Inkwil
Inkwil mit Inkwilersee an der Grenze zu Solothurn. Seeentwicklung, alter Bahnhof und Schule Aare-Oenz. Fotos, Karte und aktuelle BFS-Zahlen.
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Inkwil liegt im Oberaargau am Inkwilersee, den sich die Gemeinde mit Bolken im Kanton Solothurn teilt. See, Uferlandschaft und archäologische Spuren gehören zu seinen besonderen Merkmalen. Der ehemalige Bahnhof erinnert an die frühere Personenbahnverbindung nach Solothurn.
Inkwil im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Oberaargau |
| BFS-Nummer | 980 |
| Einwohner | 668 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 3,38 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Ein Gewässer in zwei Kantonen
Die Kantonsgrenze verläuft durch den Inkwilersee. Eine Hälfte liegt auf Inkwiler, die andere auf Bolkener Gemeindegebiet. Der See ist deshalb ein gemeinsamer Landschaftsraum und lässt sich nicht vollständig einer Gemeinde zuordnen.
Er entstand nach dem Rückzug der eiszeitlichen Gletscher. Die Gemeinde beschreibt ältere Uferveränderungen und spätere Entwässerungsarbeiten. Die heutige Form ist somit auch von Eingriffen zur landwirtschaftlichen Nutzung des Umlands geprägt.

Pfahlbauten und wechselnde Gerichte
Am See sind Pfahlbauten um 3500 vor Christus nachgewiesen. Insel, Moore und Uferbereich lieferten Spuren älterer Besiedlung. Der Seenraum besitzt damit eine Geschichte, die weit vor die schriftlichen Dorfbelege zurückreicht.
Im Mittelalter gehörten Boden und Gericht den Grafen von Kyburg. 1402 verkauften sie Inkwil an Burgdorf. Später wechselten die gerichtlichen Zuständigkeiten erneut; im 18. Jahrhundert gelangte das Niedergericht an Bern.
Kirchlich gehört Inkwil zu Herzogenbuchsee. Die Gemeinde leitet den Ortsnamen von einem Personennamen wie Ingo oder Inggo ab. Diese Deutung beschreibt den Hof eines Siedlers, ohne ein genaues Gründungsdatum zu bestimmen.
Ein geschützter Berner Seeteil
Seit Januar 2022 steht auch der bernische Teil des Inkwilersees unter Naturschutz. Schutzperimeter und Bestimmungen veröffentlicht die Gemeinde. Sie sind für die Nutzung der Ufer und des Gewässers massgeblich.
Der historische Seebach wurde im Zusammenhang mit Entwässerung und Meliorationen verändert. Solche Arbeiten beeinflussten den See und das Umland. Die kommunale Darstellung unterscheidet gesicherte Kartenbelege von unsicheren früheren Wasserständen.
Verkehrsgeschichte und Schulstandort
Inkwil lag an der Bahnlinie Herzogenbuchsee–Solothurn. Der Personenverkehr wurde 1992 durch Busbetrieb ersetzt. Das Stationsfoto von 1999 zeigt den damaligen baulichen Zustand und ist keine Darstellung eines heutigen Personenhalts.

Die Schule Aare-Oenz verbindet Inkwil mit Berken, Graben und Heimenhausen. Die fünfte und sechste Klasse werden in Inkwil unterrichtet; Kindergarten, erste bis vierte Klasse und Tagesschule befinden sich in Heimenhausen.
Landwirtschaftliche Flächen, Wohnhäuser und der See verbinden diese regionalen Beziehungen mit dem örtlichen Alltag. Die Gemeinde bleibt politisch selbstständig, während Schule und weitere Aufgaben gemeinsam organisiert werden.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.