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# Gurmels
- URL: https://www.schweiz.wiki/gurmels/
- Published: 2026-10-02T10:32:55.000Z
- Updated: 2026-10-02T10:32:55.000Z
- Description: Gurmels umfasst seit 2026 auch Ulmiz. Porträt mit Cordast, Liebistorf, Guschelmuth, Monterschu und der Exklave Wallenbuch, Schulen und Musiktradition.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Freiburg

**Gurmels verbindet ein Kirchdorf, Hügel über der Bibera und eine Freiburger Exklave mitten im Bernbiet.** Die heutige Gemeinde ist über mehrere Fusionen gewachsen. Seit Anfang 2026 gehört auch Ulmiz dazu; Wallenbuch liegt weiterhin räumlich getrennt von den übrigen Dörfern.

Im deutschsprachigen Teil des **Seebezirks** bildet Gurmels ein Schul- und Versorgungszentrum. Seine Dörfer liegen zwischen Murten, [Düdingen](https://www.schweiz.wiki/duedingen/) und dem Schiffenensee. Der französische Name des Hauptorts lautet **Cormondes**.

## Gurmels auf einen Blick

| Kanton und Bezirk | [Freiburg (FR)](https://www.schweiz.wiki/tag/freiburg/), See / Lac                           |
| ----------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------- |
| BFS-Nr.           | 2262                                                                                         |
| Bevölkerung       | **5’139** am **31\. Dezember 2025**; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik |
| Sprache           | Deutsch                                                                                      |
| Erstnennung       | 1186 als Cormulnes; 1240 als Gurmols                                                         |
| Verwaltung        | Schlösslistrasse 1, 3212 Gurmels                                                             |
| Website           | [Offizielle Gemeindewebsite](https://www.gurmels.ch/?ref=schweiz.wiki)                       |

Die Zahl ist auf das Gemeindegebiet von 2026 harmonisiert: 4’710 Personen in Gurmels und 429 in Ulmiz am 31\. Dezember 2025\. Ulmiz gehört seit dem 1\. Januar 2026 zu Gurmels.

## Eine Gemeinde mit unterschiedlichen Dorfgeschichten

1978 vereinigten sich **Grossgurmels und Monterschu** zur Gemeinde Gurmels. Kleingurmels folgte 2000, Guschelmuth, Liebistorf und Wallenbuch 2003 und Cordast 2005\. Die jüngste Erweiterung ist die Fusion mit **Ulmiz am 1\. Januar 2026**. Gross- und Kleinguschelmuth hatten sich bereits 1978 zu Guschelmuth zusammengeschlossen.

Die [Gemeinde stellt die Ortsgeschichten einzeln dar](https://www.gurmels.ch/uebersichtgeschichte?ref=schweiz.wiki). Diese Herkunft ist im Alltag weiterhin erkennbar: Ein Schulstandort in Liebistorf, die reformierte Kirche in Cordast, die Mühlengeschichte an der Bibera und das isoliert liegende Wallenbuch gehören zu verschiedenen räumlichen Zusammenhängen.

![Ortsschild Gurmels vor einem Wohnhaus](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2262-gurmels-arrival-2012.jpg)

Ortseingang von Gurmels am 26\. April 2012\. Foto: [Dietrich Michael Weidmann](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2012-04-26%5FSense-Sarino%5F%28Foto%5FDietrich%5FMichael%5FWeidmann%29%5F281.JPG?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

## Gurmels, St. German und die Dorfbrände

Das HLS nennt **1186 Cormulnes** und **1240 Gurmols**. Vorgeschichtliche Funde am Dürenberg, römische Spuren und ein reich ausgestattetes frühmittelalterliches Gräberfeld zeigen eine deutlich ältere Besiedlung. Eine Kapelle am Dürenberg ist 1339 erwähnt und war mit einer Wallfahrt verbunden.

Die Pfarrei **St. German** ist 1228 belegt. Kirche und Pfarrorganisation machten den Ort zum Mittelpunkt für umliegende Dörfer. Mit dem Übergang der Herrschaftsrechte der Grafen von Thierstein an Freiburg 1442 kam Gurmels in die Alte Landschaft; seit 1848 gehört es zum Seebezirk.

Die Dorfgeschichte kennt mehrere schwere Brände. Die Gemeinde nennt **1525 und 1605**; 1605 brannten unter anderem Kirche und Pfarrhaus. Bei einem Brand von **1902** gingen ältere Gemeindearchivalien verloren. Diese Ereignisse erklären, weshalb das sichtbare Dorfbild und die erhaltene schriftliche Überlieferung nicht ohne Weiteres bis zur ersten Nennung zurückreichen.

![Holzhaus mit breitem Dach in Gurmels](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2262-gurmels-house-2012.jpg)

Älteres Dorfgebäude in Gurmels am 26\. April 2012\. Foto: [Dietrich Michael Weidmann](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2012-04-26%5FSense-Sarino%5F%28Foto%5FDietrich%5FMichael%5FWeidmann%29%5F307.JPG?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

## Cordast: Kirche und Schulstandort auf der Höhe

**Cordast** erscheint 1294 als Corbath. Das Dorf liegt auf einem Höhenzug; im Bulliarholz wurden im 19\. Jahrhundert hallstattzeitliche Grabhügel untersucht. Landwirtschaft und die Lage zwischen den Verkehrsachsen prägten die ältere Siedlung, Wohnbauten ergänzten später den Dorfkern.

Die katholische Kapelle **St. Gerinus** ist 1614 belegt. Für die reformierte Bevölkerung entstand **1874 eine eigene Kirchgemeinde**. Cordast besitzt dadurch eine konfessionelle Zentrumsfunktion, die über das Dorf hinausgeht. Heute gehört es ausserdem zu den drei Standorten der Primarschule Gurmels.

## Liebistorf und die Arbeit mit dem Wasser

Das HLS verzeichnet **1249 Lubistorf**. Liebistorf liegt in der Hügellandschaft zwischen Murten und Laupen. Die **Bibera** lieferte Energie für Mühlen und eine Sägerei. 1271 kam die Untere Mühle als Schenkung an die Johanniter; das spätere Gebäude wurde 1961 abgebrochen. Die Obere Mühle ist 1496 erwähnt, ihre im HLS beschriebenen Bauten stammen aus dem 19\. Jahrhundert.

Die Kapelle **St. Urban** entstand im 17\. Jahrhundert und wurde 1840 neu gebaut. Herrschaftsrechte lagen nacheinander bei den Familien Velga, von Erlach und von Diesbach. Von 1883 bis 1982 bestand eine Verwaltungsgemeinschaft mit [Kleinbösingen](https://www.schweiz.wiki/kleinboesingen/). Liebistorf blieb danach selbstständig, bevor es 2003 zu Gurmels kam.

Wasserläufe, Mühlenstandorte und landwirtschaftliche Gebäude geben dem Dorf einen anderen historischen Schwerpunkt als dem Kirch- und Schulzentrum Gurmels. Die Nennung einer früheren Mühle bedeutet dabei keine Zusage eines heute zugänglichen Museums oder laufenden Gewerbebetriebs.

## Guschelmuth, Kleingurmels und Monterschu

**Guschelmuth** besteht aus Gross- und Kleinguschelmuth. Die beiden Orte waren bis 1978 getrennte politische Gemeinden. Die Erstnennung 1267 als Cursilimou gehört zur gemeinsamen Namensgeschichte. In Grossguschelmuth steht die 1801 errichtete Kapelle **Johannes der Täufer**. Die Dörfer blieben stark landwirtschaftlich geprägt.

**Kleingurmels**, französisch Cormondes-le-Petit, liegt beim Schiffenensee. Die Gemeinde beschreibt den Ortsteil als Zugang des älteren Gurmels zum See. Von 1880 bis 1982 bestand eine gemeinsame Verwaltung mit Grossgurmels beziehungsweise Gurmels; die politische Vereinigung erfolgte erst 2000\. Eine administrative Neuordnung ist auch hier kein Gründungsdatum des Dorfs.

**Monterschu** wird im HLS 1232 als Moncorsum genannt. Ein Herrenhaus aus der Mitte des 18\. Jahrhunderts gehörte zur Geschichte der Familie de Fégely. Von 1909 bis 1961 diente es als Waisenhaus unter der Betreuung von Baldegger Schwestern. Dieser historische Zweck darf nicht als heutige Einrichtung verstanden werden.

## Wallenbuch: Freiburg innerhalb des Bernbiets

**Wallenbuch liegt als Freiburger Exklave im Kanton Bern.** Ein Besuch führt deshalb aus dem zusammenhängenden Gemeindegebiet hinaus. Der Ort kam 1512 endgültig unter Freiburger Herrschaft und behielt seine katholische Zugehörigkeit, als die bernische Umgebung reformiert wurde.

Die frühere kirchliche Verbindung nach Ferenbalm wurde durch die Zugehörigkeit zu Gurmels abgelöst. Seit 2003 gehört Wallenbuch auch politisch zur Gemeinde. Landwirtschaft und die besondere Grenzlage prägen seine Geschichte; der Ortsname bezeichnet ein eigenes Dorf und keinen Aussenbezirk im direkten Anschluss an den Hauptort.

## Ulmiz gehört seit 2026 dazu

**Ulmiz**, französisch Ormey, ist um 1200 als Hulmeis und 1390 als Ormeis belegt. Das Dorf liegt in einem Wiesental der Bibera. Ein Brand von 1591 gehört zu den einschneidenden Ereignissen seiner Geschichte. 1811 wurde der Streit um Nutzungsrechte im Galmwald durch die Zuteilung von ungefähr 25 Hektaren geregelt.

Die Bibera war auch hier eine Arbeitskraft: Mühle, Schmiede und Sägerei sind seit der frühen Neuzeit belegt; im 19\. Jahrhundert kamen weitere wasserbetriebene Anlagen hinzu. Kirchlich blieb Ulmiz mit dem reformierten Ferenbalm verbunden. Die **Fusion von 2026** vereinigt somit Orte mit unterschiedlichen kirchlichen Traditionen.

## Schulen in drei Dörfern und eine Orientierungsschule

Die [Primarschule Gurmels](https://psgurmels.ch/schulstandorte/?ref=schweiz.wiki) führt Standorte in **Cordast, Gurmels und Liebistorf**: an der Dorfstrasse 50, Schlösslistrasse 7 beziehungsweise Neuhausacher 5\. Die Verteilung der Klassen wird schuljährlich festgelegt. Ältere Beschreibungen einer eigenen Schule in Ulmiz sind kein verlässlicher Beleg für die heutige Zuweisung nach der Fusion.

Die [Orientierungsschule Gurmels](https://osgurmels.ch/?ref=schweiz.wiki) bildet das Zentrum der Sekundarstufe. Die kommunale Jugendarbeit besteht seit 2002 und wird zusammen mit Kleinbösingen sowie den katholischen und reformierten Kirchgemeinden getragen. Sie arbeitet politisch und konfessionell neutral und begleitet Jugendliche mit Treffangeboten, Aktivitäten und Beratung.

Die [Betreuungsübersicht der Gemeinde](https://www.gurmels.ch/kinderbetreuung?ref=schweiz.wiki) unterscheidet Kitas, Tagesfamilien und Spielgruppen. Sie nennt **Kibe Kunterbunt** an der St.-German-Strasse 13 in Gurmels, **Tiny World** am Spielacher 4 in Cordast sowie **Famiya** für Tagesfamilien. Eine Spielgruppe ist kein ganztägiger Betreuungsplatz; Anmeldung und verfügbare Plätze sind beim jeweiligen Angebot zu klären.

## Blasmusik als Teil des Dorflebens

Die [Musikgesellschaft Gurmels](https://www.mggurmels.ch/infos.html?ref=schweiz.wiki) wurde **1934** gegründet. Seit 1990 spielt sie als Harmonie der zweiten Stärkeklasse. Der Verein nennt den **Kilbimärit** und die Nachwuchsformation Jungmusig als feste Teile seines Engagements.

Zum künstlerischen Profil gehört das frühere Konzertprojekt **Lumières** von 2017, bei dem Musik und Lichtkunst zusammenwirkten. Im Mai 2026 nahm der Verein am Eidgenössischen Musikfest in Biel teil und berichtet über seinen Erfolg im Wettbewerb. Für kommende Auftritte dient die Vereinsseite als aktueller Kalender.

## Zwischen Düdingen, Murten und den Dörfern

Die **PostAuto-Linie 547** verbindet Düdingen über Gurmels mit Murten. Der Betreiber erläutert in seiner Freiburger Fahrplanübersicht 2026 auch die Erweiterung der Bedienung bei Greng und Meyriez. Die Route verbindet das Schulzentrum mit den Bahnanschlüssen der Nachbarorte; für ein einzelnes Dorf zählen die konkrete Haltestelle und der aktuelle Tagesfahrplan.

**Redaktioneller Ausflugsvorschlag:** Den Kirchbereich in Gurmels mit einem zweiten Dorf verbinden, etwa Liebistorf für die Bibera-Geschichte oder Cordast für die Kirchen und die Höhenlage. Wallenbuch erfordert wegen seiner Exklavenlage eine eigene Anreiseplanung.

Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Schlösslistrasse 1, 3212 Gurmels.

Kartendaten © [OpenStreetMap-Mitwirkende](https://www.openstreetmap.org/copyright?ref=schweiz.wiki). [Grössere Karte öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.892643&mlon=7.169545&ref=schweiz.wiki#map=14/46.892643/7.169545).

Quellen und Datenstand

Recherche: 2\. Oktober 2026\. Bevölkerung: zivilrechtlicher Bestand am 31\. Dezember 2025, kantonale Publikation vom 26\. August 2026\. Schul-, Besuchs- und Verkehrsangaben bei den zuständigen Stellen geprüft.

- [Gemeinde Gurmels](https://www.gurmels.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Kanton Freiburg: zivilrechtliche Bevölkerung](https://opendata.fr.ch/explore/dataset/01%5F02%5Fpop%5Flegale/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls0](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001004/2013-12-12/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls1](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000990/2016-09-23/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls2](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001005/2007-03-22/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls3](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001009/2007-08-20/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls4](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001010/2008-01-21/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls5](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003231/2016-10-20/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls6](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001017/2013-01-25/?ref=schweiz.wiki)