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La Ferrière

La Ferrière im Kanton Bern: Pavillon der Naturforscher Gagnebin, La Basse-Ferrière, Kirche, Jurahöhen und Primarschule von 1H bis 8H.

Aktualisiert am

Dorf La Ferrière vor Wiesen und Bäumen mit einem roten Zug am Siedlungsrand
Dorfzentrum von La Ferrière im Kanton Bern, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

La Ferrière liegt auf den Jurahöhen am südwestlichen Rand der Freiberge. Das Dorf und seine verstreuten Höfe gehören zum Kanton Bern. Der Pavillon der Naturforscher Gagnebin, die Bahn nach La Chaux-de-Fonds und die Weiden rund um La Basse-Ferrière geben der Gemeinde ihr eigenes Profil.

La Ferrière auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Jura bernois
Bevölkerung542 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Gemeindefläche14.16 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026
LageHochgelegene Siedlungen ab etwa 1’000 m ü. M.
BFS-Nummer435
Offizielle WebsiteGemeinde La Ferrière

La Ferrière und La Basse-Ferrière

Das Gemeindegebiet liegt im Nordwesten des Verwaltungskreises Jura bernois. Zum Hauptdorf kommen La Basse-Ferrière und zahlreiche Einzelhöfe. Landwirtschaft, Weiden und Wald prägen die Umgebung; ein kompakter Dorfkern allein zeigt deshalb nur einen Teil der Gemeinde.

Der Pavillon der Brüder Gagnebin

Pavillon Gagnebin in La Ferrière mit hellem Verputz, grünen Fensterläden und grossem Dach
Maison Gagnebin, der Pavillon in La Ferrière, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Abraham Gagnebin war Arzt und Naturforscher; sein Bruder Daniel arbeitete ebenfalls als Arzt und befasste sich mit Naturwissenschaften. In ihrem Haus, dem Pavillon, bauten sie eine naturhistorische Sammlung auf. Besucher und gelehrte Korrespondenten machten La Ferrière im 18. Jahrhundert über die Region hinaus bekannt.

1940 erhielt das Haus eine Gedenktafel für die beiden Brüder. Die Aufnahme von September 2018 zeigt den Pavillon von der Strasse aus. Sie belegt keinen heute frei zugänglichen Museumsbetrieb. Die Gemeindechronik beschreibt auch den Chirurgen Daniel Sandoz und den historischen Logis de la Licorne.

Die Erzählung, Abraham Gagnebin und Jean-Jacques Rousseau hätten bei dessen Besuch 1765 gemeinsam die Linden des Dorfs gepflanzt, überliefert die Gemeinde ausdrücklich als Überlieferung. Vier Lindenblätter erscheinen im Gemeindewappen.

Kirche und heutige Dorfmotive

Die reformierte Kirche wurde 1864 eingeweiht. Zuvor war La Ferrière kirchlich mit Renan verbunden; seit 1861 bestand eine eigene Pfarrei. Der Kirchturm ist ein Orientierungspunkt in der offenen Höhenlandschaft.

Metallskulptur mit gebogenen Elementen und Figuren im Kreisel von La Ferrière
Skulptur im Kreisel von La Ferrière, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Ein anderes Motiv zeigt die Metallskulptur im Kreisel, aufgenommen 2018. Das Kunstwerk ergänzt das Strassenbild neben den historischen Gebäuden.

Die Gemeinschaft der Jurahöhen

1590 entstand hier aus der Besiedlung und Rodung der Höhen eine Gemeinde. Das Historische Lexikon nennt als frühe Bezeichnung die «Hautes Montagnes d’Erguël». Der Fürstbischof von Basel bestätigte die Gemeinschaft und ihre Rechte.

Nach der französischen Zeit kam La Ferrière 1815 zum Kanton Bern. Die Uhrenherstellung vergrösserte im 19. Jahrhundert die Bevölkerung; die spätere Konzentration der Produktion in den Städten verstärkte wieder die Bedeutung von Landwirtschaft und Auspendeln.

Primarschule und Leben im Dorf

Die heutige kommunale Schulseite bestätigt Unterricht von 1H bis 8H. Die Schulleitung ist die Anlaufstelle für Einschulung und Zuteilung. Die Gemeinde verweist zudem auf Waldaktivitäten des Vereins «Les Graines, entre cimes et racines».

Die 1992 eingeweihte Mehrzweckhalle entstand für Bevölkerung und örtliche Vereine. Das heutige Veranstaltungsprogramm und kommunale Mitteilungen stehen auf der Gemeindewebsite.

Mit der Bahn auf die Höhe

Seit 1892 erschliesst die Bahn zwischen Saignelégier und La Chaux-de-Fonds die Gemeinde. Das Titelbild von September 2018 zeigt einen roten Zug am Dorfrand. Für Abfahrten und die Verbindung zu weiteren Haltestellen gilt der aktuelle Fahrplan.

Als redaktioneller Vorschlag lässt sich ein Dorfbesuch mit Pavillon und Kirche mit einem Spaziergang auf erlaubten Wegen zwischen Weiden und Wald verbinden. Die offene Höhenlage verlangt eine Planung nach Wetter und Jahreszeit. BFS STATPOP zählt 542 Personen am 31. Dezember 2025.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.