La Sonnaz
La Sonnaz mit Cormagens, Formangueires, La Corbaz und Lossy: Kapellen, Flusslandschaft, Spazierwege, Schule, Betreuung und Anreise.
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In diesem Artikel
La Sonnaz ist eine Gemeinde mit vier Ortsnamen und einem gemeinsamen Fluss. Lossy und Formangueires liegen im offenen Talraum, La Corbaz zieht sich am Hang hinauf, und Cormagens liegt an der Verbindung zwischen Freiburg und Murten. Kleine Kapellen, Höfe, Wohnquartiere und Waldwege geben den einzelnen Orten ihr Gesicht.
Die französischsprachige Gemeinde im Bezirk Sarine / Saane des Kantons Freiburg entstand 2004. Ihr Name bezeichnet die politische Gemeinde und das Gewässer; für eine Adresse oder einen Besuch bleibt der jeweilige Ortsname wichtig. Die Verwaltung befindet sich in Lossy.
La Sonnaz auf einen Blick
| Kanton und Bezirk | Freiburg (FR), Sarine / Saane |
|---|---|
| BFS-Nr. | 2235 |
| Bevölkerung | 1’481 am 31. Dezember 2025; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik |
| Ortschaften | Cormagens, Formangueires, La Corbaz und Lossy |
| Gemeindegründung | 1. Januar 2004: Fusion von Cormagens, La Corbaz und Lossy-Formangueires |
| Sprache | Französisch |
| Gemeindeverwaltung | Route du Moulin 49, 1782 Lossy |
| Offizielle Website | Commune de La Sonnaz |
Die Einwohnerzahl umfasst alle vier Ortschaften.
Karte von La Sonnaz
Der Marker zeigt die Gemeindeverwaltung an der Route du Moulin 49 in Lossy.
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Vier Orte, schrittweise zusammengewachsen
Die heutige Gemeinde ging am 1. Januar 2004 aus Cormagens, La Corbaz und Lossy-Formangueires hervor. Die Gemeindechronik dokumentiert die Vorbereitung und die Abstimmungen von 2003. Der gemeinsame Name nimmt die Sonnaz auf; auch das Gemeindewappen zeigt den Fluss. Ein Mühlrad erinnert an die frühere Nutzung der Wasserkraft.
Der Zusammenschluss hatte Vorläufer: Lossy und Formangueires wurden seit 1834 von einem gemeinsamen Gemeinderat verwaltet. Ihre Gemeindegüter blieben jedoch getrennt, bis 1982 die politische Fusion zu Lossy-Formangueires erfolgte. Cormagens und La Corbaz teilten sich seit 1866 ebenfalls einen Gemeinderat, blieben aber bis zur Gründung von La Sonnaz eigenständige Gemeinden.
Lossy und Formangueires am Talübergang
Lossy wird in der kommunalen Ortsgeschichte bereits 1228 erwähnt. Die frühere Mühle gehört zu den historischen Bezugspunkten des Dorfs. Heute sind Schule und Gemeindeverwaltung an der Route du Moulin wichtige gemeinsame Einrichtungen. Am Hang oberhalb liegt das Gasthaus Le Sarrazin, während der Weg talwärts zur Sonnaz und nach Formangueires führt.
Die kleine Kapelle Saint-Joseph in Lossy wurde auf Initiative von Frédéric Barras erbaut und 1921 eingeweiht. Sie ist eine Station des von der Freiburger Wanderorganisation beschriebenen Rundwegs durch die Gegend. Damit steht in Lossy neben den alltäglichen Einrichtungen auch ein gut fassbarer Ort der jüngeren Dorfgeschichte.
Formangueires, 1294 als Villa Fromondeiri belegt, liegt auf der rechten Seite der Sonnaz. Das Dorf gehörte kirchlich zur Pfarrei Belfaux. Seine Geschichte ist eng mit Viehhaltung, Getreide- und Futterbau verbunden. Höfe und freie Flächen tragen weiterhin dazu bei, dass Lossy und Formangueires trotz der langen gemeinsamen Verwaltung als unterschiedliche Orte erkennbar sind.
La Corbaz und die Marienkapelle
La Corbaz liegt links der Sonnaz am Hang. Die erste im Historischen Lexikon genannte Form lautet 1294 La Corbassieri. Damals wechselten La Corbaz, Lossy und Formangueires gemeinsam den Besitzer, als Nikolaus von Englisberg sie an seinen Bruder Wilhelm und Jean de Vuippens verkaufte.

Die Kapelle Nativité de Marie wird ebenfalls 1294 erwähnt. Vor 1654 war sie dem heiligen Blasius geweiht; 1663 wurde sie erneuert oder neu gebaut. Heute bildet sie mit ihrem kleinen Vorbau und dem Dachreiter einen markanten Punkt an der Route de la Chapelle. Von hier führt die Landschaft weiter hinauf zum Bois de La Corbaz. Für Fragen zu Gottesdiensten und zum Zugang zu den Kapellen ist die Pfarrei Belfaux eine Anlaufstelle.
Cormagens zwischen Landwirtschaft und Verkehrsachse
Cormagens erscheint 1148 als Cormargin: Guy d’Ependes schenkte damals seinen Besitz am Ort der Abtei Hauterive. Der historische deutsche Name lautet Cormasing. Die Lage an der Strasse Freiburg–Murten unterscheidet Cormagens von den höher gelegenen Siedlungen im Westen der Gemeinde.
Die Kapelle Saint-Théodule wurde 1493 erwähnt, 1716 neu errichtet und 1844 von der Murtenstrasse ins Dorf verlegt. Dieser Standortwechsel ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie sich auch ein kleiner Ort über die Jahrhunderte verändert. Landwirtschaftliche Gebäude, Wohnhäuser und die Verkehrsverbindung nach Pensier gehören heute zum Ortsbild.

Wasser, Wälder und ein Rundweg
Die Sonnaz verbindet die Siedlungsräume, auch wenn die Dörfer an unterschiedlichen Hängen und Strassen liegen. Bei Cormagens lässt sich das Gewässer am Übergang Richtung Pensier sehen. Für längere Spaziergänge bieten sich der Bois de La Corbaz und die Waldgebiete oberhalb von Lossy an.

Die Freiburger Wanderorganisation beschreibt einen Rundweg vom Forstzentrum Belfaux über Lossy, La Corbaz und Cutterwil. Angegeben sind 10,5 Kilometer, 260 Höhenmeter und etwa 2 Stunden 45 Minuten. Die Route verbindet Waldränder, die beiden Kapellen und Wege durch die Dörfer. Sie führt auch durch die Nachbargemeinde Belfaux und enthält asphaltierte Abschnitte. Die publizierte Karte und Wegbeschreibung helfen bei der Auswahl von Varianten.
Als kürzerer redaktioneller Besuchsvorschlag lassen sich die Ortskerne von Lossy und La Corbaz mit ihren Kapellen verbinden. Ein Abstecher nach Formangueires ergänzt den Blick auf den Talraum. Die Wege zwischen den Dörfern verlaufen teilweise an Strassen; eine durchgehend verkehrsfreie Promenade ist damit nicht gemeint.
Einkehren in Lossy
Das Café-Restaurant Le Sarrazin an der Route des Sarrazins 115 bietet Gaststube, Veranda und Terrasse. Auf seiner Speisekarte nennt der Betrieb regionale Lieferanten, darunter den Fromager in Lossy, die Käserei Belfaux und den Domaine de Cormagens. Die saisonale Karte und die Reservierungsmöglichkeiten stehen auf der Betreiberseite. Gemäss dem beim Abruf veröffentlichten Wochenplan sind Montag und Dienstag Ruhetage.
Schule und Betreuung in Lossy
Seit 2018 bilden La Sonnaz und Granges-Paccot einen gemeinsamen Schulkreis. Der Schulstandort Lossy blieb dabei erhalten. Der aktuelle Schuljahresbrief 2026/27 führt die Kindergarten- und Primarklassen sowie die örtlichen Ansprechpersonen auf. Auch die Bibliothek von Granges-Paccot steht den Kindern des Schulkreises offen.
Die ausserschulische Betreuung befindet sich inzwischen in Lossy. Während der Schulferien ist sie geschlossen; für diese Zeit kann eine Betreuung im AES Granges-Paccot beantragt werden. Anmeldung und Ferienregelung sollten deshalb am konkreten Betreuungsort geklärt werden. Für weitere Leseangebote nennt die Gemeinde auch die Regionalbibliothek in Belfaux.
Anreise passend zur Ortschaft
Die Regionalbuslinie 542 bedient Formangueires, Moulin, Lossy, école und La Corbaz, ancienne école. Sie verbindet diese Halte mit Belfaux CFF, Corminboeuf und Chésopelloz. Der Jahresfahrplan 2026 weist Fahrten von Montag bis Freitag aus; die aufgeführten Feiertage sind ausgenommen. Die Pläne sind bei den TPF-Regionalbuslinien abrufbar.
Für Cormagens kommt auch der nahe Bahnhof Pensier in der Nachbargemeinde Courtepin als Ausgangspunkt infrage. Er liegt an der Strecke Freiburg–Murten. La Sonnaz selbst besitzt keinen Bahnhof. In der Verbindungssuche sollte deshalb die konkrete Zieladresse verwendet werden, nicht allein der Gemeindename.
Quellen und Stand
Geprüft am 1. Oktober 2026. Bevölkerung: kantonale zivilrechtliche Bevölkerung vom 31. Dezember 2025, veröffentlicht am 26. August 2026. Die Bilder zeigen datierte Ansichten von 2014.