Hagneck
Hagneck am Bielersee: Aaremündung, renaturiertes Delta und Kraftwerk von 2015. Mit Kanalgeschichte, Bahnverbindung, Dorfleben und Schulen.
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In Hagneck erreicht die umgeleitete Aare den Bielersee. Kanal, Wasserkraftwerk und das verzweigte Delta prägen den kleinen Ort am südlichen Seeufer. Zwischen Täuffelen und Lüscherz verbindet die Gemeinde einen ländlichen Dorfkern mit einem wichtigen Schauplatz der Juragewässerkorrektion.
Hagneck im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Seeland |
| BFS-Nummer | 736 |
| Einwohner | 444 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 1,84 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Kanal und Kraftwerk verändern die Landschaft
Der Hagneckkanal wurde in den 1870er-Jahren mitten durch das Gemeindegebiet gebaut. Er leitete die Aare ins Seensystem und schnitt durch den Hügel zwischen dem Moos und dem Bielersee. Weitere Entwässerungsarbeiten am Länggraben in den 1920er- und 1930er-Jahren erschlossen früher moorige Flächen für die Landwirtschaft.
Am Kanalausgang entstand Ende des 19. Jahrhunderts ein Elektrizitätswerk. Das neue Wasserkraftwerk wurde am 23. Oktober 2015 in Betrieb genommen. BKW und Energie Service Biel/Bienne verbanden den Neubau mit grösserer Abflusskapazität und Massnahmen für die Gewässerökologie.
Ein naturnah gestaltetes Umgehungsgerinne ermöglicht Fischen, die Anlage zu passieren. Renaturierte Ufer und Inselbereiche ergänzen die technische Landschaft. Die Betreiberinformationen zum Neubau erläutern den Zusammenhang zwischen Stromproduktion und Delta.
Delta, Epsenmoos und öffentliche Uferwege
Die Gemeinde nennt das Auengebiet Epsenmoos und das Naturschutzgebiet beim Kraftwerk als Ziele für einen Spaziergang. Wanderwege und Velorouten führen durch Hagneck. Das Delta bietet einen Blick auf die Aaremündung, die Vegetation und den See.
Redaktioneller Vorschlag: Die Anreise mit der Bahn mit einem Spaziergang zum Kanal und den öffentlich zugänglichen Wegen beim Delta verbinden. Die Innenräume des Kraftwerks sind ein eigener Besuch mit Betreiberorganisation. Die Gemeindeseite führt zu Informationen über Führungen und die Umgebung.

Vom kleinen Hof zur politischen Gemeinde
Der Name Hagneg ist 1353 belegt. Noch im 18. Jahrhundert bestand der Ort aus wenigen Häusern; Landwirtschaft und Fischfang waren wichtige Erwerbszweige. 1840 löste sich Hagneck als politische Gemeinde von Täuffelen. Kirchlich und schulisch blieben enge Beziehungen zum Nachbarort bestehen.
Zum ländlichen Gebäudebestand gehören Wohn- und Bauernhäuser an der Hauptstrasse. Die amtliche Karte verzeichnet zudem Burg und Burghölzli. Diese Siedlungsnamen helfen bei der Orientierung; die heutigen Bezeichnungen sind kein Beleg für eine erhaltene, besuchbare Burg.

Schulen, Dorftreff und Bahnanschluss
Kindergarten und Primarschule werden mit Täuffelen-Gerolfingen geführt. Die Oberstufe ist im Verband mit Epsach, Mörigen, Sutz-Lattrigen und Täuffelen-Gerolfingen organisiert. Die Gemeindeübersicht «Wohnen und Leben» verlinkt Schulen, Tagesschule und Betreuungsangebote.
Zum sozialen Leben gehören der Verein Dorftreff und ein regelmässiger Mittagstisch für ältere Einwohner im Gasthof Brücke. Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe ergänzen die Funktion als Wohngemeinde.
Die Station Hagneck liegt an der Bahnlinie Biel–Täuffelen–Ins, die seit 1916 besteht. Die aktuelle Verbindung lässt sich im Fahrplan prüfen. Das regionale Zentrum Biel/Bienne und die Berner Gemeindeübersicht bieten weitere Orientierung.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.