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Lauenen (BE)

Lauenen mit Lauenensee, Rohr und Wildhorn: Berglandwirtschaft, Tristen, historische Kirche und Schule. Mit Fotos, Karte und aktuellen Gemeindezahlen des BFS.

Aktualisiert am

Lauenental mit Wiesen, Wald und den Bergen am Talende
Lauenental mit Blick in die Berglandschaft, 6. Oktober 2012. Foto: Zacharie Grossen · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Lauenen liegt in einem Bergtal südlich von Gstaad unter dem Wildhornmassiv. Das Dorf, verstreute Höfe und Alpen bilden eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mit touristischen Angeboten. Lauenensee, das Schutzgebiet Rohr und die traditionelle Herstellung von Tristen geben dem Tal ein eigenes Profil.

Lauenen (BE) im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisObersimmental-Saanen
BFS-Nummer842
Einwohner851 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche58,49 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Vom Engewald bis zum Wildhorn

Das Tal steigt vom Engewald gegen das Wildhorn an. Die Gemeinde beschreibt einen Höhenunterschied von rund 1150 bis über 3200 Metern. Holzhäuser, Wiesen und Höfe prägen die bewohnten Abschnitte; darüber liegen Bergwälder, Alpflächen und hochalpine Räume.

Landwirtschaft bleibt ein wichtiger Wirtschaftszweig. Tourismus und Baugewerbe profitieren von der Nähe zu Gstaad, ohne das Dorf in einen grossen städtischen Ferienort zu verwandeln. Die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr erfolgt über die Montreux-Oberland-Bahn nach Gstaad und weiter mit dem Postauto.

Lauenensee, Rohr und handgefertigte Tristen

Der Lauenensee ist von Feuchtgebieten und Berglandschaft umgeben. Im Tal liegt zudem das Schutzgebiet Rohr. Die Gemeinde hebt die Hochmoore, das Gebiet Gelten-Iffigen und die Wasserfälle Geltenschuss und Dungelschuss als besondere Landschaftselemente hervor.

Lauenensee mit Feuchtgebieten und umliegenden Berghängen
Lauenensee mit den umliegenden Feuchtgebieten, 21. Juni 2008. Foto: Zumbo · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Im Rohr wird im Herbst Schilf gemäht und zu Tristen aufgeschichtet. Diese im Freien stehenden Lagerhaufen sind eine überlieferte Form der Bewirtschaftung und ein sichtbares Element der Kulturlandschaft. Für einen Besuch gehören Naturraum und landwirtschaftliche Arbeit zusammen.

Eine eigene Pfarrei nach langen Verhandlungen

1296 ist der Name an der Lowinon belegt. Die Bäuert war politisch und kirchlich von Saanen abhängig. Nach längeren Verhandlungen wurde 1522 die eigene Pfarrei bewilligt; die Kirche entstand zwischen 1518 und 1524. 1556 folgte die Reformation.

Kirche und Kirchgemeindehaus in Lauenen zwischen verschneiten Wegen
Kirche links und Kirchgemeindehaus rechts im Dorfzentrum, 23. Februar 2013. Foto: Hadi · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Die reich ausgestatteten Holzhäuser des 18. Jahrhunderts zeigen den früheren Wohlstand der Vieh- und Alpwirtschaft. Später kamen Ferienwohnungen und Chalets hinzu. Historische Übergänge führen Richtung Lenk, Gsteig und Wallis; ihre hochalpinen Abschnitte sind von der Talerschliessung klar zu unterscheiden.

Volksschule im Dorf und regionale Angebote

Die Gemeinde führt die Volksschule Lauenen als örtliche Schule und das Oberstufenzentrum Gstaad als regionales Bildungsangebot auf. Auch die Musikschule Saanenland-Obersimmental gehört zu den verzeichneten Einrichtungen. Zuständigkeiten und aktuelle Kontakte stehen auf der Gemeindeseite zur Schule.

Die Gemeinde ist mit Gsteig und Saanen Teil des Saanenlands. Dienstleistungen werden teilweise gemeinsam organisiert, während Landwirtschaft, örtliches Gewerbe und die Einrichtungen im Dorf den Alltag vor Ort bestimmen. Wander- und Winterangebote ergänzen diesen bewohnten Talraum je nach Saison.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.