Oberhofen am Thunersee
Oberhofen am Thunersee mit Schlosspark, historischem Dorf, Rebbau und Schulverband. Mit lizenzierten Fotos, Karte und aktuellen BFS-Zahlen.
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Oberhofen am Thunersee liegt am rechten Seeufer zwischen Hilterfingen und Gunten. Schloss, Park und historische Häuser verbinden den Ort mit seiner langen Siedlungsgeschichte. Reben, Schiffsverkehr und der gemeinsame Schulverband ergänzen das Bild der heutigen Gemeinde.
Oberhofen am Thunersee im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Thun |
| BFS-Nummer | 934 |
| Einwohner | 2553 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 2,71 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Ein Dorf zwischen See und Hang
Die Siedlung folgt dem schmalen Raum am Ufer und reicht in die darüberliegenden Hänge. Neben dem Schloss gehören weitere repräsentative Bauten und ältere Holzhäuser zum Ortsbild. Das Schlössli Simeon auf dem Hauptbild ist ein eigener Bau und vom Schloss Oberhofen zu unterscheiden.

Die Staatsstrasse verbindet Oberhofen mit den Nachbarorten entlang des rechten Thunerseeufers. Die Schifflände ergänzt diese Verbindung auf dem Wasser. Wohngebiete, Dienstleistungen und Freizeitangebote liegen auf engem Raum beieinander.
Klosterbezug und der Dorfbrand von 1864
Die Gemeindegeschichte nennt 1133 als erste urkundliche Erwähnung im Zusammenhang mit dem Kloster Interlaken. Eine bäuerliche Gemeinschaft und der Rebbau entwickelten sich im Umfeld der Herrschaft Oberhofen. Später gehörte das Gebiet zum bernischen Herrschaftsraum.
1864 zerstörte ein grosser Brand weite Teile des Dorfes. Die örtliche Chronik nennt 73 zerstörte Dächer und 105 betroffene Familien. Der Wiederaufbau veränderte das Ortsbild wesentlich; erhaltene ältere Gebäude stehen neben späteren Bauten.
Schloss und Landschaftspark
Der mittelalterliche Kern des Schlosses geht nach der kommunalen Darstellung auf die Zeit um 1200 zurück. Im 19. Jahrhundert wurde es als Sommerresidenz umgestaltet. Seit 1954 ist der Bau als Museum zugänglich.

Die Grafen von Pourtalès begannen um 1850 mit der Umgestaltung des Parks. Geometrische Blumenflächen stehen neben Wiesen, Wegen und Baumgruppen. Gärtnerhaus, Orangerie und Kinderchalet dokumentieren die Nutzung der Anlage im 19. Jahrhundert.
Die Stiftung Schloss Oberhofen informiert über den Park und seine saisonalen Zugangszeiten. Der historische Bau und die Gartenanlage bilden zwei zusammengehörende Teile des Seeufers.
Rebbau mit einer Unterbrechung
Reben gehörten lange zur örtlichen Wirtschaft. Nach dem Ende des älteren Rebbaus im frühen 20. Jahrhundert wurden 1933 wieder Flächen bepflanzt. Die Gemeinde verbindet diese Wiederaufnahme mit einem Beschäftigungsprogramm während der damaligen Wirtschaftskrise.
Die Rebhänge ergänzen heute das Siedlungsbild über dem See. Sie zeigen, dass Oberhofens Geschichte neben herrschaftlichen Landsitzen auch landwirtschaftliche Arbeit umfasst.
Gemeinsame Schulen am rechten Seeufer
Oberhofen gehört zum Schulverband Hilterfingen. Er verbindet die Volksschulen von Oberhofen und Hilterfingen mit der Oberstufe von Heiligenschwendi. Kindergarten, Primarstufe und Sekundarstufe I verteilen sich auf mehrere Standorte.
Tagesschule und Schulsozialarbeit ergänzen den Unterricht. Das Schulhaus Seeplatz gehört zur örtlichen Schullandschaft. Für die aktuellen Standorte und Zuteilungen ist die Website des Schulverbands massgeblich.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.