Le Mouret
Le Mouret vereint sechs ehemalige Gemeinden: Dorfkerne, Grande Riedera, Praroman, Montécu, Les Peupliers und konkrete Wege durch die Region.
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Le Mouret ist eine Gemeinde aus mehreren Dörfern am Fuss der Freiburger Voralpen. An der Strasse Freiburg–La Roche–Bulle liegt der namensgebende Siedlungsbereich; seitlich davon verteilen sich historische Dorfkerne, Höfe und Wohngebiete. Das Schloss Grande Riedera, die alten Häuser von Praroman und die Hänge unterhalb des Cousimbert gehören zu den markanten Bezugspunkten.
Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2003 aus Bonnefontaine, Essert, Montévraz, Oberried, Praroman und Zénauva. Montécu gehörte damals bereits zu Bonnefontaine. Für eine genaue Adresse bleibt der jeweilige Dorf- oder Strassenname entscheidend.
Le Mouret auf einen Blick
| Kanton und Bezirk | Freiburg (FR), Sarine / Saane |
|---|---|
| BFS-Nr. | 2220 |
| Bevölkerung | 3’326 am 31. Dezember 2025; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik |
| Sprache | Französisch |
| Gemeindegründung | 1. Januar 2003 |
| Fusionsgemeinden | Bonnefontaine, Essert, Montévraz, Oberried, Praroman und Zénauva |
| Verwaltung | Route du Pafuet 42, 1724 Le Mouret |
| Website | Commune Le Mouret |
Die Dörfer und ihre Besonderheiten
Praroman war die bevölkerungsreichste der sechs Fusionsgemeinden. Der historische Kern um Saint-Laurent umfasst mehrere geschützte Häuser und Bauernhöfe. Zum früheren Gebiet gehörten auch Teile der Weiler Le Mouret und Le Pafuet. Heute liegen Schulräume in Praroman und die Gemeindeverwaltung an der Route du Pafuet.
Bonnefontaine besitzt mit der 1894 erbauten Kirche Notre-Dame-de-Lourdes einen eigenen kirchlichen Mittelpunkt. Montécu, seit 1989 mit Bonnefontaine vereinigt, hat eine ältere eigenständige Gemeindegeschichte. Beide Orte liegen im Übergangsraum zur deutschsprachigen Region. Ihre frühere Verbindung erklärt, weshalb Montécu nicht als siebte Fusionsgemeinde von 2003 erscheint.
Essert ist durch die Kapelle Sainte-Anne und das Schloss Grande Riedera geprägt. Seine kirchliche Zugehörigkeit zu Treyvaux unterscheidet sich von jener der meisten anderen Dörfer von Le Mouret. Das Schloss liegt am Chemin de la Riedera 10.
Montévraz setzt sich aus Montévraz-Dessus, Montévraz-Dessous, Montemblou und Pramathaux zusammen. Hier liegt auch der Landsitz Petite Riedera am Chemin de la Riedera 20. Er ist vom benachbarten Schloss Grande Riedera in Essert zu unterscheiden. Die Kapelle von Montévraz entwickelte sich unter dem Patrozinium Notre-Dame-des-Grâces zum Wallfahrtsort.
Oberried ist ein Strassendorf am Fuss des Petit Cousimbert. Mehrere ältere Bauernhäuser säumen die Route du Village. Das Institut Les Peupliers ist ein weiterer wichtiger Standort. Zénauva liegt ebenfalls am Fuss des Cousimbert; der ländliche Ort ist heute unter anderem ein Schulstandort des gemeinsamen Schulkreises.

Ältere Verbindungen und die Fusion von 2003
Lange vor der politischen Fusion bestanden kirchliche und wirtschaftliche Beziehungen zwischen den Dörfern. 1644 löste sich Praroman von der Pfarrei Ependes und bildete mit Montévraz, Oberried, Zénauva, Bonnefontaine und Montécu eine eigene Pfarrei. Bonnefontaine und Montécu wurden später kirchlich selbstständig. Essert blieb mit Treyvaux verbunden.
Ein erstes Fusionsprojekt scheiterte 1973. Die schliesslich angenommene Vereinbarung führte 2003 zur heutigen Gemeinde. Die Gemeindegeschichte beschreibt den Zusammenschluss als deutlich getragenen Entscheid der beteiligten Orte. Die lokalen Namen und historischen Bauten wurden dadurch Teil einer gemeinsamen Verwaltung, ohne dass die Siedlungen zu einem einzigen Dorfkern verschmolzen.
Kulturerbe rund um Saint-Laurent
In Praroman lohnt sich die genaue Unterscheidung der Gebäude. Die Ancienne Cure an der Route de l’Eglise 72 und der Bauernhof an der Route de l’Eglise 57 stehen als Objekte von nationaler Bedeutung im Kulturgüterschutzinventar. Das alte Pfarrhaus mit seiner reich gegliederten Holzfassade ist ein besonders anschauliches Beispiel der örtlichen Baukultur.

Die Kirche Saint-Laurent an der Place de l’Eglise 70 entstand 1637–1639. In ihrer Nähe liegen das Maison Wicht, auch Château de Praroman, an der Route de l’Eglise 73 und das frühere Gasthaus Couronne, später Pfarrhaus, an der Route de la Voos 4. Diese Bauten sind im Inventar regionaler Bedeutung aufgeführt.
Ein kurzer Rundgang durch den Kern kann Kirche, alte Cure und die umliegenden Häuser miteinander verbinden. Bei den privaten Wohn- und Hofbauten ist die Aussenansicht von öffentlichen Strassen aus der passende Zugang; aus dem Schutzstatus ergibt sich keine allgemeine Öffnung der Innenräume.
Grande Riedera: Schloss, Unterkunft und Veranstaltungsort
Das Château de la Grande Riedera stammt aus dem 17. Jahrhundert. Wohnbau, Turm, Kapelle, Wirtschaftsgebäude und ummauerter Hof bilden ein geschlossenes Ensemble. Die heutige Nutzung verbindet die historische Anlage mit Gästezimmern sowie Räumen für Seminare, Feste und andere Anlässe.
Wer dort übernachten oder einen Raum nutzen möchte, kann direkt beim Betreiber reservieren. Die veröffentlichten Kontaktzeiten für Zimmerbuchungen sind keine allgemeinen Besichtigungszeiten. Für kulturelle Anlässe oder einen konkreten Besuch ist das jeweilige Angebot massgeblich; eine täglich frei zugängliche Schlossführung wird auf der Betreiberseite nicht ausgewiesen.
Der Bus hält bei «Essert FR, La Riedera». Der Betreiber nennt von der Haltestelle einen Weg von ungefähr 200 Metern zum Schloss. Die Adresse Chemin de la Riedera 10 hilft dabei, die Grande Riedera nicht mit der nahe gelegenen Petite Riedera zu verwechseln.
Autour du Mouret und kürzere Runden
Die Gemeinde stellt ein Netz von Spazier- und Wanderwegen vor. Für den gesamten Weg «Autour du Mouret» sind ungefähr fünf bis sechs Stunden zu rechnen. Er lässt sich in Etappen aufteilen und verbindet die unterschiedlichen Landschafts- und Siedlungsbereiche.
Daneben werden kürzere thematische Runden angeboten: La Grande Riedera mit etwa zwei Stunden, La Crojetta und La Voos mit jeweils ungefähr einer Stunde. Der jeweilige Plan auf der Gemeindeseite ist für Verlauf und Ausgangspunkt massgeblich.
Die Gemeinde beschreibt das Wegenetz als Angebot für die Sommerperiode. Da Abschnitte über landwirtschaftlich genutztes Gelände führen, sollen Hunde an der Leine bleiben und Weidezäune nach dem Durchgang wieder geschlossen werden. So lassen sich die Wege nutzen, ohne die Bewirtschaftung der Flächen zu behindern.
Schulstandorte und Betreuung
Der Schulführer 2026/27 nennt zwei Unterrichtsorte: Praroman für 1H bis 4H sowie 7H und 8H, Zénauva für 5H und 6H. Die gemeinsame Organisation regelt Schultransporte, Stundenpläne und weitere Angebote. Auch der Schwimmunterricht im Bad von Marly ist darin vorgesehen.

Das Accueil extrascolaire an der Place de l’Eglise 60 in Praroman ist für Kinder des Schulkreises bestimmt. Zum Angebot gehören Mittagessen, Aktivitäten und Zeit für Hausaufgaben. Betreuungsmodule hängen auch von der Zahl der Anmeldungen ab. Für 2026/27 erfolgt die Anmeldung über MonPortail; die Gemeindeseite führt zu den Formularen und Tarifen.
Les Peupliers in Oberried
Die Institution Les Peupliers verbindet heute drei Bereiche: spezialisierte Berufsbildung, eine Sonderschule mit Internat sowie ein Heim für ältere Menschen. Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ältere Menschen nutzen damit unterschiedliche Angebote am selben Standort. Die Institution befindet sich an der Adresse Les Peupliers 3.
Das Areal hat eine lange Bildungsgeschichte: Ab 1886 beherbergte es eine Landwirtschaftsschule, bevor diese um 1900 nach Grangeneuve verlegt wurde. Die heutigen Angebote werden vom Betreiber erläutert. Zum Umfeld gehört auch das öffentlich angebotene Restaurant; Öffnung und Menü stehen auf der Institutionsseite.
Busverbindungen und Karte
Die TPF-Linie 231 führt von Freiburg über Marly und Praroman nach Bonnefontaine; sie bedient auch Moulin à Benz und Le Pafuet. Die Linie 234 verläuft über Le Mouret, village und Essert FR, La Riedera nach La Roche und Bulle. Die unterschiedlichen Halte erschliessen verschiedene Teile der Gemeinde. Der gewünschte Reisetag und der genaue Zielhalt sind deshalb in den TPF-Fahrplänen zu prüfen.
Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Route du Pafuet 42.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen.
Quellen und Datenstand
Recherchiert am 1. Oktober 2026. Zivilrechtliche Bevölkerung: 31. Dezember 2025, veröffentlicht am 26. August 2026. Schuljahr 2026/27; Fahrplan 2026.
- Kanton Freiburg: Bevölkerung
- Gemeindegeschichte und Fusionsorte
- Historisches Lexikon der Schweiz: Bonnefontaine, Montécu, Essert, Montévraz, Oberried FR, Praroman, Zénauva
- Kulturgüterschutzinventar Freiburg 2026; Betreiberinformationen Grande Riedera und Les Peupliers
Fotos zeigen die datierten Aufnahmezustände. Bildnachweise und freie Lizenzen stehen bei den Bildern.