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Ittigen

Ittigen und Worblaufen bei Bern: Wasserbetriebe an der Worble, Campagne Mannenberg, Haus des Sports, politische Selbstständigkeit und Schulen.

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Ökonomiegebäude der Campagne Mannenberg mit hellem Sockel, Holzlaube und geneigtem Dach, von der Strasse gesehen
Ökonomiegebäude der Campagne Mannenberg in Ittigen, Strassenseite, November 2022. Foto: Uschoen · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

In Ittigen liegen ältere Landsitze, Spuren von Wasserbetrieben und moderne Arbeitsorte dicht beieinander. Die Worble führt durch den Ort, während Worblaufen an der Aare einen zweiten Schwerpunkt bildet. Die Campagne Mannenberg und das Haus des Sports zeigen zwei sehr unterschiedliche Seiten dieser Gemeinde unmittelbar nordöstlich von Bern.

Ittigen ist politisch eine junge Gemeinde mit einer deutlich älteren Siedlungsgeschichte. Seit 1983 ist der Ort selbstständig. Seine Geschichte lässt sich besonders gut entlang der Gewässer und an den erhaltenen Gebäuden ablesen.

Ittigen auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Bern-Mittelland
Bevölkerung11'482 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
GemeindeflächeRund 4.2 km²
OrtsteileIttigen und Worblaufen
GewässerWorble und Aare
BFS-Nummer362
Offizielle WebsiteGemeinde Ittigen

Ittigen im Tal, Worblaufen an der Aare

Die beiden Ortsteile liegen in unterschiedlichen Landschaftsräumen. Ittigen folgt dem Worblental. Worblaufen liegt am Übergang zur Aare und besitzt eine eigene ältere Siedlungsgeschichte. Die Gemeinde nennt für Worblaufen eine erste Erwähnung 1180, für Ittigen 1318.

Das Gelände reicht von der Aare bei Worblaufen bis zum Mannenberg. Wohnquartiere, Verkehrswege und Arbeitsorte nehmen einen grossen Teil des Gemeindegebiets ein. Trotzdem sind die Gewässer wichtige Orientierungslinien geblieben. Sie verbinden den heutigen Ort mit seiner früheren gewerblichen Nutzung.

Papier, Pulver und Metall an der Worble

Die Gemeindegeschichte nennt Papiermühlen seit 1466 und Pulvermühlen seit 1619. Ab 1677 kamen Hammerwerke hinzu. Wasser war damit nicht nur Teil der Landschaft, sondern eine Grundlage der Arbeit und Produktion.

Die Kriegspulverfabrik wurde 1919 geschlossen. Andere industrielle Entwicklungen reichten weiter ins 20. und 21. Jahrhundert. Heute beschreibt die Gemeinde Ittigen auch als Standort von Dienstleistungsbetrieben und Bundesstellen. Die unterschiedlichen Nutzungen haben sich über lange Zeit überlagert.

Das Bild der Rohrleitungsbrücke über die Worble zeigt einen heutigen Ausschnitt dieses genutzten Talraums: Gewässer, Leitungen und Gebäude liegen unmittelbar nebeneinander. Es handelt sich um eine Aufnahme von September 2025.

Rohrleitungsbrücke über die Worble zwischen Gebäuden in Ittigen
Rohrleitungsbrücke über die Worble in Ittigen, September 2025. Foto: Urs Schönholzer · CC BY 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Campagne Mannenberg und moderne Architektur

Die Campagne Mannenberg gehört zu den historischen Anlagen Ittigens. Das Titelbild zeigt ihr Ökonomiegebäude von der Strassenseite, nicht das Herrenhaus. Dach, Fassade und Laube machen einen Gebäudetyp sichtbar, der einen anderen Massstab hat als die jüngeren Arbeits- und Wohnbauten des Ortes.

Das Haus des Sports ist ein Beispiel für diese neuere Architektur. Die Aufnahme vom April 2014 zeigt den Komplex von Nordwesten mit Glasflächen und gegliederten Dachformen. Der Gebäudename bezeichnet einen konkreten Ort; Besuchsmöglichkeiten und Veranstaltungen sind gesondert zu klären.

Haus des Sports in Ittigen mit Glas- und Metallfassaden, gegliederten Dächern und Bäumen im Vordergrund
Haus des Sports in Ittigen, von Nordwesten gesehen, April 2014. Foto: A. Buser · CC BY-SA 3.0 CH. Verkleinert und komprimiert.

Als redaktioneller Rundgang bietet sich ein Vergleich solcher älteren und neueren Bauten an. Historische Anlagen sind jedoch keine pauschal frei zugänglichen Museen. Für einen Blick von öffentlichen Wegen braucht es keine Annahme über die Nutzung der Innenräume.

Seit 1983 eine eigene Gemeinde

Ittigen gehörte früher zur Gemeinde Bolligen. Am 1. Januar 1983 wurde es zusammen mit Ostermundigen politisch selbstständig; Bolligen blieb als eigene Gemeinde bestehen. Die heutige kommunale Grenze ist deshalb viel jünger als die ersten Erwähnungen der beiden Ittiger Ortsteile.

Der Bau der Schmalspurbahn 1913 gehört zu den wichtigen Veränderungen der Erreichbarkeit. Zusammen mit den späteren Strassenverbindungen und dem Wachstum des Berner Siedlungsraums trug diese Erschliessung zur Entwicklung des heutigen Ortes bei.

Schulen und Betreuung im Zentrum und Altikofen

Die Schulübersicht der Gemeinde führt Kindergarten beziehungsweise Basisstufe, Primarstufe und Oberstufe. Die Betreuung ergänzt den Unterricht mit Angeboten an den Standorten Zentrum Rain und Altikofen.

Die Gemeinde verlinkt die Unterlagen für das Schuljahr 2026/27. Für Familien sind vor allem Standort, gewünschte Module und Anmeldung entscheidend. Die Tagesschule ist damit ein konkretes örtliches Angebot; ein durchgehend identischer Wochenplan an allen Standorten lässt sich daraus nicht ableiten.

Orientierung zwischen Worble und Aare

Für einen Besuch sollte man Ittigen und Worblaufen als zwei mögliche Ausgangspunkte unterscheiden. Die Karte markiert Ittigen im Worblental. Wer vor allem die Aarelandschaft sehen möchte, plant Worblaufen als eigenes Ziel ein.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 1. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.