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Lauperswil

Lauperswil beidseits der Emme: Dorf, Emmenmatt, Zollbrück, Moosegg und Geschichte von Wartenstein. Mit heutiger Schule, Fotos, Karte und BFS-Daten.

Aktualisiert am

Bauernhäuser in Kalchmatt mit grossen Dächern vor einem bearbeiteten Feld
Kalchmatt in Lauperswil, 29. September 2011. Foto: Ginkgo · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Lauperswil reicht quer über das Emmental von den Höhen der Moosegg und Blasenfluh bis zum Unteren Frittenbach. Dorf Lauperswil, Emmenmatt und ein Teil von Zollbrück gehören zu derselben Gemeinde. Alte Herrschafts- und Kirchengeschichte, Bahnanschlüsse und gemeinsame Schulen verbinden ihre unterschiedlichen Siedlungsräume.

Lauperswil im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisEmmental
BFS-Nummer903
Einwohner2728 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche21,19 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Dörfer, Weiler und Höfe beidseits der Emme

Der Dorfkern Lauperswil liegt am linken Emmenufer, das politische Gebiet auf beiden Seiten des Flusses. Emmenmatt, Obermatt, Kalchmatt und ein Teil von Zollbrück ergänzen die Siedlung. Wittenbach, Längenbach, Ebnit und zahlreiche Einzelhöfe liegen in den Hügelgebieten.

Zollbrück ist auf Lauperswil und Rüderswil verteilt. Der nördliche Teil gehört zu Rüderswil. Für Adressen, Schulen und Gemeindezuständigkeiten ist diese Teilung wichtig, obwohl die Ortschaft als zusammenhängender Siedlungsraum erscheint.

Herrschaft Wartenstein und historische Kirche

1275 ist Lauperswil als Loperswile erwähnt. Das Dorf gehörte zur Herrschaft Wartenstein; die Abtei Trub besass weitere Güter und Rechte. Mit dem Landgericht Ranflüh kam der Ort 1408 unter Bern.

Die Burg Wartenstein wurde im Burgdorferkrieg 1383 zerstört. Spätere Herrschaftsträger errichteten einen neuen Landsitz in der Kalchmatt. Die Kirche Lauperswil wurde 1518 neu gebaut; ihre historischen Glasfenster gehören zu den besonders beachteten Ausstattungsstücken.

Bahn und Gewerbe in der Talebene

Die Brücke mit Zollstelle gab Zollbrück ab dem 16. Jahrhundert einen Ausgangspunkt. Im Schachengebiet entstanden weitere Siedlungen, deren Entwicklung lange von Überschwemmungen beeinflusst wurde. Uferverbauungen verbesserten später die Nutzungsmöglichkeiten.

Emmenmattbrücke über die Emme mit Verkehrsschildern und Häusern im Hintergrund
Emmenmattbrücke zwischen Lauperswil und Signau, 29. September 2021. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Bahnlinien Bern–Langnau von 1864 und Burgdorf–Langnau von 1881 förderten Gewerbe und Industrie in Emmenmatt und Zollbrück. Die Stationen Emmenmatt und Neumühle gehören zur heutigen Erschliessung. Der Talboden entwickelte damit andere Erwerbsfunktionen als die landwirtschaftlichen Hügelgebiete.

Moosegg und Blasenfluh als Höhenlandschaft

Die Moosegg ergänzt die dichter besiedelten Talorte um eine offene Hügellandschaft mit Wiesen, Wald und verstreuten Gebäuden. Ehemalige Kurhausstandorte machten die Höhen schon früher als Ausflugsziele bekannt.

Hügel, Wiesen und eine kurvenreiche Strasse auf der Moosegg
Landschaft auf der Moosegg; Aufnahmedatum auf Commons nicht angegeben. Foto: Simon Waelti · CC0 1.0. Verkleinert und komprimiert.

Das Gemeindegebiet erreicht auf der Blasenfluh rund 1100 Meter über Meer. Der Wechsel zwischen Tal, Hang und Höhe gehört zum Charakter von Lauperswil. Landwirtschaft, Wohnen und Ausflüge nutzen dabei unterschiedliche Teile derselben Gemeinde.

Schule Zollbrück für zwei Gemeinden

Seit August 2023 bilden Lauperswil und Rüderswil den Gemeindeverband Schule Zollbrück. In Lauperswil liegen die Standorte Emmenmatt, Lauperswil und Mungnau. Das örtliche Schulhaus Lauperswil beherbergt auch die Tagesschule.

Die gemeinsame Oberstufe wird im Oberstufenzentrum Zollbrück unterrichtet. Der erweiterte Standort nahm den Unterricht im Sommer 2025 auf und verbindet Unterrichtsräume mit Lernlandschaften. Die Schulwebsite und die aktuelle Standortseite erläutern die Organisation.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.