Huttwil
Huttwil zwischen Emmental und Oberaargau: Stadtbrand, Marktgassen und regionales Schulzentrum. Mit Fotos, Karte und aktuellen BFS-Zahlen.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Huttwil ist ein Marktstädtchen im Oberaargau an der Verbindung zum Emmental. Der Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1834 gab dem Zentrum sein heutiges Gesicht. Bahnhof, Gewerbe und ein regionales Oberstufenzentrum ergänzen die historischen Marktgassen.
Huttwil im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Oberaargau |
| BFS-Nummer | 954 |
| Einwohner | 5206 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 17,24 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Ein Zentrum zwischen den Hügellandschaften
Huttwil verbindet einen kompakten Stadtkern mit Wohnquartieren, landwirtschaftlichen Flächen und Siedlungen wie Schwarzenbach. Die Gemeinde gehört zum Verwaltungskreis Oberaargau; ihre wirtschaftlichen und schulischen Beziehungen reichen zugleich ins Emmental.
Kirchturm, Marktgasse und Brunnenplatz gliedern das Zentrum. Geschlossene Häuserzeilen stehen hier neben den öffentlichen Plätzen. Die Fotos zeigen unterschiedliche Ansichten dieses Stadtraums.

Vom Weiler zur bernischen Stadt
Der Name Huttwilare erscheint in einer St. Galler Urkunde aus der Amtszeit des Abtes Grimaldus zwischen 841 und 872. Die Gemeinde deutet ihn als Weiler eines Hutto. Die Entwicklung zur befestigten Stadt erfolgte im 13. Jahrhundert; 1313 ist die Bezeichnung als Stadt schriftlich belegt.
1408 gelangte Huttwil an Bern und wurde der Vogtei Trachselwald zugeteilt. Märkte sind seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen. Sie machten den Ort zu einem Austauschplatz für das umliegende Land.
Im Bauernkrieg 1653 fand hier eine grosse Versammlung der Aufständischen unter Niklaus Leuenberger statt. Nach der Niederlage wurden die Tore beseitigt. Ein Erinnerungsdenkmal verweist auf diese Rolle der Stadt.
Der Wiederaufbau nach 1834
In der Nacht vom 8. auf den 9. Juni 1834 löste ein Blitzschlag in die Zehntscheune einen verheerenden Brand aus. Kirche, Rathaus und zahlreiche weitere Gebäude wurden zerstört. Die Gemeindechronik nennt 377 Menschen, die ihr Obdach verloren.
Der Wiederaufbau ordnete das Städtchen neu. Die regelmässigen Fassaden und Plätze gehören deshalb wesentlich zur Geschichte des 19. Jahrhunderts. Frühere Stadtbrände hatten den Ort schon im Mittelalter und in der Reformationszeit getroffen.
Bahnhof und Schule mit regionaler Aufgabe
Der Bahnhof bildet einen weiteren Bezugspunkt ausserhalb der Marktgassen. Die Aufnahme zeigt die Bahnsteige im Jahr 2018. Gemeinsam mit den Strassenverbindungen bindet der öffentliche Verkehr Huttwil in den regionalen Alltag ein.

Die Schule Huttwil führt Unterricht an mehreren Standorten. Kindergarten und Primarschule betreuen die Kinder der Gemeinde. Das Oberstufenzentrum Hofmatt nimmt zusätzlich Jugendliche aus Nachbargemeinden auf.
Aus Wyssachen und Dürrenroth kommen Real- und Sekundarschüler, aus Eriswil und Gondiswil die Sekundarschüler. Diese unterschiedliche Zuständigkeit beschreibt das Schulporträt. Huttwil erfüllt damit eine Bildungsaufgabe über seine Gemeindegrenzen hinaus.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.