Jens
Jens am Südhang des Jensbergs: Dorfplatz, Hungerberg und Landwirtschaft im Moos. Mit Siedlungsgeschichte, Schule HMJ und Tagesschule.
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Jens liegt am Südhang des Jensbergs über der Seeländer Ebene. Im Dorfkern stehen Bauernhäuser an gewundenen Strassen; weiter unten öffnen sich die Felder des Mooses. Hungerberg, Dorfplatz und jüngere Wohnquartiere machen unterschiedliche Etappen seiner Siedlungsgeschichte sichtbar.
Jens im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Seeland |
| BFS-Nummer | 738 |
| Einwohner | 663 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 4,58 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Dorfplatz und Hungerberg
Der alte Ortskern hat seinen bäuerlichen und gewerblichen Charakter bewahrt. Die Gemeinde beschreibt eine hohe Dichte gut erhaltener Bauten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Der Dorfbrunnen und die früher genutzte Waage gehören zu den Zeugnissen des örtlichen Wirtschaftslebens.

Im 19. Jahrhundert wuchs die Siedlung um den Hungerberg an der ansteigenden Strasse nach Bellmund. Dort lebten Kleinbauern und Taglöhner. Nach 1950 kamen an den Hängen zahlreiche Einfamilienhäuser hinzu; die Quartiere Tannacker und Weieried entstanden ab dem Ende der 1970er-Jahre.
Redaktioneller Vorschlag: Einen Rundgang durch den Dorfkern mit einem Weg am Siedlungsrand verbinden. So lässt sich der Übergang von alten Wirtschaftsgebäuden zu Wohnquartieren und offener Feldlandschaft nachvollziehen. Die privaten Häuser werden von den öffentlichen Wegen aus betrachtet.
Der Binnenkanal erschliesst die Ebene
Jens besitzt neben dem Hanggebiet einen Anteil am Moos. Der im Rahmen der ersten Juragewässerkorrektion von 1868 bis 1891 angelegte Binnenkanal entwässerte die Ebene. Damit wurden grössere Flächen für den Ackerbau nutzbar, darunter für Rübenlieferungen an die Zuckerfabrik in Aarberg.
Eine gemeinsame Güterzusammenlegung mit Merzligen folgte 1978 bis 1980. Landwirtschaft ist im Ort weiterhin sichtbar. Die amtliche Siedlungskarte führt auch die kleineren Standorte Buggleren und Boumatt.

Gens, Jäiss und die Landvogtei Nidau
1229/1230 ist der Name Gens belegt, später erscheint Jensse. Die mundartliche Form Jäiss lebt auch im Namen des Höhenzugs fort. Im Mittelalter besassen unter anderem die Klöster Gottstatt und Frienisberg sowie die Grafen von Neuenburg-Nidau Güter in Jens.
Mit dem Inselgau gelangte der Ort 1398 an Bern. In der Landvogtei Nidau bildete Jens mit Worben einen Gerichtsbezirk. Kirchlich ist Jens Bürglen zugeordnet. Diese regionalen Beziehungen reichen über die Grenzen der heutigen politischen Gemeinde hinaus.
Die gemeinsame Schule Hermrigen-Merzligen-Jens
Seit August 2025 werden Kindergarten und die erste sowie zweite Klasse am Schulstandort Hermrigen geführt. Die dritte bis sechste Klasse besucht den Standort Jens; unterrichtet wird in zweistufigen Klassen. Die Gemeinde-Schulübersicht führt zur Schule Hermrigen-Merzligen-Jens, kurz HMJ.
Für die Oberstufe besuchen die Jugendlichen die Standorte Balainen und Burgerbeunden des Schulverbands Nidau. Der Musikschulunterricht ist mit der Regionalen Musikschule Lyss verbunden.
Die drei Gemeinden führen seit 2019 gemeinsam eine Tagesschule. In Jens werden nach dem aktuellen Gemeindestand Mittagstische am Dienstag und Donnerstag angeboten; die Bedarfsabklärung erfolgt jährlich. Familien finden die Unterlagen für 2026/2027 auf der Tagesschulseite.
Einwohnergemeinde und Burgergemeinde
Die Einwohnergemeindeverwaltung befindet sich am Hinterdorf 5. Daneben besteht eine Burgergemeinde mit eigener Organisation. Die Gemeinde verlinkt auch das mietbare Waldhaus der Burgergemeinde; Reservation und Nutzungsbedingungen führen über dessen Betreiber.
Für Hermrigen, Merzligen und Jens dient die Mehrzweckhalle am Oberfeld 8 als gemeinsamer Notfalltreffpunkt. Das verdeutlicht eine weitere praktische Zusammenarbeit der Nachbarorte.
Regionale Zentren sind Biel/Bienne und Aarberg. Für Fahrten gilt der aktuelle Fahrplan; weitere Gemeinden stehen in der Berner Übersicht.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.