Leimbach (AG)
Leimbach AG im Wynental: Hanglandschaft, Strohdachhaus Seeberg und Dorfgeschichte, dazu Schule und Kinderbetreuung.
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Leimbach liegt am Hang des oberen Wynentals. Die kleine Aargauer Gemeinde ist von Feldern und Wald umgeben und mit Reinach eng verbunden. Ihr besonderes historisches Gebäude steht etwas oberhalb des Dorfes: das Strohdachhaus im Weiler Seeberg, das an die frühere bäuerliche Wohn- und Arbeitswelt erinnert.
Leimbach (AG) auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Kulm |
|---|---|
| Bevölkerung | 533 am 30. Juni 2026 Ständige Wohnbevölkerung gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik |
| Gemeindefläche | 1,14 km² |
| Waldfläche | 0,38 km² |
| Lage | Oberes Wynental |
| Weiler | Seeberg |
| Postleitzahl | 5733 |
| Offizielle Website | leimbach.swiss |
| BFS-Nr. | 4137 |
Eine kleine Gemeinde am Talhang
Leimbach gehört zum Bezirk Kulm. Die Siedlung liegt in einer Nische der nördlichen Randmoräne des Wynentals. Der Gemeindebann umfasst nur gut einen Quadratkilometer; ungefähr ein Drittel davon ist Wald. Die Hanglage prägt die Häuser und den Blick über das Tal.
Die Wege zu den benachbarten Ortschaften sind für den Alltag wichtig. Reinach übernimmt zahlreiche Aufgaben im regionalen Zusammenhang, während Leimbach eine eigene politische Gemeinde bleibt. Der Dorfname ist mit dem althochdeutschen Wort für Lehm verbunden. Gemeint ist hier Leimbach im Aargau.
Das Strohdachhaus auf dem Seeberg
Das historische Bauernhaus gehört der Vereinigung Aargauer Heimatschutz. Über dem Tenntor ist die Jahrzahl 1783 eingeschnitzt. Die Gemeinde nimmt an, dass das Haus um diese Zeit errichtet wurde. Seine Konstruktion mit Ständern und Hochstüden sowie das grosse Strohdach stehen für eine ältere Hausform des Aargaus.

Im Haus sind bäuerliche Geräte und Haushaltgegenstände erhalten. Die Gemeinde beschreibt unter anderem eine Chemihutte aus lehmüberzogenem Rutengeflecht über dem Herd. Solche Details zeigen, wie Wohnen, Kochen, Vorratshaltung und landwirtschaftliche Arbeit unter einem Dach zusammenkamen.

Das Haus ist als kleines Museum eingerichtet. Besichtigungen werden direkt mit der örtlichen Betreuung vereinbart. Die offizielle Gemeindeseite zum Strohdachhaus nennt die Kontaktmöglichkeiten. Einen Innenbesuch plant man daher mit einer vorherigen Anfrage.
Vom Steckhof zur selbstständigen Gemeinde
Leimbach wird um 1300 erwähnt. Im Mittelalter waren die Zehntrechte auf verschiedene Adelsfamilien und besonders das Stift Beromünster verteilt. Ab 1415 lag der Ort im bernischen Untertanengebiet.
Nach der Reformation löste sich Leimbach von der katholischen Pfarrei Pfeffikon und schloss sich 1529 der reformierten Kirchgemeinde Reinach an. Bis 1751 war die Siedlung ein Steckhof. Danach erhielt sie von Bern ein eigenes Gemeinderecht. Seit 1803 gehört sie zum Kanton Aargau.
Heimarbeit und Wandel des Dorfes
Im 18. und 19. Jahrhundert ergänzten Baumwoll- und Tabakverarbeitung die Landwirtschaft. In den Häusern wurde für die regionalen Gewerbebetriebe gearbeitet. Später verdrängte die mechanisierte Produktion diese Formen der Heimarbeit. Ab den 1920er-Jahren bestand auch ein Blech- und Drahtwerk.
Die historische Luftaufnahme von 1964 hält einen früheren Zustand des Dorfes mit Feldern, Obstbäumen und Gewerbebauten fest. Heute wird die Hanglage auch zum Wohnen genutzt. Landwirtschaft und Wald bleiben wichtige Teile der örtlichen Landschaft.

Schule und familienergänzende Betreuung
Kindergarten und Primarschule sind seit dem Schuljahr 2021/22 in der Kreisschule Reinach-Leimbach organisiert. Der Standort Leimbach führt Primarklassen an der Seebergstrasse 6. Die Oberstufe wird im regionalen Zusammenhang der Kreisschule aargauSüd geführt. Verbindliche Einteilungen und Informationen zum Übertritt geben die jeweiligen Schulen.
Für familienergänzende Kinderbetreuung veröffentlicht Leimbach ein Beitragsreglement. Die Unterstützung richtet sich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern und wird auf Gesuch geprüft. Betreuungseinrichtung, verfügbare Plätze und Zeiten werden separat geklärt. Das Reglement und die Gemeindekanzlei sind die Anlaufstellen für die Finanzierung.
Ein Besuch in Leimbach
Für einen ersten Rundgang lassen sich Dorf und Hanglandschaft mit dem Seeberg verbinden. Ein Museumsbesuch braucht eine Terminabsprache. Veranstaltungen, Vereine und die Nutzung der kommunalen Anlagen sind auf der Gemeindewebsite beschrieben. Die Anreise wird über die Bahn- und Busverbindungen des Wynentals im aktuellen Fahrplan geplant.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 1. Oktober 2026. Bevölkerungsstand: 30. Juni 2026, kantonale ständige Wohnbevölkerung. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.
- Statistik Aargau: Bevölkerung der Gemeinden
- Leimbach (AG)
- Zahlen und Fakten – Gemeinde Leimbach AG
- Geschichte – Gemeinde Leimbach AG
- Strohdachhaus – Gemeinde Leimbach AG
- Dieser Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. – Gemeinde Leimbach AG
- Primarschule Leimbach – Kreisschule Reinach-Leimbach
- Home – Kreisschule aargauSüd
- Online-Schalter – Gemeinde Leimbach AG
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