Nuvilly
Nuvilly in der Freiburger Broye: fünf Kilometer Naturlehrpfad, Kirche Saint-Jacques, Petite Glâne, Cabane des Budzons und Schule mit Les Montets.
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Nuvilly verbindet einen bäuerlichen Dorfkern mit einem fünf Kilometer langen Naturlehrpfad. Die Kirche Saint-Jacques, die Petite Glâne und die von Landwirtschaftsbetrieben mitgestalteten Landschaftswege geben dem kleinen Ort in der Freiburger Broye sein Profil. Schule und Betreuung organisiert Nuvilly gemeinsam mit Les Montets.
Die französischsprachige Gemeinde liegt im südlichen Teil der Freiburger Enklave um Estavayer, nahe der Grenze zum Kanton Waadt. Sie gehört zum Kanton Freiburg und trägt die Postleitzahl 1485.
Nuvilly auf einen Blick
| Kanton und Bezirk | Freiburg (FR), Broye |
|---|---|
| BFS-Nr. | 2035 |
| Bevölkerung | 493 am 31. Dezember 2025; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik |
| Sprache | Französisch |
| Erstnennung | 1242 als Nuovillie |
| Verwaltung | Grand-Route 42, 1485 Nuvilly |
| Website | Commune de Nuvilly |
Fünf Kilometer durch Natur und Ortsgeschichte
Der Naturlehrpfad von Nuvilly ist ein fünf Kilometer langer Parcours mit Tafeln zu natürlichen und historischen Besonderheiten. Er entstand auf Initiative der Gemeinde und der Landwirtschaftsbetriebe des ökologischen Netzwerks La Molière. Die Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Landschaft ist damit ein Teil seines Inhalts.
Wo die Route nicht den gelben Wanderwegtafeln folgt, zeigen eigene Pfeile den Verlauf an. Die Gemeinde empfiehlt ausdrücklich die angegebene Richtung: Antworten auf die Fragen einer Tafel stehen jeweils auf der nächsten. Die Strecke führt teilweise über Bereiche, deren private Eigentümer am Projekt mitwirken. Auf den Wegen zu bleiben gehört zu den Nutzungsbedingungen.
Verlängerungen führen nach Franex sowie in Richtung La Vounaise und Montborget, heute Orte der Gemeinde Estavayer. Die Wegbeschreibung nennt hierfür noch die frühere Gemeinde Murist. Für eine kurze Runde bleibt der fünf Kilometer umfassende Nuvillyer Parcours der klare Ausgangspunkt; die Erweiterungen sind zusätzlich zu planen.
Die Petite Glâne und die bäuerliche Umgebung
Die Petite Glâne gehört zur Landschaft bei Nuvilly. Am Chemin du Moulin überquert eine kleine Strassenbrücke den Bach; das Foto von 2022 zeigt diesen Übergang mit Gehölzen und Wiesen. Es illustriert einen konkreten Ort, ohne ihn als obligatorischen Abschnitt des Naturlehrpfads auszugeben.
Getreidebau und Viehhaltung sind in der historischen Beschreibung wichtige Erwerbszweige. Die Dorfaufnahme von 2013 zeigt Kühe auf einer Weide unmittelbar vor Kirche und Häusern. Für einen Spaziergang bieten die öffentlichen Wege zwischen Dorf, Flächen und Bach unterschiedliche Einblicke in dieses landwirtschaftliche Umfeld.

Saint-Jacques und die ältere Pfarrei
Die Kirche Saint-Jacques ist der markante historische Bau im Dorf. Nach dem Historischen Lexikon wurde sie 1687 errichtet. Bereits 1317 ist eine Kapelle belegt. Die eigene Pfarrei entstand 1586 durch die Trennung von Cugy und umfasste bis 1878 auch Aumont. Das Kloster Hauterive besass das Recht, die Pfarrstelle zu besetzen.
Heute gehört die Kirche gemäss Gemeindeinformation zur Pfarrei Saint-Laurent d’Estavayer. Gottesdienste und kirchliche Nutzung sind über die Pfarrei zu klären; feste touristische Besichtigungszeiten sind auf der Gemeindeseite nicht ausgewiesen.

Herrschaftsrechte und Dorfbrände
1242 erscheint Nuvilly als Nuovillie in den Quellen. Damals besass Cono von Estavayer hier ein Landgut. Ab dem 14. Jahrhundert gehörte der Ort zur Herrschaft Estavayer, Teilherrschaft Chenaux. Auch die Herren von La Molière verfügten zeitweise über Nutzungsrechte.
Die Ortsgeschichte kennt schwere Zerstörungen: Bewohner von Payerne brandschatzten Nuvilly 1338, und 1642 brannte das Dorf nieder. Nach den Burgunderkriegen gelangte es unter Freiburger Herrschaft. Auf die Zugehörigkeit zu älteren Vogtei- und Bezirksorganisationen folgte 1848 der heutige Broyebezirk. Seit dem frühen 18. Jahrhundert ist eine Schule am Ort belegt.
Schule in drei Dörfern
Der Schulkreis Les Montets–Nuvilly verbindet Nuvilly mit Aumont, Frasses, Granges-de-Vesin und Montet. Die aktuelle Betreiberübersicht nennt 1H und 2H in Aumont, 3H und 4H in Nuvilly sowie 5H bis 8H in Montet. Die Kinder besuchen damit je nach Stufe unterschiedliche Standorte.
Für die Betreuung verweist Nuvilly auf Croc-tout in Aumont. Die Aufnahme von Nuvillyer Kindern richtet sich nach den verfügbaren Plätzen. Der Betreiber veröffentlicht die Anmeldeunterlagen und Tarife für 2026/27. Ein auf der Nuvillyer Seite erwähntes eigenes Betreuungsvorhaben bei der Fussballbuvette ist noch als Projekt beschrieben und wird hier nicht als eröffnete Einrichtung geführt.
Cabane und Gazette des Budzons
Budzons nennt die Gemeinde ihre Einwohnerinnen und Einwohner. Der Name begegnet auch in der kommunalen Gazette des Budzons, die zweimal jährlich über Gemeindeangelegenheiten, Vereine und Menschen im Dorf berichtet.
Die Cabane des Budzons kann für private Anlässe gemietet werden. Sie bietet 30 Sitzplätze, eine Küche, Wasser und Strom sowie einen Grillbereich im Freien. Nutzung und Reservation erfolgen über die Gemeinde; im Winter hängt die Vermietung auch von den Wetterbedingungen ab.
Orientierung und Anreise
Für die Anreise ist Nuvilly, 1485 als Ziel zu wählen. Naturlehrpfad, Gemeindehaus und gemietete Cabane sind unterschiedliche Ausgangspunkte. Die SBB-Verbindungssuche hilft bei der konkreten Reiseplanung. Die Karte markiert die Verwaltung an der Grand-Route 42.
Die Haltestelle Nuvilly, village wird auf dem Netzplan 2026 als Halt der Linie 552 geführt. Sie verbindet den Ort über Cugy mit Estavayer-le-Lac und in der anderen Richtung mit Combremont-le-Grand. Für den konkreten Reisetag sind die Abfahrten zu prüfen.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen.
Quellen und Datenstand
Recherchiert am 1. Oktober 2026. Zivilrechtliche Bevölkerung: 31. Dezember 2025, publiziert am 26. August 2026. Betreuung: Unterlagen 2026/27. Die Fotos zeigen Zustände von 2013, 2020 und 2022.