Grindelwald
Grindelwald: Bergschaften, Kirche, Museum, Terminal, Eiger Express und First, vier Schulhäuser, Tagesschule, Mittagstisch und Ferie-Insle.
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In diesem Artikel
Grindelwald ist ein Bergdorf, dessen Alltag und Geschichte eng mit der Landschaft am Eiger verbunden sind. Bergschaften, verstreute Höfe und mehrere Schulhäuser gehören ebenso zur Gemeinde wie Bergbahnen, Hotels und das Museum. Zwischen Dorf, Burglauenen und den höher liegenden Siedlungen bestehen unterschiedliche Wege und Ausgangspunkte.
Grindelwald auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Interlaken-Oberhasli |
|---|---|
| Bevölkerung | 3’942 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 171.38 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026 |
| Lage | Tal der Schwarzen Lütschine zwischen Wetterhorn, Eiger und den Bergterrassen |
| BFS-Nummer | 576 |
| Offizielle Website | Gemeinde Grindelwald |
Dorf, Bergschaften und Lütschinetal
Grindelwald gehört zum Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli. Die Schwarze Lütschine entwässert das Tal Richtung Zweilütschinen. Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Dorf auch Burglauenen und ausgedehnte Berg- und Alpgebiete. Das Titelbild vom November 2021 zeigt Häuser und Wiesen vor dem Wetterhorn.
Das Historische Lexikon nennt die sieben Bergschaften Itramen, Wärgistal, Scheidegg, Grindel, Bach, Holzmatten und Bussalp. Ihre Bezeichnungen begegnen auch in heutigen Schulstandorten und Ausflugszielen. Sie beschreiben eine Gemeinde, die räumlich über den dichter bebauten Dorfbereich hinausreicht.
Von Grindelwalt zur Tourismusgemeinde
1146 ist der Name Grindelwalt belegt. Königlicher Besitz kam an das Kloster Interlaken; nach dessen Aufhebung 1528 übernahm Bern die Verwaltung. Land- und Alpwirtschaft sowie die gemeinschaftliche Nutzung der Berggebiete prägten den Ort lange vor dem modernen Tourismus.
Die Strassenerschliessung im 19. Jahrhundert und die Bahnverbindung von 1890 erleichterten die Anreise. Bergsport und Beherbergung gewannen an Bedeutung. Historische Beschäftigungsanteile sind dabei keine Aussage über die heutige Wirtschaftsstruktur.
Reformierte Kirche am östlichen Dorfbereich

Die Aufnahme vom Mai 2025 zeigt die helle Kirchenfassade mit überdachtem Eingang und dem Turm dahinter. Der heutige Kirchenbau stammt nach dem Historischen Lexikon von 1793. Er ersetzte frühere Bauten in einem Gebiet, das auch durch Hangbewegungen geprägt war.
Die Kirche und das benachbarte Museum bilden zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte: den kirchlichen Bau und die Sammlung zum Leben im Bergtal.
Erinnerungen an Landwirtschaft und Alpinismus

Das Foto vom Juli 2008 zeigt das hölzerne Museumsgebäude an der Dorfstrasse vor steilen Bergflanken. Das Grindelwald Museum erzählt anhand von Gegenständen, Bildern und Geschichten vom Wandel des Bergbauerndorfs zum Ferienort.
Seine Themen verbinden den Alltag der Bevölkerung mit dem Alpinismus und dem wachsenden Besucherverkehr. Für einen Besuch gelten die aktuellen Öffnungen und Ausstellungen des Museums; die historische Aufnahme dokumentiert den damaligen äusseren Zustand.
Terminal und First als verschiedene Ausgangspunkte
Im Grindelwald Terminal treffen die Berner Oberland-Bahn und zwei Bergbahnen zusammen: Der Eiger Express führt zum Eigergletscher, die Gondelbahn zum Männlichen. Die Anlage verbindet den öffentlichen Verkehr mit den beiden Bergachsen.
Grindelwald-First erschliesst dagegen den Bereich auf der anderen Talseite. Der Betreiber stellt dort den First Cliff Walk und weitere Ausflugsangebote vor. Welcher Ausgangspunkt sinnvoll ist, hängt vom konkreten Ziel ab; «Grindelwald» allein bezeichnet noch keine Bergbahnstation.
Der örtliche Tourismus ergänzt die Bergbahnen mit Wander- und Freizeitinformationen. Für eine Höhenwanderung werden die Route und die Rückreise gemeinsam geplant.
Vier Schulhäuser für unterschiedliche Siedlungsräume
Die öffentliche Schule beschreibt ihre Standorte einzeln. Burglauenen an der Alten Strasse 12 und Wärgistal an der Brandegg 3 führen Kindergarten und erste bis zweite Klasse. Das Schulhaus Endweg am Endweg 28 beherbergt weitere Primarklassen.
Im Graben am Schulgässli 6 befinden sich Kindergarten, Primarstufe und die Sekundarstufe I. Die räumliche Verteilung macht die Zuteilung und den Schulweg zu wichtigen Fragen für neu zuziehende Familien. Verbindlich sind die aktuellen Angaben der Schule für das betreffende Kind.
Tagesschule und separater Mittagstisch
Die Tagesschule am Schulgässli 6 nennt Montag bis Freitag von 11.50 bis 17.30 Uhr als Öffnungszeit. Sie ergänzt den Unterricht um Mittagessen und Nachmittagsbetreuung. In den gewöhnlichen Schulferien bleibt sie geschlossen.
Daneben besteht ein separater Mittagstisch ab der dritten Klasse. Dafür ist keine regelmässige Tagesschulanmeldung nötig. Die Schule nennt 15 Franken pro Mahlzeit und eine Anmeldung bis 15 Uhr am Vortag.
Die Ferie-Insle ist ein eigenes Ferienangebot. Die aktuell veröffentlichte Planung bezieht sich bereits auf ausgewählte Wochen 2027; sie bedeutet keine durchgehende Betreuung in allen Ferienwochen.
Ortsgeschichte und Berglandschaft verbinden
Für eine erste Dorfetappe bieten sich Museum und Kirchenumgebung an. Eine Fahrt zum Männlichen, Eigergletscher oder First bildet jeweils einen eigenen Ausflug. So lassen sich die Geschichte des Orts und seine Berglandschaft erleben, ohne weit auseinanderliegende Ziele in eine einzige kurze Runde zu legen.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- Gemeinde: amtlicher Internetauftritt
- HLS: Grindelwald, Titel prüfen
- Schule Grindelwald
- Grindelwald Tourismus
- Aktuelle Tagesschule
- Tagesschulübersicht
- Jungfraubahnen, aktuelles Ausflugsangebot
- Grindelwald Museum
- Ferie-Insle
- Separater Mittagstisch
- Grindelwald-First, Betreiber
- Schulhaus Burglauenen
- Schulhaus Endweg
- Schulhaus Graben
- Schulhaus Wärgistal
- Grindelwald Terminal, Eiger Express und Männlichenbahn
- Kanton Bern/BFS: Bevölkerungsbilanz 2010–2025, STATPOP 2025
- BFS: Gemeindeflächen zum Gebietsstand 1. Januar 2026