Oberhünigen
Oberhünigen am Kurzenberg: Dorf, Äbersold und Wald, frühere Schlosswiler Exklave, Selbstständigkeit seit 1980 und gemeinsame Schule in Zäziwil.
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Oberhünigen verbindet ein Dorf am Kurzenberg mit dem Weiler Äbersold, verstreuten Höfen und ausgedehntem Wald. Die Gemeinde war früher eine Exklave von Schlosswil und ist seit 1980 selbstständig. Heute besuchen die Kinder die gemeinsame Schule in Zäziwil.
Oberhünigen auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Bern-Mittelland |
|---|---|
| Bevölkerung | 319 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 6.02 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026 |
| Lage | Am bewaldeten Kurzenberg über dem Kiesental |
| BFS-Nummer | 629 |
| Offizielle Website | Gemeinde Oberhünigen |
Hügelland, Äbersold und Wald
Oberhünigen liegt im Verwaltungskreis Bern-Mittelland. Zur Gemeinde gehören das Dorf, der Weiler Äbersold und Einzelhöfe am Kurzenberg. Das Historische Lexikon beschreibt Wald auf mehr als der Hälfte des Gemeindegebiets.
Die Aufnahme vom Mai 2022 blickt von Konolfingen in Richtung Oberhünigen. Gebäudegruppen, offene Landwirtschaftsflächen und bewaldete Höhen machen die Siedlungsstruktur sichtbar.
Wegverbindungen im Weiler

Das Foto vom August 2018 zeigt einen Wanderwegweiser an einem Gebäude in Äbersold. Mehrere ausgeschilderte Richtungen verbinden den Weiler mit umliegenden Orten und Höhen.
Für eine redaktionell vorgeschlagene Erkundung werden die öffentlichen und markierten Wege genutzt. Die Gehzeit hängt von der gewählten Strecke ab; die auf dem historischen Foto lesbaren Angaben ersetzen keine aktuelle Routenplanung.
Hofgruppen zwischen Wiesen und Waldrand

Die zweite Aufnahme aus Äbersold vom August 2018 zeigt Wohn- und Wirtschaftsgebäude an einer schmalen Strasse mit Wiesen und Wald im Hintergrund. Sie ergänzt den Blick auf das Dorf um einen anderen Siedlungsbereich.
Die Verteilung der Höfe und die Hanglagen unterscheiden Oberhünigen vom stärker zusammenhängenden Siedlungsraum im Kiesental. Wald und offene Flächen bilden einen wesentlichen Teil des Ortsbilds.
Huningen superior und die frühere Exklave
1148 ist Huningen superior belegt. Die Bezeichnung unterscheidet Oberhünigen vom benachbarten Niederhünigen. Die ältere Herrschaftsgeschichte verband den Ort mit Wil beziehungsweise Schlosswil.
Ab 1834 bestand Oberhünigen als Ortsgemeinde innerhalb von Schlosswil. Als räumlich getrennte Exklave wurde es 1980 eine selbstständige Einwohnergemeinde. Die heutige politische Zugehörigkeit ist deshalb von der früheren Verbindung zu Schlosswil zu unterscheiden.
Das Historische Lexikon nennt das frühere Wildeneybad als Teil der Ortsgeschichte. Daraus wird kein heutiger Bad- oder Restaurantbetrieb abgeleitet.
Unterricht in Zäziwil
Die Gemeindeübersicht zur Schulzeit verweist für Kindergarten, Primar- und Sekundarstufe auf die Schule Region Zäziwil. Der Kindergarten befindet sich am Zelgweg 2; die Schulhäuser liegen an der Bahnhofstrasse 5/7 in Zäziwil.
Für Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse ist ein Schulbus vorgesehen. Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klasse organisieren den Weg gemäss den Schulunterlagen mit Velo oder Mofa. Individuelle Fragen werden mit Gemeinde und Schule geklärt.
Regionales Tagesschulangebot
Auch die Betreuung wird über die Tagesschule Zäziwil organisiert. Für 2026/27 sind Mittagstische am Montag, Dienstag und Donnerstag von 11.45 bis 13.30 Uhr sowie Betreuung am Donnerstag von 7 bis 18 Uhr publiziert.
Damit liegen Unterricht und Betreuung für die Kinder aus Oberhünigen in der Nachbargemeinde. Die Zusammenarbeit ergänzt die selbstständige kommunale Organisation mit einer gemeinsamen Bildungsstruktur.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.