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Muri bei Bern

Muri bei Bern und Gümligen: historische Landsitze, Multengut, Aare bei Aarwil und Dentenberg, Schulen, Tagesschule und die beiden Ortsteile.

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Landschaftsausschnitt in Gümligen mit offenen Wiesen, einzelnen Gebäuden, Baumreihen und Wald
Landschaft in Gümligen, einem der beiden Ortsteile von Muri bei Bern, 2009. Foto: Aliman5040 · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Muri bei Bern besteht aus den beiden Ortsteilen Muri und Gümligen. Die Gemeinde liegt unmittelbar bei der Bundesstadt, besitzt aber eigene historische Anlagen, Schulstandorte und Landschaftsräume. Zwischen Aare und Dentenberg wechseln Wohnquartiere, grössere Arbeitsstätten und offene Grünräume einander ab.

Das Titelbild zeigt einen Landschaftsausschnitt in Gümligen im Jahr 2009. Es erinnert daran, dass die Gemeinde mehr umfasst als die Häuser entlang der Hauptverkehrsachsen. Für einen Besuch lassen sich die Aarelandschaft auf der Muriger Seite und die Umgebung des Dentenbergs bei Gümligen als unterschiedliche Schwerpunkte wählen.

Muri bei Bern auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Bern-Mittelland
Bevölkerung13'940 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
BFS-Nummer356
OrtsteileMuri und Gümligen
LandschaftsräumeAare und Dentenberg
Historische AnlagenSchloss Muri, Schloss und Hofgut Gümligen; weitere ehemalige Landsitze
GemeindeverwaltungThunstrasse 74, Muri bei Bern
Offizielle WebsiteGemeinde Muri bei Bern

Alte Siedlungsspuren und bernische Landsitze

Funde belegen eine Besiedlung lange vor der heutigen Gemeinde. Die Ortsgeschichte nennt unter anderem Spuren aus Jungsteinzeit und Bronzezeit in Gümligen, eisenzeitliche Funde im Mettlenquartier und römische Spuren beim Schloss Muri. Im Mittelalter gelangte das Gebiet in den Einflussbereich Berns.

Die Nähe zur Stadt begünstigte später den Bau von Campagnen und Landsitzen vermögender Berner Familien. Schloss Muri, Schloss und Hofgut Gümligen sowie Mettlengut und Multengut gehören zu dieser Entwicklung. Im 19. Jahrhundert kamen grössere Wohnhäuser in historisierenden Baustilen hinzu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bautätigkeit stark zu. Wohnhäuser, Schulen, Sportanlagen und Wirtschaftsbauten veränderten das Gemeindebild. Gümligen entwickelte sich besonders als Industrie- und Gewerbestandort. Historische Anlagen und jüngere Quartiere liegen heute nahe beieinander; aus ihrer Erwähnung ergibt sich keine allgemeine Zugänglichkeit privater Gebäude.

Muri und Gümligen im heutigen Alltag

Beide Orte bilden eine politische Gemeinde, behalten aber ihre eigenen Namen und örtlichen Bezugspunkte. Das ist bei der Wahl eines Treffpunkts, eines Schulstandorts oder einer Verbindung im Fahrplan hilfreich. Die Gemeindeverwaltung sitzt an der Thunstrasse in Muri; die Website führt Angebote für beide Ortsteile zusammen.

Die verschiedenen Phasen der Ortsentwicklung lassen sich auch an der Bebauung im Bereich des Multenguts ablesen. Das Foto von 2008 zeigt dort ein mehrgeschossiges Gebäude mit Balkonen und begrüntem Vorbereich.

Mehrgeschossiges Gebäude im Multengut in Muri mit Balkonen, hellen Fassaden und begrüntem Vorbereich
Gebäude im Bereich des Multenguts in Muri, aufgenommen 2008 nach den EXIF-Daten; 2009 veröffentlicht. Foto: Aliman5040 · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Aareufer und Dentenberg

Die Aarelandschaft auf der Muriger Seite bietet einen Zugang zu einem wichtigen Naherholungsraum der Region. Das Foto zeigt den Fluss bei Aarwil mit Kiesufer und bewachsenen Hängen. Der Charakter des Gewässers unterscheidet sich deutlich von einem angelegten Park oder einem Schwimmbecken.

Aare bei Aarwil mit Kiesufer, Bäumen und bewaldeten Hängen unter blauem Himmel
Aare bei Aarwil in der Gemeinde Muri bei Bern, 2023. Foto: Arkelin · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Gemeinde nennt das Naturschutzgebiet an der Aare und den Dentenberg in Gümligen als Erholungsräume. Ein Ausflug kann sich auf einen davon konzentrieren. Für einen Blick über das Gemeindegebiet eignet sich die erhöhte Umgebung des Dentenbergs; die Sicht und die Wegwahl hängen von Wetter und Ausgangspunkt ab.

Am Fluss sollten die vorgesehenen Wege und Schutzregeln beachtet werden. Die Darstellung hier beschreibt die Landschaft und verspricht weder einen bestimmten Badezugang noch den Betrieb einer Fährverbindung.

Schulen für beide Ortsteile

Die Gemeinde führt die Schulstandorte Aebnit, Dorf, Horbern, Melchenbühl, Moos und Seidenberg auf. Sie sind nach Jahrgängen und Schulkreisen organisiert: Aebnit, Horbern und Melchenbühl umfassen die ersten vier Primarschuljahre, Moos und Dorf die erste bis sechste Klasse, Seidenberg die siebte bis neunte Klasse. Kindergartenstandorte ergänzen diese Organisation.

Die Schulbroschüre wird jeweils zum Schuljahresbeginn erstellt. Sie ist für Familien eine bessere Grundlage zur konkreten Einteilung als eine allgemeine Ortsbeschreibung. Bei einem Umzug innerhalb der Gemeinde oder einem Wegzug ist die Abteilung Bildung die gemeindliche Anlaufstelle.

Tagesschule mit mehreren Standorten

Schulergänzende Betreuung wird an den Standorten Aebnit, Horbern, Melchenbühl, Moos und Turbenweg angeboten. Die Gemeindeseite beschreibt Morgen-, Mittags- und Nachmittagsmodule an Schultagen. Für kleinere Kinder ist je nach Weg eine Begleitung beziehungsweise ein Transport zwischen Schul- und Betreuungsort vorgesehen.

Die Anmeldung erfolgt für ein Schuljahr über kiBon. Die zum Recherchestand vorliegenden Informationen betreffen 2026/27. Welche Module für ein Kind passen und welche Änderungen möglich sind, sollte anhand der aktuellen Unterlagen und mit der Abteilung Bildung geklärt werden. Konkrete Gebühren und Fristen gehören deshalb direkt in die jeweils geltende Anmeldung.

Den Besuch nach dem Ziel planen

Wer sich für die frühere Siedlungsentwicklung interessiert, kann die Namen der Landsitze als Ausgangspunkt für einen Ortsrundgang nehmen. Für einen Landschaftsbesuch stehen Aare und Dentenberg im Vordergrund. Gümligen und Muri sind dabei unterschiedliche Ausgangspunkte.

Die Karte markiert Muri. Sie hilft, die Lage südöstlich von Bern einzuordnen. Für eine Anreise sollte das genaue Ziel gewählt werden, statt nur den Gemeindename einzugeben.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 1. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.