Mönthal
Mönthal im Juratal: Kirche mit Käsbissenturm, Ampfernhöhe, Dorfgeschichte und die Schulwege nach Remigen und Brugg.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Im Juratal oberhalb von Remigen liegt Mönthal zwischen Waldhängen, Feldern und einer Kirche mit einem auffällig gedrungenen Turm. Das kleine Dorf gehört zum Bezirk Brugg. Zum Gemeindegebiet zählen auch der Weiler Ampfern an der Ampfernhöhe und einzelne Höfe im Talkessel. Der Übergang verbindet die Landschaften von Aare und Rhein; Mönthal selbst liegt am oberen Schmittenbach.
Mönthal auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Brugg |
|---|---|
| Bevölkerung | 389 am 30. Juni 2026 Ständige Wohnbevölkerung gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik |
| Fläche | 3,94 km², davon 1,64 km² Wald |
| Höhe | 479 m ü. M. |
| Ortschaften | Mönthal, Ampfern und Einzelhöfe |
| Postleitzahl | 5237 |
| Gemeinde | moenthal.ch |
| BFS-Nr. | 4106 |
Ein Dorf im Talkessel
Burghalde, Egg, Hoomel und Winterhalde umgeben Mönthal mit bewaldeten Höhen. Der Schmittenbach verlässt das Tal in Richtung Remigen und erreicht bei Villigen die Aare. Ampfern liegt höher am Juraübergang. Die Höfe und offenen Landwirtschaftsflächen machen deutlich, dass sich die Gemeinde über den geschlossenen Dorfkern hinaus erstreckt.
Die Wege führen nach Remigen, über die Ampfernhöhe Richtung Gansingen und weiter ins Mettauertal. Für eine Velofahrt bietet sich als redaktioneller Vorschlag der von der Gemeinde beschriebene Radweg nach Remigen an. Für einen Spaziergang lassen sich Dorf und Talränder verbinden; die höhere Juralandschaft verlangt entsprechend mehr Aufstieg.

Die Kirche mit dem Käsbissenturm
Die Kirche wird 1273 erstmals schriftlich erwähnt. Ihr rechteckiges Schiff erhielt um 1480 einen gewölbten Chor; der massige Turm mit seinem Satteldach prägt die Silhouette bis heute. Zum überlieferten Inventar gehören ein spätgotischer Taufstein, die Kanzel von 1613 und eine Rundscheibe mit dem Lamm Gottes und Brugger Ratsherrenwappen von 1590. Für die Besichtigung des Innenraums ist der aktuelle Zugang bei der Kirchgemeinde zu klären.
Die enge Verbindung mit Brugg reicht weit zurück: Seit 1380 besass die Stadt das Recht, die Geistlichen zu bestimmen. Eine eigene reformierte Kirchgemeinde bestand ab 1860; 2007 erfolgte die Fusion mit der Kirchgemeinde Bözberg. Die Kirche steht somit für eine Dorfgeschichte, die immer auch von regionalen Beziehungen geprägt war.

Vom Weinbau zur Wohngemeinde
Auf der Burghalde ist eine befestigte spätbronzezeitliche Höhensiedlung belegt. Die erste mittelalterliche Namensnennung lautet um 1273 «Muenuntal». Die Gerichtsherrschaft lag zunächst bei Habsburg und gelangte 1460 mit der Herrschaft Schenkenberg an Bern. Nicht alle mittelalterlichen Siedlungsplätze im Tal blieben erhalten; das Historische Lexikon nennt unter anderem die verschwundene Örtlichkeit Bernbrunnen.
Weinbau sowie Leinen- und Baumwollheimarbeit brachten im 18. Jahrhundert Verdienst. Nach 1850 folgten wirtschaftlicher Rückgang und Abwanderung: 1850 zählte Mönthal 515 Einwohner, 1970 noch 239. Die anschliessende Entwicklung zur Wohngemeinde führte wieder zu einem langsamen Wachstum. Die historische Luftaufnahme zeigt den Talkessel vor der späteren Ausdehnung der Wohnbebauung.

Schulwege und Betreuung über die Gemeindegrenze
Mönthal führt heute weder eine eigene Schule noch einen Kindergarten. Kindergarten- und Primarschulkinder besuchen die gemeinsame Schule Remigen-Mönthal in Remigen. Die Gemeinde verweist auf Busverbindungen, die auf den Unterricht abgestimmt sind, und den Radweg zwischen den beiden Dörfern. Real-, Sekundar- und Bezirksschule liegen in Brugg.
Im ehemaligen Schulhaus an der Oberdorfstrasse befindet sich die Spielgruppe Geissbärgli. Als weiteres Angebot nennt die Gemeinde die Waldspielgruppe Haselmüs. Für familienergänzende Betreuung verweist sie auf den Verein die Tagesfamilie. Diese Angebote und die auswärtigen Schulwege sollten Familien getrennt planen; Informationen stehen auf den kommunalen Seiten zu Schulen und Kinderbetreuung.
Ankommen im Juratal
Die Strassenverbindungen verlaufen über Remigen, Gansingen und die Ampfernhöhe. Für Bahnreisen ist Brugg ein wichtiger Anschlussort. Aktuelle Verbindungen zu den Dorfhaltestellen lassen sich im SBB-Fahrplan prüfen. Zur Orientierung vor Ort dienen die Gemeindewebsite und der Ortsplan; sie helfen auch, den höher gelegenen Weiler Ampfern vom Hauptdorf zu unterscheiden.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Bevölkerungsstand: 30. Juni 2026, kantonale ständige Wohnbevölkerung. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.