Hermrigen
Hermrigen zwischen Biel und Aarberg: Bauernhäuser, Obeliskenbrunnen und Länggraben. Mit Dorfgeschichte und aktueller Schule Hermrigen-Merzligen-Jens.
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In diesem Artikel
Hermrigen liegt am Südabhang des Oberholzes zwischen Biel und Aarberg. Bauernhäuser, kleine Nebengebäude und der Obeliskenbrunnen erzählen vom älteren Dorf. Der heutige Alltag verbindet die ländliche Gemeinde mit den Nachbarorten Merzligen und Jens, besonders im gemeinsamen Schulbetrieb.
Hermrigen im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Seeland |
| BFS-Nummer | 737 |
| Einwohner | 325 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 3,42 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Bauernhäuser und ein Brunnen mit Obelisk
An der Bergstrasse 11 steht ein Bauernhaus mit sichtbarem Fachwerk und einem weit ausladenden Dach. Am Lattrigenweg setzen der Obeliskenbrunnen und das kleine Ofenhaus weitere Akzente. Solche Bauten zeigen, dass ein Dorf nicht allein aus Wohnhäusern bestand: Brunnen, Speicher und Gebäude für die Verarbeitung der Erzeugnisse gehörten zur bäuerlichen Infrastruktur.

Redaktioneller Vorschlag: Einen Dorfrundgang über die öffentlichen Strassen mit der Betrachtung dieser Gebäude verbinden. Der Brunnen und die Fassaden sind Ziele im Freien; die Bauernhäuser und das Ofenhaus sind keine regulären Ausstellungsräume.

Zwischen Oberholz und der landwirtschaftlichen Ebene
Hermrigen liegt an der Verbindung von Bern über Aarberg nach Biel. Vom Dorf führen Wege in die Feldlandschaft und Richtung Oberholz. In der amtlichen Siedlungskarte erscheinen neben dem Hauptdorf unter anderem Holen, Rotlaub, Riedacher und Würbel.
Der ältere Anbau umfasste Getreide und Reben. Die Juragewässerkorrektion und spätere Meliorationen verbesserten die Bewirtschaftung der feuchten Niederungen. Die Gemeindegeschichte beschreibt den Länggraben als wichtiges Entwässerungssystem und berichtet, dass die letzten örtlichen Reben 1907 ausgeschlagen wurden. Obstbäume übernahmen einen Teil dieser Flächen.
Frienisberg, Nidau und Bern
Hermrigen erscheint 1249 als Hermeringen in einer Urkunde. Die Abtei Frienisberg und verschiedene Adelsfamilien besassen im Mittelalter Güter und Rechte im Ort. 1335 verkaufte Ritter Ulrich von Sutz seinen Besitz den Grafen von Neuenburg-Nidau.
Ende des 14. Jahrhunderts gelangte das Dorf an Bern. In der Landvogtei Nidau bildete es mit Merzligen-Niklaus einen Gerichtsviertel. Kirchenzugehörigkeit, Schulorganisation und politische Gemeinde haben sich unterschiedlich entwickelt; Hermrigen gehört kirchlich zu Täuffelen und unterhält neben der Einwohnergemeinde eine Burgergemeinde.
Zyklus 1 in Hermrigen, Zyklus 2 in Jens
Seit Sommer 2025 arbeiten die Schulstandorte Hermrigen-Merzligen und Jens gemeinsam. Kindergarten sowie erste und zweite Klasse werden in Hermrigen geführt. Die dritte bis sechste Klasse besucht den Standort Jens. Die Schule unterrichtet in zweistufigen Klassen.
Die aktuelle Gemeinde-Schulübersicht nennt den Standort Hermrigen an der Merzligenstrasse 20 und den Standort Jens am Oberfeld 10. Für die siebte bis neunte Klasse ist der Schulverband Nidau zuständig.
Die gemeinsame Tagesschule besteht seit 2019. Nach dem Gemeindestand vom Oktober 2026 sind die Module am Dienstag und Donnerstag für weitere drei Jahre zugesichert. Die Anmeldeunterlagen für 2026/2027 werden über die zuständige Schule angeboten.
Eine kleine Gemeinde im Umfeld Biels
Hermrigen besitzt eine Busverbindung in die umliegenden Zentren. Arbeitsplätze und Dienstleistungen ausserhalb des Dorfs werden über diese regionalen Verbindungen erreicht; konkrete Abfahrten stehen im Fahrplan.
Die Gemeindeverwaltung informiert über Einwohnerdienste und lokale Vorhaben. Für die grössere Umgebung führen die Artikel zu Aarberg, Biel/Bienne und die Berner Gemeindeübersicht weiter.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.