La Tour-de-Trême
La Tour-de-Trême bei Bulle: mittelalterlicher Burgturm, Kirche Saint-Joseph, Geschichte der Holzindustrie und Kulturprogramm im CO2.
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Ein Turm auf einem Fels gab La Tour-de-Trême seinen Namen. Er erinnert an die Zeit, als die Trême zwei Herrschaftsgebiete trennte: das Greyerzer Territorium hier und das bischöfliche Bulle auf der anderen Seite. Heute gehört der Ort zu Bulle. Mit der Kirche Saint-Joseph, eigenen Schulstandorten und dem Kulturprogramm im CO2 besitzt La Tour-de-Trême weiterhin ein deutlich erkennbares Zentrum.
Steckbrief
| Ort | La Tour-de-Trême |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Bulle |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · District de la Gruyère |
| Ortssprache | Französisch |
| Heutige Zugehörigkeit | Bulle seit 2006 |
Turm und ehemaliger Grenzort
1271 erscheint der Ort als «Turrem de Trema»; der alte deutsche Name lautet Zum Turm. Die Burg der Grafen von Greyerz wurde 1349 zerstört. Ihr viereckiger Turm blieb stehen. Die mittelalterliche Siedlung entwickelte sich unterhalb der Befestigung und erhielt 1396 Stadtrechte nach dem Vorbild von Moudon.
Nach dem Ende der Grafschaft 1555 gelangte La Tour-de-Trême an Freiburg. Le Pâquier löste sich 1827 als eigene Gemeinde ab. Seit der Fusion von 2006 gehört La Tour-de-Trême politisch zu Bulle.

Saint-Joseph und das erneuerte Dorf
Die neugotische Kirche Saint-Joseph wurde 1874–1876 errichtet. Ihr hoher, schlanker Turm bildet einen zweiten markanten Akzent im Ortsbild. Die selbstständige Pfarrei bestand schon seit 1603.
Mehrere Brände veränderten das Dorf. Nach der grossen Feuersbrunst von 1852 wurde der Wiederaufbau auf Anordnung des Staates entlang der Kantonsstrasse konzentriert. Das erklärt einen Teil der heutigen Ausrichtung des Ortskerns. Für einen kurzen Rundgang bietet sich redaktionell die Verbindung von Burgturm und Kirchenumgebung an. Eine allgemeine Innenbesichtigung des Turms ist damit nicht verbunden.
Holzverarbeitung an der Trême
Der Usiniers-Kanal versorgte einst holzverarbeitende Betriebe. Sägereien, Parkett- und Stuhlfabrikation prägten die industrielle Entwicklung. Von 1907 bis 1947 bestand auch eine Kistenfabrik von Nestlé. Die Geschichte dieser Betriebe ergänzt das Bild des mittelalterlichen Ortes um eine ausgeprägte handwerklich-industrielle Seite.
Theater und Musik im CO2
An der La Ronclina 4 liegt die Salle CO2. Die Saison culturelle CO2 bringt Theater, Musik und weitere Bühnenformen nach La Tour-de-Trême. Das Programm reicht von gesellschaftlichen Themen bis zu Familienvorstellungen. Die angekündigte Produktion «Rien que de l’eau ?» am 29. und 30. Oktober 2026 beschäftigt sich beispielsweise mit Erfahrungen von Hochwasser und Naturereignissen.
Bei der Planung ist der Spielort wichtig: Im selben Kulturprogramm erscheinen auch Veranstaltungen im Le Moderne an der Rue Victor-Tissot in Bulle. Das einzelne Veranstaltungsticket nennt den jeweils richtigen Saal. Für einen Abend in La Tour-de-Trême sind deshalb Veranstaltungsort, Beginn und Heimfahrt gemeinsam zu prüfen.
Schule und Alltag
Die Stadt Bulle führt La Tour-de-Trême als einen ihrer Primarschulstandorte neben Condémine und Léchère. Auf der Gemeindeseite stehen Gebäudepläne sowie empfohlene Fusswege für Schulkinder bereit. Die kommunalen Dienste sind seit der Fusion bei Bulle angesiedelt; der Ortsname bleibt für Schulen, Haltestellen und Adressen in Gebrauch.
Mit Mobul durch den Ort
Die Mobul-Linie 201 verbindet Epagny, La Tour-de-Trême, Bulle, Riaz und Marsens. Im Fahrplan 2026 sind unter anderem die Haltestellen Le Closalet, Le Pra, Centre und St-Michel aufgeführt. Für den Ortskern ist «La Tour-de-Trême, Centre» ein naheliegender Ausgangspunkt.
Die TPF weisen darauf hin, dass alle Mobul-Haltestellen auf Verlangen bedient werden und Anschlüsse nicht garantiert sind. Die aktuelle Verbindungssuche berücksichtigt Fahrplantage und Änderungen. Eine Kombination aus Ortsrundgang und einer Vorstellung im CO2 ist ein redaktioneller Ausflugsvorschlag; die letzte Rückfahrt sollte vorab feststehen.
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Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.