Mirchel
Mirchel im oberen Kiesental: Dorf und Weiler Gmeis, Hoflandschaft, Allmendgeschichte, Appenberg und zwei Mehrjahrgangsklassen der Primarschule.
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In diesem Artikel
Mirchel ist eine kleine Gemeinde im oberen Kiesental mit Dorf, Weiler Gmeis und verstreuten Höfen. Die bäuerlichen Siedlungsformen sind bis heute sichtbar. Der Appenberg und die Schule mit zwei Mehrjahrgangsklassen setzen weitere örtliche Schwerpunkte.
Mirchel auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Bern-Mittelland |
|---|---|
| Bevölkerung | 563 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 2.34 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026 |
| Lage | Im oberen Kiesental zwischen Konolfingen und Zäziwil |
| BFS-Nummer | 615 |
| Offizielle Website | Gemeinde Mirchel |
Dorf und Weiler im Kiesental
Mirchel gehört zum Verwaltungskreis Bern-Mittelland im Emmental. Das Historische Lexikon unterscheidet das Dorf, den Weiler Gmeis sowie Hofgruppen und Einzelhöfe. Das Titelbild zeigt den Dorfbereich auf einem amtlichen Orthofoto aus dem Bildjahr 2024.
Gmeis zwischen Verkehrsachse und Wald

Der gesonderte Orthofotoausschnitt zeigt Gmeis mit Gebäuden, Strassen und landwirtschaftlichen Flächen am Waldrand. Der Weiler ist ein eigener Bestandteil der Gemeinde. Seine Lage ergänzt das Siedlungsbild des Dorfes.
Höfe und offene Flächen

Der grössere Ausschnitt stellt Mirchel und angrenzende Kulturlandschaft gemeinsam dar. Er zeigt auch benachbarte Siedlungsbereiche und ist keine Darstellung der vollständigen Gemeindegrenze.
Als redaktionelle Idee bietet sich eine Runde auf öffentlichen Wegen an, die Dorfbereich und landwirtschaftliche Umgebung verbindet. Hofzufahrten, Felder und private Gebäude werden von öffentlich zugänglichen Wegen unterschieden.
Mirchlon und die Aufteilung der Allmend
1320 ist Mirchlon belegt. Aus der Latènezeit kennt das Historische Lexikon einen Grabfund am Galgenhubel-Äbnit und Eisenmassel in Neuhus-Ruscheli. Die schriftliche Namensnennung und diese älteren Funde betreffen unterschiedliche Abschnitte der Ortsgeschichte.
Mirchel gehörte zur Freiherrschaft Signau und ab 1529 zur bernischen Landvogtei Signau. Eine Wald- und Weidegemeinschaft verband es mit weiteren Dörfern des oberen Kiesentals. 1679 löste sich Mirchel daraus und teilte die Allmend auf die Höfe auf.
Appenberg und kirchliche Verbindung
Der Gasthof Appenberg wurde laut Historischem Lexikon ab 1977 zu einem Kultur-, Schulungs- und Ferienzentrum ausgebaut. Er gehört damit zu den über das Dorf hinaus bekannten Orten der Gemeinde. Die historische Ausbaugeschichte ist keine Angabe über heutige Öffnungszeiten.
Kirchlich gehört Mirchel zu Grosshöchstetten und bildet seit 1961 einen Pfarrkreis mit Zäziwil. Die Nachbarorte erfüllen damit auch Aufgaben für das örtliche Gemeinschaftsleben.
Zwei Klassen bis zum sechsten Schuljahr
Die aktuelle Schulübersicht nennt eine Klasse der ersten bis vierten und eine der fünften bis sechsten Schuljahre. Die Mehrjahrgangsklassen werden durch Fachunterricht und Unterstützungsangebote ergänzt.
Der veröffentlichte Kalender für 2026/27 umfasst unter anderem Sporttag, Projekttage und gemeinsames Singen mit Seniorinnen und Senioren. Für Kindergarten, weiterführende Schulwege und benötigte Betreuung werden die konkrete Zuteilung und Möglichkeiten bei Schule beziehungsweise Gemeinde geklärt.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- Gemeinde: amtlicher Internetauftritt
- HLS Mirchel
- Ortsgeschichte
- Schule Mirchel
- Schulklassen und Organisation
- Kanton Bern/BFS: Bevölkerungsbilanz 2010–2025, STATPOP 2025
- BFS: Gemeindeflächen zum Gebietsstand 1. Januar 2026
- swisstopo: SWISSIMAGE 2024, gmeis
- swisstopo: SWISSIMAGE 2024, landschaft
- swisstopo: SWISSIMAGE 2024, feature
- swisstopo: Nutzungsbedingungen für Geodaten und Geodienste