Kirchlindach
Kirchlindach und Herrenschwanden nördlich von Bern: Felder, Dorfkirche, Neubrücke, Halenbrücke und Halensiedlung, Schulen und Betreuung.
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Kirchlindach verbindet offene Felder mit dem Rand der Berner Agglomeration. Im Hauptort steht die Kirche über der ländlichen Umgebung. Weiter südlich gehört Herrenschwanden zur gleichen Gemeinde; dort spielen die Nähe zur Aare und die Verbindung nach Bern eine stärkere Rolle. Zwischen den Orten liegen Höfe, kleinere Siedlungen und Waldstücke.
Zur Gemeinde gehören ausserdem Oberlindach, Niederlindach, Jetzikofen und Heimenhaus. Ihr Gebiet reicht von der Aare Richtung Schüpberg. Die Geschichte erzählt von Flussübergängen, einem Zusammenschluss zweier Gemeinden und der Halensiedlung als Beispiel moderner Wohnarchitektur.
Kirchlindach auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Bern-Mittelland |
|---|---|
| Bevölkerung | 3'342 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 11,96 km² |
| BFS-Nummer | 354 |
| Hauptorte | Kirchlindach und Herrenschwanden |
| Weitere Ortsteile | Oberlindach, Niederlindach, Jetzikofen und Heimenhaus |
| Öffentliche Schule | Kindergarten und Primarschule in Kirchlindach und Herrenschwanden; Oberstufenzentrum in Uettligen |
| Offizielle Website | Gemeinde Kirchlindach |
Kirche, Felder und Krebsbach
Das Bild des Hauptortes wird durch die Kirche und die umliegenden Häuser geprägt. Von Süden her lässt sich besonders gut erkennen, wie der Dorfkern in der offenen Kulturlandschaft liegt. Der Krebsbach gehört zu dieser Umgebung; das Foto hält den Übergang zwischen Feldern, Bachlauf und Dorf im Frühjahr 2012 fest.

Die Ortsteile unterscheiden sich in ihrer Grösse und in ihrer Nähe zur Stadt. Kirchlindach lässt sich deshalb nicht auf einen einzigen Dorfkern reduzieren. Für Spaziergänge kann man den Hauptort als Ausgangspunkt wählen und auf öffentlichen Wegen die Felder und Waldränder einbeziehen. Die Aussicht zum Alpenbogen ist bei klarer Witterung eine zusätzliche Besonderheit.
Lindenacho und der Zusammenschluss von 1880
1185 wurde der Name als «Lindenacho» in einer päpstlichen Bestätigung von Rechten und Besitz der Abtei St. Johannsen bei Erlach genannt. Nach der Gemeindegeschichte geht «Lindach» auf einen galloromanischen Gutsnamen zurück. Die Lindenblätter im Wappen sind somit keine gesicherte Erklärung des Ortsnamens.
Die heutige politische Gemeinde entstand 1880 durch die Vereinigung mit Bremgarten-Stadtgericht. Dieses bestand aus verstreuten Gebietsteilen in Herrenschwanden, Niederlindach und Oberlindach. Schwierige Grenzverhältnisse hatten zuvor Streitigkeiten ausgelöst. Der Zusammenschluss vereinfachte die Organisation des Gebiets.
Neubrücke, Halenbrücke und moderne Wohnarchitektur
Die Neubrücke von 1469 schuf eine wichtige Verbindung nach Bern. Die gedeckte Holzbrücke wurde mehrfach erneuert. Für den zunehmenden Verkehr entstand 1911 bis 1913 die Halenbrücke aus armiertem Beton. Beide Bauwerke stehen für unterschiedliche Phasen der Erschliessung.
Oberhalb der Halenbrücke entstand Ende der 1950er Jahre die Halensiedlung. Die Gemeinde hebt sie als bedeutendes Beispiel moderner Siedlungsarchitektur hervor. Sie ist eine bewohnte Anlage. Wer sich für ihre Architektur interessiert, sollte einen Besuch entsprechend respektvoll planen und öffentliche Wege verwenden.
Waldränder und Alpenblick
Die Landschaft bietet einen anderen Zugang zum Ort als die Brücken und Wohnsiedlungen. Vom Waldrand oberhalb Kirchlindachs kann sich ein weiter Blick Richtung Berner Alpen öffnen. Im Foto vom November 2014 sind die Berge jenseits der Felder und Hügel zu sehen.

Für einen ruhigen Ausflug reicht oft eine kleinere Runde durch das Umfeld des Hauptortes. Die ländlichen Bereiche werden landwirtschaftlich genutzt; Wege durch diese Landschaft sollten auf den vorgesehenen öffentlichen Verbindungen bleiben. Das nahe Büselimoos ist ein Naturschutzgebiet in Kirchlindach und wird auch von Bremgarten bei Bern als Wanderziel beschrieben.
Zwei Primarschulstandorte und gemeinsame Angebote
In Kirchlindach und Herrenschwanden werden Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse unterrichtet. Die Klassen sind mehrstufig organisiert; altersdurchmischtes und kooperatives Lernen gehören zum Schulkonzept. Die Oberstufe befindet sich in Uettligen ausserhalb der Gemeinde.
An beiden Primarschulstandorten gibt es eine Tagesschule. Die tatsächlich geführten Module richten sich nach dem Bedarf und der Bewilligung für das jeweilige Schuljahr. Die zum Recherchestand zugängliche Gemeindeseite enthält noch eine Modultabelle für 2025/26. Für eine konkrete Anmeldung sollte deshalb die aktuelle Organisation direkt bei der Tagesschule geklärt werden. Eine pauschale Zusage für alle Morgen und Nachmittage wäre daraus nicht ableitbar.
In Heimenhaus liegt zudem das örtliche Schwimmbad, im Gemeindealltag «ds Heimeli» genannt. Ein Besuch hängt von der Saison und den aktuellen Betriebsinformationen ab. Vereine, Musikschule und weitere Familienangebote ergänzen das örtliche Leben.
Den richtigen Ausgangspunkt wählen
Für einen Dorfspaziergang eignet sich Kirchlindach, für einen Blick auf die Verbindung zur Aare eher Herrenschwanden. Bei einer Anreise aus Bern sollte das genaue Ziel im Fahrplan gewählt werden. Die Karte markiert den Hauptort Kirchlindach und dient als erste Orientierung; sie stellt die gesamte Gemeindegrenze nicht dar.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 1. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- Gemeinde Kirchlindach: Ortsnamen, Kirche, Neubrücke und Landsitze
- Gemeinde Kirchlindach: Schulen, Freizeit und amtliche Informationen
- Gemeinde Kirchlindach: Ortsteile, Landschaft und Infrastruktur
- Kirchlindach: Schulstandorte und Oberstufe
- Kirchlindach: Tagesschulmodule und Standorte
- Kanton Bern/BFS: Bevölkerungsbilanz 2010–2025, STATPOP 2025
- Nachbargemeinde Bremgarten bei Bern: Büselimoos liegt im Gemeindegebiet Kirchlindach