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# Mont-Vully
- URL: https://www.schweiz.wiki/mont-vully/
- Published: 2026-10-02T10:47:08.000Z
- Updated: 2026-10-02T10:47:08.000Z
- Description: Mont-Vully am Murtensee: Sugiez, Praz, Môtier und Lugnorre, Reblehrpfad, Grotten, keltischer Wall, Schulen und Betreuung sowie aktuelle Wegsperrung.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Freiburg

**Am Mont Vully liegen Rebzeilen zwischen den Dörfern und dem Murtensee.** Oberhalb führt die Landschaft zu einem Aussichtspunkt mit keltischer Befestigung und zu militärischen Galerien aus dem Ersten Weltkrieg. Unten verbinden Seeufer, Broyekanal und die Dörfer den Weinbau mit dem Alltag.

Die französischsprachige Gemeinde **Mont-Vully** entstand am **1\. Januar 2016** aus Bas-Vully und Haut-Vully. Sie gehört zum Seebezirk / District du Lac des [Kantons Freiburg](https://www.schweiz.wiki/tag/freiburg/). Der gleichnamige Hügel und die politische Gemeinde sind dabei nicht deckungsgleich.

## Mont-Vully auf einen Blick

| Kanton und Bezirk | [Freiburg (FR)](https://www.schweiz.wiki/tag/freiburg/), See / Lac                           |
| ----------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------- |
| BFS-Nr.           | 2284                                                                                         |
| Bevölkerung       | **4’551** am **31\. Dezember 2025**; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik |
| Sprache           | Französisch                                                                                  |
| Erstnennung       | Gemeinde seit 1\. Januar 2016; ältere Dörfer und prähistorische Fundstätten                  |
| Verwaltung        | Route Principale 65, 1786 Sugiez                                                             |
| Website           | [Offizielle Gemeindewebsite](https://mont-vully.ch/?ref=schweiz.wiki)                        |

## Vom Broyekanal bis auf die Höhe von Lugnorre

**Sugiez** liegt am Broyekanal und bildet mit Bahnhof und Gemeindeverwaltung einen Zugang zur Region. Entlang des nördlichen Murtenseeufers folgen die Dörfer **Nant, Praz und Môtier**. **Lugnorre** liegt höher am Hang; weiter westlich gehören **Mur, Joressens und Sur le Mont** zum früheren Haut-Vully. Chaumont ist eng mit Praz verbunden.

Die Dörfer liegen im Übergang von Seeufer und Rebhang zur offenen Höhe. Der Mont Vully erreicht **653 Meter**. Bei klarer Sicht eröffnet sich vom Signal der Blick zu Alpen und Jura sowie über die Dreiseenlandschaft. Die Gemeinde liegt an der Sprachgrenze zum deutschsprachigen Seeland, bleibt im Schul- und Verwaltungsalltag aber französischsprachig.

Der Ort **Mur** wird durch die Kantonsgrenze geteilt. Zum Auftrag dieses Artikels gehört der Freiburger Teil; das benachbarte waadtländische Gebiet ist kein Teil der Gemeinde Mont-Vully. Ebenso reicht die Weinregion Vully über die politische Gemeinde hinaus.

![Murtensee und Einfahrt in den Broyekanal bei Sugiez](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2284-mont-vully-broye-2009.jpg)

Ausfluss des Murtensees in den Broyekanal am 10\. August 2009\. Foto: [Pymouss](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Murtensee%5FBroyekanal.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

## Reben, Keller und der Sentier viticole

Der Vully ist eine kleine, eigenständige Schweizer Weinregion. Die Tourismusorganisation nennt für die **gesamte Region 152 Hektaren Reben**; diese Fläche ist nicht als reine Gemeindefläche zu lesen. An den Hängen liegen die Reben nahe bei historischen Häusern, Kellern und den Seeuferdörfern.

Der [Reblehrpfad La Riviera](https://fribourg.ch/fr/regionlacdemorat/randonnees-pedestres/sentier-viticole-la-riviera/?ref=schweiz.wiki) verbindet **Sugiez und Môtier**. Der Anbieter beschreibt eine **fünf Kilometer** lange Strecke mit ungefähr **eineinhalb Stunden Gehzeit**, 124 Metern Aufstieg und 128 Metern Abstieg. Tafeln erklären Anbau, Rebsorten und saisonale Arbeiten. Einstiege sind auch in Praz möglich.

Die Route folgt befestigten, hügeligen Wegen, die zugleich der Bewirtschaftung dienen. Spaziergänger und Weinbaubetriebe teilen sich den Raum. Für eine Degustation ist das jeweilige Kellerangebot zu prüfen; die Wanderung beinhaltet nicht automatisch einen geöffneten Betrieb oder eine organisierte Führung.

Als kulinarische Ergänzung empfiehlt der Anbieter den **Gâteau du Vully**. Die regionale Spezialität gehört zum Wein- und Dorfleben, während eine organisierte Verkostung oder ein Backanlass ein eigenes Angebot mit eigenem Termin bleibt.

## Der keltische Wall als rekonstruierter Lernort

Auf dem Mont Vully lag in der späten Eisenzeit ein **keltisches Oppidum**, eine befestigte Anlage. Die archäologischen Untersuchungen konzentrierten sich auf den ungefähr 600 Meter langen Wall. Holzpfosten, Steinfront und Erdaufschüttung bildeten eine aufwendige Konstruktion mit Toren und Türmen.

Die [Forschungsübersicht von Pro Vistiliaco](https://www.provistiliaco.ch/loppidum/?ref=schweiz.wiki) setzt den wahrscheinlichen Baubeginn um **124 vor Christus** an. Wann die Anlage aufgegeben wurde und welche Funktion sie genau hatte, bleibt Gegenstand der Forschung. Die lange verbreitete Zuordnung zum Auszug der Helvetier 58 vor Christus wird dort ausdrücklich als überholte beziehungsweise umstrittene Hypothese behandelt.

Ein Teil des Walls wurde **2002 rekonstruiert**. Die [Beschreibung der Rekonstruktion](https://www.provistiliaco.ch/la-fortification/?ref=schweiz.wiki) erklärt auch ihre Grenzen: moderne Befestigungsmittel und eine didaktisch gestaltete Palisade erleichtern das Verständnis. Das sichtbare Bauwerk ist somit eine anschauliche Rekonstruktion, keine unverändert erhaltene keltische Mauer.

## Grotten, Militärgeschichte und ein Findling

Die **Roches grises / La Lamberta** wurden **1916–1917** als Teil der Befestigungen des Ersten Weltkriegs in den Fels gebaut. Die Gemeinde beschreibt ungefähr **200 Meter Galerien**. Heute gehören die zugänglichen Grotten zu den bekannten Ausflugszielen; eine Taschenlampe ist nötig, und die dunklen Räume erfordern Aufmerksamkeit und Begleitung von Kindern.

![Eingänge von in den Sandstein gehauenen Grotten am Mont Vully](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2284-mont-vully-caves-2007.jpg)

Eingänge der Grotten am Mont Vully am 19\. August 2007\. Foto: [Bzzz](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grottes%5FMont%5Fdu%5FVully.jpg?ref=schweiz.wiki) · [Public domain; vom Urheber freigegeben](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grottes%5FMont%5Fdu%5FVully.jpg?ref=schweiz.wiki#Licensing). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Der **Pierre Agassiz** liegt im Wald östlich von Joressens. Der grosse Findling wurde durch den Rhonegletscher aus dem Wallis transportiert. Die Gemeinde beschreibt Augengneis und eine Grösse von ungefähr zehn Metern Breite und fünf Metern Höhe. Der Name erinnert an den in Môtier geborenen Naturforscher Louis Agassiz und seine Arbeit zur Eiszeittheorie.

Historischer, botanischer und vitikultureller Themenweg erschliessen unterschiedliche Teile des Hügels. Bei der Vau-de-Nant liegen ausserdem Reste einer alten Turmanlage, deren Bau die Gemeinde vorsichtig ins 12\. oder 13\. Jahrhundert einordnet. Die verschiedenen Stationen lassen sich anhand der ausgeschilderten Wege verbinden; nicht jede Kombination ist eine publizierte Rundroute.

**Aktueller Besuchshinweis, Stand 2\. Oktober 2026:** Die [Route Militaire ist vom 28\. September bis 27\. November 2026 vollständig gesperrt](https://mont-vully.ch/article/route-militaire-fermeture-routes-en-raison-de-travaux?ref=schweiz.wiki), auch für Fussgänger und Velos. Die Gemeinde nennt eine Umleitung über Lugnorre. Vor einem Ausflug gelten die örtlichen Signalisationen und allfällige aktualisierte Meldungen.

## Zwei frühere Gemeinden und eine lange Landschaftsgeschichte

Die Ufer des Murtensees waren schon in der Jungsteinzeit und Bronzezeit besiedelt. Die Gemeinde verweist besonders auf den **Pfahlbauplatz von Môtier**, der seit 2011 zum seriellen UNESCO-Welterbe der prähistorischen Pfahlbauten gehört. Ein Welterbe-Fundplatz ist nicht automatisch eine offenliegende Ausgrabung oder ein frei zugänglicher Museumsraum.

Im Mittelalter hatten die spätere Herrschaft Lugnorre und die Dörfer der sogenannten **Rivière** unterschiedliche Herrschaftsbindungen. Môtier, Lugnorre, Mur und Joressens gehörten zum oberen Raum; Sugiez, Nant, Praz und Chaumont zum unteren. Diese Unterscheidung wirkte in den späteren Gemeinden Haut-Vully und Bas-Vully fort.

**1530 predigte Guillaume Farel in Môtier die Reformation.** Die Kirche wurde 1824 wesentlich umgebaut; der heutige Ort bleibt ein kirchlicher Mittelpunkt des Vully. Herrenhäuser und ländliche Wohnbauten erinnern daneben an den Weinbau und die Beziehungen zu städtischen Familien aus Bern und Freiburg.

Die Juragewässerkorrektionen veränderten Seeufer und Kanal. Die erste senkte den Wasserstand und schuf zusätzliche nutzbare Flächen; die zweite erweiterte später die Broye. Das heutige Bild aus Rebhang, Seeufer und kultiviertem Moos ist deshalb auch das Ergebnis technischer Eingriffe.

Ein erster Fusionsversuch scheiterte 2003 am Bas-Vully. **2015 stimmten beide Gemeinden zu**; seit 2016 trägt die gemeinsame politische Gemeinde den Namen Mont-Vully. Die Dörfer und ihre Identität sind wesentlich älter als dieser Zusammenschluss.

![Historisches Haus in Lugnorre mit Walmdach und bemalter Fassade](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2284-mont-vully-lugnorre-2024.jpg)

Haus an der Route de Chenaux 11 in Lugnorre am 11\. Juni 2024\. Foto: [Andreas59Mathys](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2024-Lugnorre-Guilland.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

## Schulen in Nant und Lugnorre

Der [Schulkreis Mont-Vully](https://cs.mont-vully.ch/?ref=schweiz.wiki) unterrichtet auf Französisch an zwei Standorten: **Nant, Route Principale 67**, und **Lugnorre, Route du Quart-Dessus 25**. Die Gemeinde gehört für die Sekundarstufe zum **Cycle d'orientation de la région de Morat** in Murten.

Der [Pavillon du Vully](https://mont-vully.ch/enseignement-formation/accueil-extrascolaire?ref=schweiz.wiki) bietet ausserschulische Betreuung für **1H bis 8H**. Er ist im Kindergartengebäude von Lugnorre untergebracht und wird seit 2019 von der Gemeinde geführt. Die aktuellen Unterlagen 2026/27 nennen Öffnungen von Montag bis Freitag sowie Betreuung während eines Teils der Schulferien. Anmeldung, Ferienmodule und Subventionen werden über die kommunale Betreuungsstelle geregelt.

Die Bibliothek **Le Palet Roulant an der Route Principale 69 in Sugiez** richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die [Gemeindeseite](https://mont-vully.ch/culture-loisirs/bibliotheque-du-vully?ref=schweiz.wiki) nennt Romane, Sachbücher und Comics und unterscheidet Öffnungen in Schulzeit und Ferien. Damit besitzt Sugiez neben der Verkehrsfunktion auch einen öffentlichen Kulturtreffpunkt.

## Seeufer und Spielplätze

Die [Gemeindeübersicht der Strände und Spielplätze](https://mont-vully.ch/culture-loisirs/plages-places-de-jeux-pour-enfants?ref=schweiz.wiki) nennt mehrere Zugänge zum Murtensee: bei der Schule Nant, unterhalb des Bel-Air in Praz, die kleine Plage in Sugiez und das Ufer beim Café du Port in Môtier. Sugiez bietet ausserdem Grünflächen und Grillstellen. In Lugnorre liegt ein Spielplatz mit Seeblick bei der Auberge des Clefs.

Die Orte verteilen sich entlang des Ufers und auf der Höhe. Ein Seeuferbesuch lässt sich daher anders planen als eine Wanderung zum Signal oder in die Grotten. Feuerverbote, Badewasserhinweise und örtliche Regeln sind vor Ort zu beachten.

## Mit Bahn, Bus oder Schiff in den Vully

**Sugiez besitzt einen Bahnhof.** Der Reblehrpfad-Anbieter nennt die Züge S20/S21 und die Buslinie 530; für die Rückfahrt von Môtier oder Praz verweist er auf Bus und saisonale Schiffsverbindungen. Die Gemeinde verlinkt die Verbindung Sugiez–Lugnorre bei den TPF. Genaue Anschlüsse und die Schiffssaison sollten vor der Fahrt geprüft werden.

**Redaktioneller Ausflugsvorschlag:** Ab Sugiez den publizierten Reblehrpfad bis Môtier gehen und die Rückfahrt passend planen. Für den Hügel mit Wall, Grotten und Findling bietet sich ein eigener Schwerpunkt an. Während der aktuellen Route-Militaire-Sperrung ist die signalisierte Umleitung einzubeziehen.

Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Route Principale 65, 1786 Sugiez.

Kartendaten © [OpenStreetMap-Mitwirkende](https://www.openstreetmap.org/copyright?ref=schweiz.wiki). [Grössere Karte öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.956825&mlon=7.106647&ref=schweiz.wiki#map=14/46.956825/7.106647).

Quellen und Datenstand

Recherche: 2\. Oktober 2026\. Bevölkerung: zivilrechtlicher Bestand am 31\. Dezember 2025, kantonale Publikation vom 26\. August 2026\. Schul-, Besuchs- und Verkehrsangaben bei den zuständigen Stellen geprüft.

- [Gemeinde Mont-Vully](https://mont-vully.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Kanton Freiburg: zivilrechtliche Bevölkerung](https://opendata.fr.ch/explore/dataset/01%5F02%5Fpop%5Flegale/?ref=schweiz.wiki)