Kaufdorf
Kaufdorf zwischen Gürbe und Längenberg: Gutenbrünnen, Flusskorrektion, Bahn und heutige Dorfschule. Mit lizenzierten Fotos, Karte und aktuellen BFS-Zahlen.
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In diesem Artikel
Kaufdorf liegt zwischen der Gürbetalebene und den Hängen des Längenbergs. Zum Dorf gehören Gutenbrünnen und verstreute Höfe sowie jüngere Wohnquartiere. Flusskorrektion, Eisenbahn und Landwirtschaft erklären die Entwicklung des Orts zwischen Bern und Thun.
Kaufdorf im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Bern-Mittelland |
| BFS-Nummer | 869 |
| Einwohner | 1116 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 2,06 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Dorf und Wohnquartiere an zwei Geländeformen
Der Siedlungsraum umfasst den Hangfuss und einen Teil der offenen Talebene. Gutenbrünnen liegt seitlich des Hauptorts. Die jüngeren Quartiere Trümlere am Hang und Rohrmatt im Talboden ergänzen den älteren Dorfkern.
Wiesen, Felder und bewaldete Hänge bilden den Übergang zum Längenberg. Handwerk und Dienstleistungen konzentrieren sich teilweise im Dorf, während Höfe und landwirtschaftliche Flächen auch ausserhalb der geschlossenen Siedlung liegen.
Vom Niedergericht zur bernischen Gemeinde
1148 ist der Name als Cuffedorf belegt. Das örtliche Niedergericht gehörte im 14. Jahrhundert zur Herrschaft Burgistein und gelangte später an verschiedene Berner Familien. Durch Erbschaft kam es an das Inselkloster in Bern.
Nach der Reformation von 1528 verwaltete Bern Kaufdorf im Gericht Thurnen und im Landgericht Seftigen. Diese älteren Zuständigkeiten sind Teil der Herrschaftsgeschichte. Heute gehört die politische Gemeinde zum Verwaltungskreis Bern-Mittelland.
Gutenbrünnen und die frühere Ursuskapelle
Im Weiler Gutenbrünnen entstand 1495 eine Ursuskapelle, möglicherweise zusammen mit einer Einsiedelei. Das dortige Bad wurde vom 16. bis ins 19. Jahrhundert besucht. Kapellenreste und der Flurname erinnern an diese ältere Nutzung.

Die historische Badetradition ist von heutigen Angeboten zu unterscheiden. Das Foto zeigt die Lage der Gebäude unter dem bewaldeten Hang und einer Felswand. Gutenbrünnen bildet damit einen eigenen landschaftlichen Teil der Gemeinde.
Neues Ackerland und eine Bahnstation
Die Gürbekorrektion ab 1855 und die Gesamtmelioration von 1942 bis 1951 machten zuvor moorige Flächen intensiver nutzbar. Dadurch gewann die Gemeinde Ackerland in der Talebene. Brücken verbinden diese Flächen mit Dorf und Hangwegen.

Die Bahnstation wurde 1901 eröffnet. Die günstige Verbindung erleichterte später den Wohnungsbau und die Arbeitswege in die regionalen Zentren. Landwirtschaft, örtliche Betriebe und das Pendeln bestehen seither nebeneinander.
Kindergarten, Primarschule und Tagesschule
Die Dorfschule Kaufdorf unterrichtet Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse an der Dorfstrasse. Die aktuelle Schulwebsite berichtet aus dem Schuljahr 2026/27. Elternrat und Schulsozialarbeit ergänzen die Unterrichtsorganisation.
Die Tagesschule betreut Kinder ausserhalb der Unterrichtszeit und verbindet Mittagessen mit Spiel, Erholung und Aufgabenzeit. Weitere Module richten sich nach der Nachfrage. Die Schulwebsite und die Tagesschulseite veröffentlichen Anmeldung und aktuelle Angebote.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.