Hasliberg
Hasliberg mit Hohfluh, Wasserwendi, Goldern und Reuti: Alpwirtschaft, Bergbahnen, Muggestutz und Schule. Mit Karte, echten Fotos und aktuellen BFS-Daten.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Hasliberg liegt auf einer sonnigen Terrasse oberhalb von Meiringen. Die vier Dörfer Hohfluh, Wasserwendi, Goldern und Reuti verteilen sich zwischen Brünig und Gental. Alpwirtschaft, Bergbahnen und Familienangebote verbinden die bewohnte Kulturlandschaft mit dem höheren Berggebiet.
Hasliberg im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Interlaken-Oberhasli |
| BFS-Nummer | 783 |
| Einwohner | 1125 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 41,74 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Hohfluh, Wasserwendi, Goldern und Reuti
Die besiedelte Terrasse liegt überwiegend zwischen 1000 und 1200 Metern. Hohfluh liegt näher beim Brünig, Reuti am östlichen Ende der Dorfreihe. Dazwischen befinden sich Wasserwendi und Goldern. Kleine Weiler und Einzelhöfe ergänzen die vier Hauptorte.
Das Gemeindegebiet steigt von tieferen Hanglagen bis zu Planplatten und den Berggebieten gegen Engstlenalp an. Es grenzt an Meiringen, Innertkirchen und den Kanton Obwalden. Bäche gliedern die Terrassen; Wiesen, Wälder und Alpsiedlungen wechseln sich entlang der Hänge ab.

Eine gemeinsame Bäuert vor der politischen Gemeinde
1358 wird Hasle an dem berge erwähnt. Die Bergleute bildeten eine genossenschaftliche Bäuert, deren Ordnungen Alprechte, Auftriebszeiten und Unterhalt regelten. Im Tal wurden Höfe individuell bewirtschaftet, während Vorsässe und Alpen teilweise gemeinschaftlich genutzt wurden.
Die Einwohnergemeinde entstand 1834; seit 1923 lautet ihr Name Hasliberg. Viehhaltung, Käseproduktion und Holzarbeit waren lange die wichtigsten Erwerbszweige. Zeitweise wurde auch Eisenerz im höheren Berggebiet gewonnen und zu den Verhüttungsbetrieben im Tal transportiert. Die Alp- und Landwirtschaft bleibt ein sichtbarer Teil der Landschaft.
Von den ersten Hotels zum Ausflugs- und Wintersportgebiet
Brünigbahn und Fahrstrassen erleichterten gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Anreise. Hotels entstanden zunächst in Hohfluh, später auch in den anderen Dörfern. Der Ausbau der Bergbahnen nach dem Zweiten Weltkrieg stärkte den Wintertourismus und erschloss Käserstatt, Mägisalp und Planplatten.

Heute bieten die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg Wanderwege, Wintersport und Familienangebote. Die Muggestutz-Zwergenwege, der Kugelweg und Spielangebote auf Bidmi setzen eigene Schwerpunkte. Betriebszeiten und offene Wege veröffentlicht der Bergbahnbetreiber; die Angebote unterscheiden sich je nach Saison.
Schulort Goldern und Verbindungen ins Tal
Die Schule Hasliberg hat ihren heutigen Schulhausstandort in Goldern. Kindergarten und Primarstufe gehören zum örtlichen Angebot. Die Schulwebsite führt zu Terminen, Ferienplan und Kontaktangaben.
Die Dörfer sind über die Strasse vom Brünig erschlossen. Zwischen Meiringen und Reuti besteht eine Luftseilbahn, von Wasserwendi und Reuti führen weitere Anlagen ins Berggebiet. Landwirtschaft, Gastgewerbe, Bauhandwerk und Dienstleistungen tragen zur örtlichen Wirtschaft bei. Das Vereinsleben verbindet Einwohnerinnen und Einwohner über die einzelnen Dörfer hinweg.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.