Ein allgemein verfügbares Besichtigungsprogramm wird von den geprüften Quellen nicht belegt.

Die Burg, die im Ortsbild fehlt

Die Burg der Herren von Grangettes wird bereits im 12. Jahrhundert erwähnt. Sie brannte 1476 ab. Nach dem Historischen Lexikon der Schweiz sind keine Überreste erhalten. Der historische Burgbezug sollte deshalb nicht als heute besichtigbare Ruine verstanden werden.

Zur mittelalterlichen Herrschaft gehörten auch Teile von Le Châtelard und Villariaz sowie Estévenens und La Neirigue. Diese Namen beschreiben damalige Besitzverhältnisse. Sie sind keine Liste der heutigen Ortsteile von Grangettes; mehrere der genannten Dörfer gehören heute zu Vuisternens-devant-Romont.

Ein Dorf über dem Tal der Neirigue

Grangettes liegt am rechten Ufer der Neirigue auf der Südwestseite des Gibloux. Viehhaltung und Milchwirtschaft prägen seine überlieferte Wirtschaftsstruktur. Das HLS nennt elf landwirtschaftliche Betriebe für 2001; diese historische Zahl ist kein aktueller Betriebsbestand.

Die offene Landschaft und die Kirche lassen sich bei einem Rundgang im Dorf betrachten. Eine Verbindung mit dem benachbarten Le Châtelard oder mit Sorens ist ein redaktioneller Ausflugsvorschlag. Daraus folgt keine beschilderte Rundroute mit festgelegter Gehzeit. Der Gibloux und die weiter südlich gelegene Greyerzer Landschaft bilden den regionalen Rahmen.

Erstnennung und Freiburger Zugehörigkeit

1147–1154 erscheint de Grangetes in den Quellen. Das bezeichnet die früheste überlieferte Nennung und keinen bekannten Gründungstag. Im 15. und 16. Jahrhundert wechselte die Herrschaft zwischen mehreren Familien.

Von 1536 bis 1798 gehörte Grangettes zur Vogtei Romont, danach zum Bezirk Romont. Seit der Bezirksordnung von 1848 ist es Teil der Glâne. Die Gemeinde ist heute eine eigenständige politische Einheit; ihre Verwaltung ist an der Route Centre-Village 5 erreichbar.

GranMaCha: die aktuelle Verteilung der Schulklassen

Der Schulkreis GranMaCha verbindet Grangettes, Massonnens und Le Châtelard. Das Bulletin für 2026/2027 nennt in Grangettes zwei Klassen der Stufen 1H und 2H. Die 3H ist in einem früheren Laden in Massonnens untergebracht, die 4H in der früheren Post von Le Châtelard. Die 5H und 6H lernen im Pavillon in Massonnens, die 7H und 8H in Le Châtelard.

Diese Aufteilung gilt für das geprüfte Schuljahr. Vier Klassen sind zur Vorbereitung des neuen Schulgebäudes umgezogen; eine ältere Standortliste beschreibt den aktuellen Alltag deshalb nur unzureichend. Die Schule dokumentiert auch die Transporte zwischen den Dörfern und die besonderen Unterrichtsorte.

Für Angebote vor dem Schuleintritt verweist die Gemeinde auf das regionale Angebot «Petite enfance en Glâne». Der Verweis belegt regionale Beratung und Vermittlung, aber keine eigene Kinderkrippe in Grangettes. Familien sollten Betreuungsplatz und Schulweg bei den zuständigen Stellen klären.

Die Linie 471 zwischen Romont und Bulle

Die TPF-Linie 471 Romont–Massonnens–Sorens–Bulle bedient Grangettes, village. Sie führt anschliessend über Le Châtelard und Sorens in Richtung Marsens, Riaz und Bulle. In Romont und Bulle bestehen Bahnanschlüsse.

Der aktuelle TPF-Fahrplan unterscheidet Schultage, Ferien und Wochenenden. Für eine Dorfbesichtigung oder eine Verbindung über den Gibloux ist deshalb die passende Rückfahrt mitzuplanen. Die Karte zeigt die Gemeindeverwaltung im Dorf.

Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Route Centre-Village 5, 1686 Grangettes-près-Romont.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen.

Quellen und Datenstand

Recherche: 2. Oktober 2026. Bevölkerung: zivilrechtlicher Bestand am 31. Dezember 2025, kantonale Publikation vom 26. August 2026. Schul-, Besuchs- und Verkehrsangaben bei den zuständigen Stellen geprüft.