Oberehrendingen
Oberehrendingen: Vogthaus, Pfarrkirche und die Gipsabbaugeschichte am Nordhang der Lägern.
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Oberehrendingen liegt am Nordhang der Lägern beim Übergang zwischen Surb- und Limmattal. Das Vogthaus, die Pfarrkirche und die Spuren des Gipsabbaus verbinden Ortsgeschichte und Landschaft. Seit 2006 bildet die frühere Gemeinde zusammen mit Unterehrendingen die Gemeinde Ehrendingen.
Oberehrendingen auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Baden |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Ehrendingen |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Gemeindezugehörigkeit | Seit 2006 Ehrendingen |
| Historische Nennung | 1303 «Obern-Erendingen» |
| Prägende Orte | Vogthaus, Pfarrkirche und ehemalige Gipsgrube |
Dorf am Lägernhang
Oberehrendingen liegt am Höhtal, einem Übergang vom Surb- ins Limmattal. Dorf und bewaldeter Lägernhang stehen deshalb in engem Zusammenhang. Das Vogthaus im Titelbild und der dahinter sichtbare Kirchturm zeigen einen historischen Mittelpunkt des Oberdorfs.
Die beiden Ehrendinger Ortsteile besitzen eigene ältere Siedlungskerne. Seit 2006 laufen die kommunalen Aufgaben über die gemeinsame Gemeinde. Eine Einwohnerzahl für ganz Ehrendingen ist damit keine eigene Ortschaftszahl für Oberehrendingen.
Vogthaus und Pfarrkirche
Das Vogthaus aus dem 16. Jahrhundert diente als Verwaltungszentrum des Amts Ehrendingen. Der historische Amtsbezirk reichte weit über den heutigen Ort hinaus. Die Bezeichnung beschreibt eine frühere Herrschaftsorganisation.
Die dem heiligen Blasius geweihte Kapelle wurde 1580 zur Pfarrkirche erweitert. 1589 entstand das Pfarrhaus. Diese Bauten gehörten zu einer kirchlichen Entwicklung, die Ober- und Unterehrendingen gemeinsam betraf.
Gipsgrube und Industriegeschichte
Gips wurde hier bereits seit dem Mittelalter gewonnen. Im späten 19. Jahrhundert kamen industrielle Anlagen hinzu. Die frühere Zementfabrik beschäftigte zeitweise zahlreiche auswärtige Arbeitskräfte. Heute erinnert die Gipsgrube an diese Verbindung von Geologie und Erwerb.

Die Gemeinde führt den Ort als Station ihrer Ehrendinger Runden. Dort stellt sie Unterlagen zu Gipsabbau, Grube und Gipsmüllern bereit. Für einen Rundgang ist diese örtliche Information der passende Ausgangspunkt.
Der Brunnen von 1879 an der Gipsstrasse ist ein kleinerer Orientierungspunkt am Dorfrand. Das Foto zeigt ihn im April 2020. Eine Angabe zur Trinkwasserqualität wird aus der Aufnahme nicht abgeleitet.

Getrennt seit 1825, wieder gemeinsam seit 2006
Ober- und Unterehrendingen bildeten bis 1825 eine politische Einheit. Nach der Trennung blieb eine gemeinsame Wassergemeinde bestehen. 2006 wurden die beiden politischen Gemeinden wieder vereinigt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Wohnbevölkerung im Zusammenhang mit dem nahen Wirtschaftsraum Baden stark zu. Die Nähe zu Baden und die Verbindung ins Wehntal gehören deshalb neben der älteren Landwirtschaft und dem Gipsabbau zur Entwicklung des Orts.
Schule und heutige Anlaufstellen
Die Gemeindeinformation zur Schule nennt Kindergarten und Primarschule in Ehrendingen sowie die Oberstufe in Baden. Die Schulverwaltung befindet sich im Gemeindehaus Oberdorf an der Dorfstrasse 16. Zuteilung und Anmeldung sind dort zu klären.
Als redaktioneller Vorschlag lässt sich der Dorfkern mit einer Station der Ehrendinger Runden verbinden. Für die passende Haltestelle und die Rückfahrt steht der aktuelle Fahrplan zur Verfügung.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.