Kriechenwil
Kriechenwil mit Schönenbühl und Riesenau: Name Dicki bis 1959, mittelalterliche Verkehrswege, örtliche Schule mit Gammen und regionale Betreuung.
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Kriechenwil verbindet das Dorf mit Schönenbühl und Riesenau sowie einer Geschichte alter Verkehrswege. Die Gemeinde hiess bis 1959 amtlich Dicki. Eine kleine Schule betreut auch Kinder aus dem Ferenbalmer Ortsteil Gammen; die Oberstufe liegt in Laupen.
Kriechenwil auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Bern-Mittelland |
|---|---|
| Bevölkerung | 420 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 4.77 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026 |
| Lage | Links der Saane an der Grenze zu Freiburg, nahe Laupen |
| BFS-Nummer | 666 |
| Offizielle Website | Gemeinde Kriechenwil |
Dorf, Schönenbühl und Riesenau
Kriechenwil liegt im Verwaltungskreis Bern-Mittelland auf der linken Seite der Saane. Schönenbühl und Riesenau, im Historischen Lexikon Risau genannt, ergänzen den Hauptort. Zum gewachsenen Dorfbereich gehört auch Dönishaus.
Die Titelaufnahme vom April 2012 zeigt die Strasse mit Bauernhäusern und einer damaligen Bushaltestelle. Sie vermittelt den bäuerlich geprägten Charakter des Orts.
Warum aus Dicki Kriechenwil wurde
1353 ist Digki belegt. Dicki blieb bis 1959 der offizielle Gemeindename, obwohl die Post und eine frühere Bahnstation bereits Kriechenwil verwendeten. Weil kein eigentlicher Dorfteil Dicki hiess, kam es nach der Gemeindechronik wiederholt zu Missverständnissen.
Die Chronik dokumentiert den Gemeindebeschluss vom 12. März 1959 und die Genehmigung der Namensänderung am 16. April. Die örtliche Erzählung von einem heimgekehrten Kreuzritter ist eine Sage und kein Nachweis für die Namensherkunft.
Hohlweg und mittelalterlicher Übergang
Der Hohlweg im Eiholz gehört zu einem älteren Verkehrsweg nach Bern. Das Historische Lexikon datiert erhaltene Reste einer Saanebrücke anhand der Hölzer um 1400. Die verbreitete Bezeichnung als Römerbrücke ist damit keine gesicherte Datierung dieser Reste.
Am Weg liegen zudem Sockel eines früheren Galgens. Die Gemeinde beschreibt einen 1995 angelegten Wanderweg mit Erläuterungstafeln. Die historischen Orte werden über öffentliche Wege und die aktuelle örtliche Wegführung besucht.
Höfe und Dorfwege

Die Aufnahme vom April 2012 zeigt einen weiteren Dorfweg mit Hofgebäuden und Gartenbereichen. Sie ergänzt die Hauptstrasse um einen kleineren Siedlungsabschnitt.
Eine Ortsrunde mit einem gesondert geplanten Abschnitt im Eiholz ist eine redaktionelle Idee. Die historische Route und heutige Strassenführung werden dabei unterschieden.
Basis- und Primarstufe vor Ort

Das Foto vom April 2012 zeigt das Schulhaus Kriechenwil mit Baum und benachbarten Gebäuden. Die heutige Schule führt Basis- und Primarstufe.
Die Basisstufe verbindet Kindergarten sowie erste und zweite Klasse. Kinder aus Gammen besuchen aufgrund der Zusammenarbeit mit Ferenbalm die Schule Kriechenwil bis zum Ende der sechsten Klasse. Für die siebte bis neunte Klasse verweist die Gemeinde auf Laupen.
Kinderbetreuung in der Region Laupen
Die kommunale Betreuungsinformation erschliesst die Kinderbetreuung Region Laupen mit Kita und Tagesfamilien. Es handelt sich um regionale Angebote mit eigenem Anmelde- und Platzverfahren.
Die Kombination aus örtlicher Primarschule und regionalen Angeboten prägt den Familienalltag. Benötigte Betreuungszeiten und ein konkreter Platz werden mit dem zuständigen Anbieter geklärt.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.