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Hilterfingen

Hilterfingen und Hünibach am Thunersee: Schloss Hünegg, Kirchenbezirk, Seeverbindungen und Schulverband. Mit Fotos, Karte und aktuellen BFS-Zahlen.

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Weg und Bäume am Thunerseeufer in Hilterfingen mit Alpen im Hintergrund
Thunerseeufer in Hilterfingen, 15. Januar 2020. Foto: Thomas Woodtli · CC BY-SA 2.0. Verkleinert und komprimiert.

Hilterfingen umfasst die beiden Orte Hilterfingen und Hünibach am rechten Thunerseeufer. Schloss Hünegg, der historische Kirchenbezirk und die Uferlandschaft prägen die Gemeinde. Wohngebiete reichen vom See in die Hänge, während Hünibach unmittelbar an den Thuner Siedlungsraum anschliesst.

Hilterfingen im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisThun
BFS-Nummer929
Einwohner4130 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche2,81 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Hilterfingen und Hünibach

Die beiden Orte haben unterschiedliche historische Bezüge. Hilterfingen gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Oberhofen und später zur bernischen Landvogtei. Hünibach entwickelte sich am Eingang zur Cholerenschlucht und im Umfeld mehrerer Landsitze.

1958 kam Hünibach von Heiligenschwendi zur Gemeinde Hilterfingen. Heute bilden die beiden Siedlungen einen gemeinsamen politischen Raum am See. Ihre einzelnen Ortsnamen bleiben für die Orientierung und die Schulstandorte wichtig.

Der historische Kirchenbezirk

Am Standort der Kirche wurden ältere Vorgängerbauten nachgewiesen. Der erhaltene Turm stammt aus dem Kirchenbau von 1473. 1727 entstanden ein wesentlich grösserer Kirchensaal und das Pfarrhaus.

Glasmalereien aus dem späten 15. Jahrhundert gehören zur wertvollen Ausstattung. Die Kirche dokumentiert damit mehrere Bau- und Nutzungsschichten. Sie steht neben den Landsitzen für die historische Architektur der Gemeinde.

Schloss Hünegg und seine Wohnkultur

Schloss Hünegg entstand 1861 bis 1863 als repräsentativer Landsitz im französischen Neurenaissancestil. Spätere Eigentümer veränderten das Innere und ergänzten eine Ausstattung im Jugendstil. Der Kanton Bern übernahm den Besitz 1958.

Heute zeigt das Schloss ein Museum für Wohnkultur des Historismus und des Jugendstils. Der Park ergänzt den Museumsbau mit altem Baumbestand und Ausblicken über den Thunersee. Die Schlosswebsite informiert über saisonale Öffnungszeiten und Veranstaltungen.

Uferlandschaft und Cholerenschlucht

Am See liegen Schiffsanlegestellen und verschiedene Freizeitangebote. Das Foto dokumentiert die Ankunft der Blümlisalp in Hilterfingen im Jahr 2020. Für konkrete Schiffsverbindungen ist der aktuelle Fahrplan massgeblich.

Dampfschiff Blümlisalp vor dem Ufer von Hilterfingen mit Niesen im Hintergrund
Blümlisalp bei der Ankunft in Hilterfingen, 9. Oktober 2020. Foto: Swissoptimist · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Hinter Hünibach führt der Bach durch die Cholerenschlucht. Felsen, Wasserlauf und Wald bilden einen anderen Landschaftsraum als das offene Seeufer. Die Aufnahme von 2017 zeigt einen Abschnitt dieser Schlucht.

Hünibach zwischen Felsen und Wald in der Cholerenschlucht
Hünibach in der Cholerenschlucht, 12. Februar 2017. Foto: Zaid El-Hoiydi · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Ein Schulverband für mehrere Gemeinden

Der Schulverband Hilterfingen vereint die Volksschulen von Hilterfingen und Oberhofen sowie die Oberstufe von Heiligenschwendi. Die Organisation umfasst Kindergarten bis zur neunten Klasse und verteilt den Unterricht auf mehrere Standorte.

Tagesschule, Schulsozialarbeit sowie Massnahmen- und Regelschulteams ergänzen das Angebot. Die Website des Schulverbands informiert über die heutigen Schulen und ihre Zuteilungen. Die Musikschule Region Thun bietet eine weitere regionale Verbindung.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.