Gurbrü
Gurbrü mit Stämpflishäusern: Ortsgeschichte, Nutzungsrechte im Grossen Moos, Gemeindegebäude, gemeinsame Primarschule und Mittagstisch.
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In diesem Artikel
Gurbrü ist eine kleine Gemeinde mit Dorf, Weiler Stämpflishäusern und landwirtschaftlicher Umgebung. Seine Geschichte ist mit den Nutzungsrechten im Grossen Moos verbunden. Die gemeinsame Schule mit Wileroltigen und der Mittagstisch im Gemeindesaal zeigen heutige Formen regionaler Zusammenarbeit.
Gurbrü auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Bern-Mittelland |
|---|---|
| Bevölkerung | 251 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 1.86 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026 |
| Lage | Auf dem Plateau zwischen Saane und Grossem Moos an der Freiburger Grenze |
| BFS-Nummer | 665 |
| Offizielle Website | Gemeinde Gurbrü |
Gurbrü und Stämpflishäusern
Gurbrü liegt im Verwaltungskreis Bern-Mittelland auf einem Plateau zwischen Saane und Grossem Moos. Die Titelaufnahme vom Juli 2012 zeigt Dorfgebäude an einer Strassenbiegung.
Zum Gemeindegebiet gehört Stämpflishäusern, im Historischen Lexikon Stämpflerei genannt. Der Weiler gehörte bis 1854 zur freiburgischen Gemeinde Ried. Die heutige politische Zugehörigkeit unterscheidet sich damit von der älteren Grenze.
Gurbru, Oltigen und Bern
1214 ist Gurbru belegt. Der Ort gehörte zur Herrschaft Oltigen, später zur bernischen Landvogtei Laupen. Trotz freiburgischer Ansprüche blieb Gurbrü 1798 beim Kanton Bern.
Kirchlich war der Ort mit Kerzers verbunden. Die Reformation von 1528 änderte diese Zuordnung nicht. Die Verbindung über die heutige Kantonsgrenze gehört damit zur örtlichen Geschichte.
Nutzungsrechte im Grossen Moos

Die Dorfstrasse vom Juli 2012 verbindet Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Die bäuerlichen Bauten verweisen auf eine Gemeinde, deren Landwirtschaft später besonders vom Gemüsebau geprägt wurde.
Gurbrü, Golaten und Wileroltigen besassen gemeinsame Nutzungsrechte im Grossen Moos. Eine Landzuteilung von 1793 führte zum sogenannten Mooskrieg mit freiburgischen Nachbarn. Das Gurbrümoos liegt heute auf dem Gebiet von Kallnach.
Die Gesamtmelioration von 1963 bis 1981 ordnete die stark zerstückelten Landwirtschaftsflächen neu. Die Gemeindechronik erläutert diesen Wandel zusammen mit der älteren Nutzungsgeschichte.
Gemeindegebäude im Dorf

Das Foto vom Juli 2012 zeigt das Gemeindegebäude mit damaliger Postautohaltestelle. Die historische Aufnahme ist keine Auskunft über heutige Fahrpläne.
Eine kurze Erkundung des Dorfes und der öffentlichen Wege Richtung Kulturland ist eine redaktionelle Idee. Der Weiler Stämpflishäusern ergänzt den Hauptort als eigener Siedlungsbereich.
Gemeinsame Schule Wileroltigen–Gurbrü
Die Primarschule Wileroltigen–Gurbrü veröffentlicht für 2026/27 Informationen zu Unterricht, Schulbus und Ferien. Die Standorte in Wileroltigen und das Schulhaus Gurbrü bilden eine gemeinsame Organisation.
Für die siebte bis neunte Klasse verweist die Gemeinde auf die Real- und Sekundarschule in Kerzers. Auch die Kinder- und Jugendarbeit wird über die Region Kerzers erschlossen.
Betreuter Mittagstisch im Gemeindesaal
Das von der Schule verlinkte Mittagstischkonzept nennt Dienstag und Donnerstag von 12 bis 13.30 Uhr im Gemeindesaal Gurbrü. Teilnehmen können Kinder der beiden Gemeinden von der Basisstufe bis zum Ende der Oberstufe.
Nach dem Essen ist Zeit für Spiel, Lesen und Erholung vorgesehen; eine Aufgabenbetreuung gehört nicht zum Konzept. Die Teilnahme wird für das Schuljahr angemeldet. Die aktuellen Bedingungen werden über die Schule geklärt.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- Gemeinde: amtlicher Internetauftritt
- Gemeindeportrait und Geschichte
- Schule und Jugendarbeit
- HLS: Gurbrü und Ortsgeschichte
- Schule Wileroltigen-Gurbrü
- Schule Wileroltigen-Gurbrü: Konzept Mittagstisch
- Kanton Bern/BFS: Bevölkerungsbilanz 2010–2025, STATPOP 2025
- BFS: Gemeindeflächen zum Gebietsstand 1. Januar 2026