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Hornussen

Hornussen im Böztal: St. Mauritius, historische Bözbergstrasse und der heutige Verwaltungsstandort.

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Ältere Häuser an der Dorfstrasse von Hornussen
Historischer Strassenraum in Hornussen, Februar 2009. Foto: Badener · CC BY-SA 3.0.

Hornussen ist ein historisches Strassendorf im oberen Fricktal. Die Kirche über dem Dorf und ältere Häuser an der Bözbergstrasse erinnern an die Verbindung zum Stift Säckingen und an den früheren Passverkehr. Seit 2022 gehört Hornussen zu Böztal und beherbergt dessen gemeinsame Verwaltung.

Hornussen auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Laufenburg
Heutige GemeindeBöztal
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
GemeindezugehörigkeitSeit 1. Januar 2022 Böztal
Historische Nennung1281 «Hornescon»
Heutige FunktionVerwaltungsstandort der Gemeinde Böztal

Kirchhügel und Strassendorf

Der ältere Dorfkern lag um den Kirchhügel. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Siedlung entlang der Bözbergstrasse erweitert. Die beiden Bereiche erklären den Aufbau Hornussens: Die Kirche setzt einen Punkt oberhalb des Orts, während Häuser und ehemalige Gasthäuser die Durchgangsstrasse begleiten.

Das Titelbild zeigt einen Ausschnitt dieses Strassenraums im Februar 2009. Bei einem Ortsbesuch lohnt es sich als redaktioneller Vorschlag, den Blick von der Dorfstrasse auch zum Kirchhügel zu richten.

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St. Mauritius

Die katholische Kirche ist dem heiligen Mauritius geweiht. Die heutige Kirche wurde 1710 bis 1712 errichtet; der Turm wird bereits dem 14. Jahrhundert zugeordnet. Man sieht damit unterschiedliche Bauphasen an demselben Gotteshaus.

Turm der Kirche St. Mauritius zwischen Dorfgebäuden
Turm der Kirche St. Mauritius in Hornussen, Februar 2009. Foto: Badener · CC BY-SA 3.0.

Die Pfarrei Hornussen nennt einen Priester bereits 1296 und eine Erwähnung der Kirche im Basler Pfarreiverzeichnis von 1302/04. Auf ihrer heutigen Website stehen Pfarrblatt, Anlässe und Kontakt. Die Pfarrei umfasst die katholischen Gläubigen von Hornussen, Bözen und Elfingen.

Säckingen und die österreichische Grenze

Die grundherrlichen Rechte lagen bis 1802 beim Stift Säckingen. Hornussens Dinghof war im späten Mittelalter Appellationsgericht für die säckingischen Gerichtshöfe im Stammgebiet des Stifts. Das Amtshaus von 1595 erinnert an diese Verwaltungsfunktion.

Hornussen gehörte lange zum habsburgisch-österreichischen Herrschaftsraum, während die benachbarten Orte westlich des Bözbergs teilweise bernisch waren. Diese Grenze gehört zur Erklärung der unterschiedlichen Ortsgeschichten im heutigen Böztal. Seit 1803 ist Hornussen aargauisch.

Passverkehr und Gewerbe

Weinbau und Landwirtschaft wurden durch Gastgewerbe und Vorspanndienste ergänzt. Im 19. Jahrhundert brachte Heimarbeit weitere Einnahmen. Der Bahnanschluss von 1875 veränderte den Verkehr; die A3 entlastete später die Dorfstrasse.

Der Zeiherbach zeigt eine andere Seite des Ortes. Das Foto von Oktober 2023 richtet den Blick auf sein bewachsenes Bett. Dorfstrasse, Kirchhügel und Gewässerraum sind unterschiedliche Bestandteile der örtlichen Landschaft.

Steiniges Bachbett des Zeiherbachs zwischen grünen Sträuchern
Bewachsenes Bett des Zeiherbachs in Hornussen, Oktober 2023. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0.

Verwaltung, Schule und Anreise

Mit der Fusion von Hornussen, Bözen, Effingen und Elfingen am 1. Januar 2022 entstand Böztal. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat arbeiten am Verwaltungsstandort Hornussen. Für kommunale Anliegen ist damit Böztal zuständig.

Der Schulstandort Hornussen führt Kindergarten und Primarschule bis zur sechsten Klasse. Die anschliessende Oberstufe liegt in Frick. Für die Anreise ins Dorf und zum gewünschten Ziel ist der aktuelle Fahrplan massgeblich.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.