Kempfhof
Kempfhof in Würenlos: vom Grosshof zum Ortsteil, Klosterherrschaft und historische Bahnverbindung.
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Kempfhof liegt nordöstlich von Würenlos im unteren Furttal. Der frühere Weiler entwickelte sich aus einem Grosshof und gehörte lange zum Kloster Wettingen. Heute ist er mit Würenlos zusammengewachsen; ältere Häuser und der Bahnübergang bewahren örtliche Bezugspunkte.
Kempfhof auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Baden |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Würenlos |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Zugehörigkeit | Seit 1900 Teil von Würenlos |
| Namensherkunft | Lehensbauer Kempf, 15. Jahrhundert |
| Bahngeschichte | Nationalbahn durch den Ort seit 1877 |
Vom Grosshof zum Weiler
Der Name geht nach dem HLS auf einen Lehensbauern Kempf des Klosters St. Blasien zurück. Der Weiler entstand aus einem einzigen Grosshof. 1536 bestanden drei Höfe. Damit ist seine Entstehung anders zu erklären als die eines mittelalterlichen Städtchens oder eines grossen Kirchdorfs.
Von 1415 bis 1798 gehörte Kempfhof zum Amt Wettingen der Grafschaft Baden. Das Kloster Wettingen besass von 1421 bis 1798 Grundherrschaft und niedere Gerichtsbarkeit. Kirchlich gehörte der Ort zu Würenlos und war seit der Reformation wie dieses konfessionell gemischt.
Schule vor Gemeindezusammenschluss
1798 war Kempfhof Teil der Munizipalität Würenlos; 1803 entstand eine eigene politische Gemeinde. 1896 verschmolzen zunächst die drei Schulgemeinden Kempfhof, Würenlos und Ötlikon. Die politische Vereinigung mit Würenlos folgte 1900.
Schulorganisation und Gemeindeorganisation wurden somit in unterschiedlichen Schritten zusammengeführt. Heute informiert die Schule Würenlos über die gemeinsamen Angebote, die Gemeinde über Tagesstrukturen.
Die Bahn im alten Ortsraum
Ab 1877 führte die Nationalbahn durch Kempfhof. Im 20. Jahrhundert bestand zeitweise eine eigene Haltestelle für Arbeitskräfte von Brown Boveri & Cie. in Baden. Das ist eine historische Angabe und kein Versprechen heutiger Zughalte.

Die Aufnahme am Bahnübergang zeigt, wie nahe Gleis und ältere Häuser beieinanderliegen. Das andere Foto dokumentiert eine Häusergruppe mit Fachwerk und Ziegeldächern. Beide Bilder haben kein zuverlässig ausgewiesenes Aufnahmedatum.
Zusammengewachsen mit Würenlos
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchsen Kempfhof und Würenlos zusammen. Der Ortsname bleibt erhalten, auch wenn eine durchgehende Bebauung die früheren Siedlungsgrenzen weniger deutlich macht.
Der Gemeindeartikel Würenlos erläutert den Gesamtort mit Furttal, Einrichtungen und Verkehr. Kempfhof ergänzt ihn um Grosshof, Klosterherrschaft und die Bahn im älteren Siedlungskern.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.